Monatsarchiv: August 2011

Elefanten

Ich war gestern im (übrigens sehr zu empfehlenden) Zoo in Wuppertal, weil sie dort Elefanten haben, und im Moment auch Elefantenkinder.
Es gibt wohl kaum etwas süßeres als tapsige kleine Elefanten!

Elefanten sind aber generell extrem coole Viecher.
Einige werden wissen, dass Elefanten im Matriarchat leben, d.h. Herden haben eine Leitkuh statt eines männlichen Oberhauptes. Dieses ergibt sich nicht aus körperlicher Überlegenheit, sondern aus der Erfahrung, meist ist es eine mitterweile unfruchtbare Kuh von etwa 40-50 Jahren.
Stirbt diese Leitkuh, hat das fatale Folgen für die Gruppe, da die aufgezogenen Jungtiere wenig soziale Werte vermittelt bekommen.
Soziale Werte?

Ja! Elefanten haben ein Ich-Gefühl (d.h., sie erkennen sich selbst im Spiegel), erinnern sich an gestorbene Artgenossen (ziehen z.B. in Dörfer, wo Artgenossen getötet wurden) und erkennen auch Knochen und Stoßzähne der Artgenossen. 
Es wurde sogar beobachtet, wie Elefanten eine getötete Artgenossin mit Blättern bedeckten und in einem flachen Grab begruben. Sie trauern umeinander, sie helfen einander (manchmal auch anderen Spezies), sie können sogar zählen und einfache Additionsaufgaben lösen (es wird gemutmaßt, das helfe dabei den Überblick über die Herde zu behalten). Sie spielen sogar, zu ihrem Vergnügen oder dem von anderen.
Es wird im allgemeinen davon ausgegangen, dass sie in etwa so intelligent sind wie Wale, Delfine oder Affen. Elefanten kommunizieren übrigens zu 2/3 per Infraschall.
Ich empfehle im Übrigen sehr den folgenden Wiki-Link mit einigen beeindruckenden Beispielen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Elephant_intelligence

Verdammt, diese Tiere sind schlauer als ich! 😀

Aber zurück zur Aufzucht: 
Wie bereits gesagt, sind Elefanten Herdentiere, die sich in rein weiblichen Herden zusammenschließen, und gemeinschaftlich die Jungtiere aufziehen. Die Bullen stoßen (höhö) nur zur Herde, wenn die Kühe in Hitze sind, ansonsten streifen sie allein oder in sogenannten Junggesellenherden umher.

Jetzt passt auf: Nicht nur heterosexuelle Bindungen sind üblich, auch homosexuelle, sowohl bei Männchen als auch bei Weibchen.
Das Interessante ist, dass (im Gegensatz zur Begattung, die immer nur flüchtig ist und rein der Fortpflanzung dient) diese homosexuellen Liebschaften dauerhaft sind, meist zwischen einem älteren und ein oder zwei jüngeren Elefanten. Bei asiatischen Elefanten in Gefangenschaft sind 46% der Liebeleien gleichgeschlechtlich.
Interessant oder?

So, das wars erstmal für heute Kinder. Ich hoffe ihr habt ein bisschen was gelernt und seid immer nett zu Elefanten wenn ihr welchen begegnet, weil 1. vergessen sie nie und 2. werden sie wahrscheinlich bald die Weltherrschaft übernehmen. Ich freu mich drauf! 🙂

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Bah, wat für Worte II

Nun folgt Teil 2 der beliebten Blogreihe. Lang erwartet, nun endlich da.
Teil 1 findet ihr hier

Das heutige Schlagwort ist:

„Meine Frau sagt das auch!“

Wird besonders gern von antifeministischen Mitmenschen benutzt, um ihre Thesen zu bekräftigen.

Funktioniert leider nicht so gut, weil:

A)
Ist es zu erwarten, dass bei einem maskulistischen Mann die Frau eventuelle anderslautende Meinungen eher für sich behält (Frauen sollen ja so harmoniebedürftig sein ;))
B)
Die Frau wahrscheinlich mit ihren „Frauenleiden“ wie Belästigung, Sexismus etc. wahrscheinlich nicht zu ihrem Gatten gelaufen kommt. Zumindest wenn er einer der Konsorten ist die von permanenter Frauenbevorzugung in allen Bereichen reden, und Frauen das Recht auf körperliche Unversehrtheit aufgrund ihrer Kleidung absprechen. Nur so ein Gedanke….
C)
Ist es gut möglich, dass der Gatte sie so lange bequatscht hat, bis sie ihm zustimmt.
(Oh stimmt, Schatz, jetzt wo du´s sagst, ich hatte tatsächlich ein T-Shirt mit V-Ausschnitt an, völlig klar, dass sich der betrunkene Mann am Bahnhof nicht mehr unter Kontrolle hatte und mir an die Möpse gefasst hat. Ich Dummerchen!)
Richtig schlimm wird es, wenn es in allen Bereichen so ist, und die Frau eines Hardcoremaskulisten irgendwann davon überzeugt ist, dass sie dem Manne in allen Bereichen untertan ist, und froh, dass sie nur ihrem eigenen Mann zu sexuellen Diensten verpflichtet ist.

Eine kurze Schweigeminute für diese armen Frauen.

So, aber selbst wenn A-C nicht zutreffen, macht es diese einzelne Frau nicht zu einer verläßlichen Quelle für das, was alle Frauen wollen.

Aber, wie ich ja bereits geschrieben hatte, manche Männer neigen dazu Frauen als große homogene Gruppe zu sehen.

Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt:
Du schreibst, ich schüttele fassungslos den Kopf