Monatsarchiv: Januar 2012

Fascinating Womanhood Chapter 2

Sooo, da sind wir wieder mit einem weiteren Kapitel des unsterblichen Klassikers (muß man nur oft genug sagen, damit es stimmt) Fascinating Womanhood (wie immer FW abgekürzt).

The Ideal Woman from a man´s point of view

In diesem Kapitel werden wir zuerst einmal belehrt, dass weibliche Perfektion von Männern anders wahrgenommen wird als von Frauen. Lesern von Christians Evolutionsblog wird das sicher bekannt vorkommen. Hier ist aber etwas anderes gemeint:

Women are inclined to appreciate poise, talent. intellectual gifts, and cleverness of personality, whereas men admire girlishness, tenderness, sweetness of character, vivacity and the ability to understand men. 
A marked difference is in regard of appearance. Women are inclined toadmire artistic beauty such as the shape of the face, the nose, and artistic clothes. (???)  Men,however, have a different interpretation of what makes a woman beautiful. They place more stress on the sparkle in her eyes, smiles, freshness, radiance (es werden Frauen bevorzugt,die in Atomkraftwerken arbeiten…ok der war schlecht), and her feminine manner.     

Lt. FW besteht die ideale Frau für Männer aus einem engelsgleichen und einem menschlichen Teil. Guckt mich nicht so an, ich hab mir das nicht ausgedacht.

Angelic: …spiritual qualities. This includes her good character, understanding of men, domestic skills and a quality of inner happiness.

….Moment! domestic skills??? Ich glaub doch wohl es hackt! Seit wann machen einen hausfrauliche Fähigkeiten zu einem guten Menschen, geschweige denn einem Engel??  Inner happiness finde ich ja auch fragwürdig, ich hab da grade eine 50er Jahre Hausfrau vor Augen, die von ihren Lieben als Fußabtreter benutzt wird und dennoch debil lächelt. Ich argwöhne auch eine Zusammenarbeit von Helen Andelin mit der Firma, die Frauengold hergestellt hat. Aber lesen wir weiter.

Human: …refers to her appearance, manner, and feminine nature, and includes the charms of femininity, radiance, good health, and childlikeness

Yepp. Childlikeness. Weil Männer vor erwachsenen Frauen Angst haben. Bin ich die Einzige, in der das unangenehme Assoziationen mit „Kinderfreunden“ wachruft?
Und für die, die sich wundern, ja Helen Andelin benutzt die Wörter feminine und femininity (puh) gern, wir werden diese Wörter noch gefühlte 1000mal zu lesen bekommen.

These distinct qualities awaken different feelings in a man. The Angelic awakens a feeling almost like worship and brings him a feeling of peace and happiness. The human side fascinates and enchants him and awakens a tender feeling, a desire to protect and shelter her from harm and danger.
 
Da haben wir´s: Madonna-Whore. Die eine, die er wie eine Göttin verehrt und die andere, die ihn „bezaubert“. Gut, jetzt werden sich einige fragen: „Aber wo kann ich denn eine solche Frau finden und sie mir zum Vorbild machen?“ Fear you not, my fellow unperfect twats. FW gibt sie euch:

Agnes und Dora aus „David Copperfield“ (nicht der Zauberer sondern der Roman von Dickens) Sie zitiert einige Passagen in denen Agnes (Davids beste Freundin/Mutterersatz) mit Adjektiven wie quiet, placid, sweet, bright, happy, tranquil, peaceful beschrieben wird, also der engelsgleiche Part ist. Wohingegen seine Verlobte/Frau Dora mit Worten wie fairy, sylph, diminutive, little (so very much…), bewildering beschrieben wird. Manic Pixie Dreamgirl anyone? Uuuuund Dora ist natürlich eine fürchterliche Hausfrau! Sowas aber auch. Naja, zum Glück stirbt Dora ja bald und er heiratet Agnes  und findet peace and happiness (auch weil er sich von Dora mehr Charakter gewünscht hätte, es wird sogar zitiert, dass er sich sie als Ratgeber gewünscht hätte).

Man KÖNNTE jetzt auf die Idee kommen, dass innere Werte mehr zählen als flirtation und kindlicher Charme und dass Dickens genau das vermitteln wollte.

Aber weit gefehlt. Trotzdem beschrieben wird, dass David in seiner Ehe mit Agnes glücklicher wird, besteht FW darauf, dass er noch glücklicher gewesen wäre, hätte Agnes …Dora´s girlishness, her adorable human and childlike (Kinder sind ja keine Menschen) manner, and her dependency upon men for her protection and guidance gehabt.
Dora hingegen ..if Dora had the sympathetic understanding, the appreciation of his highest ideals and the depth of character of Agnes and provided him with an orderly and peaceful home life.. hätte David sie richtig geliebt. Also so richtig richtig. Der Haushalt ist da natürlich am wichtigsten.

Sie zitiert noch ein paar Heldinnen, die dem einen oder anderen Typ entsprechen, Deruchette aus Hugo´s „Teufelsschiff“, Amelia aus „Vanity Fair und natürlich MUMTAZ, die Frau von Shah Jahan, die für ihren Tod im 14. Kindbett das Taj Mahal bekommen hat. Sie mag sie wirklich 🙂
Aber ich denke das Konzept ist klar, wenn nicht kauft euch das Buch doch selber, der Teil zieht sich nämlich wie Kaugummi und ist schweinelangweilig. 😀

So, am Ende des Kapitels kommt etwas, womit wir ab sofort in jedem Kapitel zu tun haben werden:
Leserbriefe von Frauen, denen FW geholfen hat, yippieh!

Der erste mit dem Titel „Earthshaking Results“ gibt allerdings nicht viel her ausser Gemeinplätzen wie toll doch alles funktioniert hätte. Zudem fehlt ein Teil des Briefes, wie man an der Zitiertechnik erkennen kann. Eine der drei Freundinnen, denen sie es empfohlen habe, wäre aber zu selbstgerecht gewesen. Das ist die einzige verwertbare Information, folks!

Auch die anderen geben nicht viel her, der Mann der Einen trug auf einmal seinen Ehering, den er vorher nicht trug, weil er sich sonst gefangen vorkäme (o.o), Scheidung abgewendet, Happiness, bla bla. Einer ist allerdings ganz interessant, die Frau wurde aufs dreisteste betrogen, Mann trinkt, ist kaum zu Hause,schmeisst sie raus, entzieht ihr die gemeinsame Tochter etc. Sie liest FW und innerhalb weniger Wochen blieb er zu Haus, hörte auf zu trinken und alles ist toll. Ja klar.
Also das hat die sich doch ausgedacht.

Nunja, da sind wir schon wieder mit einem Kapitel durch. Wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert… Das nächste Kapitel ist zum Glück etwas praxisbezogener, die Schwärmereien von H. A. gehen mir langsam ein wenig auf den Keks. Wir werden anfangen an unserem Verständnis für Männer zu arbeiten und starten da mit Chapter 3- Accept him at face value

Dann bis zum nächsten Mal, meine Lieben.


Geschichten aus dem femizentrierten Schulwesen IV

Es gibt Neuigkeiten von Herrn X. (wir erinnern uns).

Gestern kam eine Mitschülerin (nennen wir sie Susi) mit der ich auch privat befreundet bin, auf mich zu: „Maren, ich muß dir was erzählen!“ 
Sie hat das Vergnügen Religion-GK bei Herrn X. zu haben, sie hatten eine Klausur geschrieben.
Sie war recht fix fertig und raus, aber Herr X. gab einer anderen aus dem Kurs seine Visitenkarte für Susi, mit der Bitte, sie möchte ihm ihre Handynummer geben. Da wohl im Vorfeld schon ab und an mal eindeutige Sprüche gefallen waren, ekelt sich Susi natürlich sehr und ist erstmal ratlos, weil Herr X. nicht grade den Ruf hat, besonders objektiv bei der Benotung zu sein. 

Eine weitere Schülerin ist dann dazugekommen, nennen wir sie Heidi.
Heidi fragt was los ist, wird kurz ins Bild gesetzt und sagt dann: „Ach ja, das hat der bei mir auch schon versucht.“ Lt. Heidi (die ich natürlich auch persönlich befragt hatte, investigativ und so) hatte er ihre Nummer erfragt, nachdem im Unterricht ein *scherzhaftes* „Wenn Sie diese Frage richtig beantworten, lade ich sie ins Kino ein.“ gefallen ist. Sie gibt sie ihm (wie willste auch sonst reagieren) und kriegt wenig später ein Gedicht per SMS, sie erinnere sich nicht mehr genau, aber irgendwas mit „Engelsgesicht“ und so. So weit, so widerlich.

Wenig später fuhr sie auf Kursfahrt. Beim gemeinsamen Grillen mit den begleitenden Lehrkräften (u.a. auch der Vertrauenslehrerin) kommt das Gespräch auf Herrn X. ,der sowohl bei Schülern als auch Lehrern nicht soo sonderlich beliebt ist.
Sie erzählt von der SMS usw. und die Vertrauenslehrerin erzählt ihr, dass sie bereits 3 Schülerinnen mit demselben Problem hatte, und dass sie sich doch so schnell wie möglich an unseren Rektor Herrn Y. wenden solle.

Heidi tut das, Herr Y. sagt, er hätte Herrn X. bereits mehrfach (!!!) darauf angesprochen, aber er könne weiter nichts tun, weil wir ja erwachsen sind und unsere Nummern wenn freiwillig rausgeben. 
Hat er ja auch irgendwo recht. Nunja, er sagte aber bzgl. Notengebung hätte er ein Auge darauf und sie solle Bescheid geben, wenn noch was kommt. Kam aber nicht.

Das Problem bei Herrn X. ist nun, dass er ein kurz vor per Pensionierung stehender Beamter ist.
Kannze nich viel machen. Nur aussitzen.
Dazu kommt (und das hat er persönlich im Lateinunterricht erzählt, natürlich abstreitend), dass er von seiner vorherigen Schule (einem normalen Gymnasium) „geflogen“ ist, weil er gegenüber einer Kollegin und einer Schülerin „verbal übergriffig“ geworden ist. Na das kann ich mir ja nu gar nicht vorstellen….Aber dass dem das nicht peinlich ist… Ich würde mich in Grund und Boden schämen.

Ein ganz besonderes Geschmäckle geben dann auch die Zusatzinformationen, dass Herr X. (unter anderem) Lehrer für katholische Religion ist, und dass seine Frau Rektorin an einer Grundschule ist, also einen höheren Posten hat als er.

Merke: Alte Lustmolche sind IMMER widerlich und ich bin froh, dass ich nicht sein Typ bin. Vielleicht bin ich ja zu alt.


PUA´s living the good life

Ok, hier hab ich doch vorm Schlafengehen noch ein kleines Schmankerl gefunden.
Der Typ der hier in dem Video zu sehen ist, nennt sich Roosh V und er zeigt der Welt seine luxuriöse (*hust*) Behausung. Enjoy.

Woooooow. Ich wette tausende kleine Betas hängen fasziniert vor ihren Rechnern und wünschen sich, es irgendwann auch mal so weit zu bringen. Diese PUA´s haben uns Normalsterblichen echt was voraus.


Frauen, Mathe und der nichtexistente stereotype threat

Oh Mann. Woran liegt das eigentlich, dass „Frauen und Mathe“ so eine neverending story ist? Seitdem ich denken kann, wird von sämtlichen Koryphäen und jenen die gerne welche wären gesagt, dass Frauen ja kein Mathe können, generell Naturwissenschaften seien nich so dolle. Genausolang wird versucht, das durch Studien zu widerlegen.Warum zum Geier ist das überhaupt so ein Riesenthema?

Das mag einerseits daran liegen, dass eine Mathematik“begabung“ (wie immer man das definieren mag) generell mit Intelligenz gleichgesetzt wird. Besonders Männer denen Mathematik leichtfällt scheinen darauf zu bestehen ;). Gleichzeitig ist oftmals eine Tendenz vorhanden, sprachliche Fähigkeiten, die naturgemäß eher bei Frauen zu finden seien, abzuwerten. Ich denke den Begriff „Quatschfach“ haben alle schonmal gehört, meistens von den Kollegen die für ihre Drei-Seiten-Aufsätze oder ihr Pidgin-Englisch regelmäßig Vieren kassieren/kassiert haben.
Ich kann das nicht, würde mich aber als (hoch)intelligent bezeichnen, ergo muss das Blödsinn sein. (Und Rechtschreibung sagt doch mal GAR NIX aus!)
Diesen Rechtfertigungsmechanismus sieht man immer wieder, und ja, er ist nervig.
Von da ist natürlich auch der Weg „Männer besser in Mathe = Männer generell schlauer als Frauen“ nicht weit. Und das ist ganz klar diskriminierend und nicht wahr.

Aber woran liegt es denn nun, dass Frauen schlechter in mathematischen Prüfungen abschneiden als Männer? Der „Stereotype threat“, der auch bei Christians Evolutionsblog angesprochen wird, scheint mir, die ich eine typische weibliche Sozialisation genossen habe, komplett mit allen möglichen „Mädchen können das nicht“, recht plausibel. Den Herren, die das untersuchen jedoch nicht. David Leary und Gijsbert Stoet weisen darauf hin, dass Studien, die angeblich nachgewiesen haben, dass Männer in Mathematik aufgrund des Geschlechtsvorurteils besser sind, methodische Fehler wie das Fehlen einer männlichen Kontrollgruppe aufweisen und/oder ungeeignete statistische Verfahren eingesetzt haben. Zudem werde in vielen Studien überhaupt kein wissenschaftlicher Beweis für das Stereotyp angeboten.“
 
Einen wissenschaftlichen Beweis haben wahrscheinlich die meisten Frauen vorher auch nie gehört, warum auch, das ist ja Allgemeinwissen…

„Zwar könne das Stereotyp manche Frauen beeinflussen, konzedieren sie, der Unterschied in den mathematischen Hochleistungen könne damit aber wissenschaftlich nicht erklärt werden.“

Soso.

„Für die Autoren hat die Theorie des „stereotype threat“ daher unbegründet so viel Erfolg bei Wissenschaftlern und Politikern gefunden, die glaubten, dass der Geschlechterunterschied verschwinden werde, wenn das Vorurteil bekämpft wird. „Selbst mit vielen Programmen, die eingerichtet wurden, um dieses Problem zu lösen“, so David Geary, „blieb es weiterhin bestehen. Wir glauben nun, dass das falsche Problem angegangen wird.“ Wenn man Versuchspersonen vor einem Test nahelegt, dass Angehörige einer Gruppe, zu der sie gehören, gewöhnlich bei einem solchem Test schlechter abschneiden, dann sei es nicht überraschend, dass sie dann auch tatsächlich schlechtere Ergebnisse produzieren. Das würde bei Männern genauso geschehen. Nach einer statistischen Überprüfung hätten sie jedenfalls bei den 20 untersuchten Studien keine signifikanten Wirkungen im Sinne der Theorie vom prägenden Vorurteil bemerken können.“ 

Bei welchem wissenschaftlichen Gebiet gibt es denn bitte solche internalisierten Vorurteile bzgl der Leistungen von Männern, wie es hier bei Frauen der Fall ist? Ich meine, die Männer müssen ja auch glauben, dass das tatsächlich common sense ist, bloß weil mir jemand vor dem Test sagt: „Die Ergebnisse werden interessant, weil man ja gemeinhin annimmt, dass Frauen schlechtere social skills besitzen“ tangiert mich das eher peripher, bzw. würde ich mir eher denken: Häh? WTF? Wo?

Es scheint mir, dass wir hier mal wieder einen typischen Fall von: „Stereotype gibts nicht, und wenn beeinflussen sie doch niemanden negativ“ haben, getätigt vom Standpunkt von Wissenschaftlern, die natürlich noch niemals direkt (also sie selbst betreffend) mit diesen Stereotypen konfrontiert worden sind.

„If the stereotype theory is correct, then it should be relatively easy to close the gender gap in maths: just eliminate the stereotype by promoting more female role models.“ 

Hach ja, das klingt ja echt wie ein Kinderspiel, ein paar weibliche Vorbilder in den Bereichen und zack, sämtliche Vorurteile ausgeräumt. Funktioniert ja auch in anderen Bereichen so hervorragend.
Mmmmmpf. Leben diese Männer überhaupt in der selben Welt wie ich?

*But lack of evidence is not the only problem, according to Stoet and Geary. Strategies aimed at tackling stereotype threat are actually doing more harm than good because vital resources are being dedicated to a problem that does not exist, they conclude. „
„The stereotype theory really was adopted as the final word, but even with many programs established to address the issue, the problem has continued.“ said Professor David Geary, Curators Professor of Psychological Sciences in the Missouri University College of Arts and Science. „There are still a disproportionate number of men in top levels of science, technology, engineering and mathematics. We need more women to succeed in these fields for our economy and for our future.“*

Wie lange gibt es jetzt diese Programme? 10 Jahre? Ich kann mich erinnern, als ich auf der Regelschule war, gabs noch keinen Girls Day. Zumindest nicht in unserem Provinznest. 

Vielleicht sollten die Herren Geary und Stoet sich mal bewusst machen, dass die wenigsten Menschen in einem derart aufgeklärten und vorurteilsfreien (*hust*) Umfeld aufwachsen, wie sie vielleicht meinen. Es scheint mir fast so, als hätten wir ein Paradebeispiel des weltfremden Akademikers.

Oder einen Fall von :“Ok, das Herumgetändele mit Antidiskriminierungsgesetzen war ja ganz nett (wird aber langsam nervig), aber wir müssen jetzt doch mal gucken, ob das nicht an was anderem liegt (Frauen können evtl. doch kein Mathe?)“ Das in Klammern gesetzte wird nur gedacht, natürlich nicht ausgesprochen… 😉
Dazu fällt einem kaum noch was ein, ich möchte daher diesen Eintrag mit „How it works“ des weisen Webcomics xkcd beschließen:

(deutschsprachige Quelle, englischsprachige Quelle)


Die Frauen in "The Walking Dead"

Finally! It was so about time! Endlich hat jemand mal eine Serie über eine Zombie-Apokalypse gemacht!
Und ist sie gut? ABER HALLO! Wenn ihr sie noch nicht gesehen habt, dann tut es! Jetzt sofort!
Hab nämlich keine Lust Spoilerwarnungen zu verfassen 🙂

Da ich leider meinen feministischen Blick nicht abstellen kann, ist mir das eine oder andere aufgefallen.

Frauen und Kinder bekommen keine Waffen. Selbst im Angesicht einer lebensbedrohenden Gefahr kriegen sie nichts in die Hand um sich zu verteidigen. Hmmmpf.
Ich meine, klar wäre es verfehlt Schußungeübten und besonders Kindern Handfeuerwaffen zu geben, aber komm schon! Wenigstens ein Baseballschläger sollte doch drin sein! Alles andere ist doch unverantwortlich. (Natürlich sind die Männer bestens ausgestattet….)
Es geht da ja nicht nur um die Zombies („wir haben es lieber wenn man uns vermindert Lebende nennt“), es streichen ja auch diverse Plünderer umher und es gibt weder Polizei noch Gesetze.
In Staffel 2 ändert das sich zum Glück. Das hatte mich richtig geärgert. 

Natürlich gibt es auch hier einen prügelnden Ehemann (PE™), der zudem noch seine Tochter „komisch“ anguckt, und der wird natürlich im Affekt von einem der „good guys“ verwemst, nachdem dieser gesehen hat wie dem PE™ die Hand ausrutscht. Ein Gespräch nachdem die offensichtlichen blauen Flecken aufgefallen sind wäre ja auch zuviel verlangt.
Zum Glück wird PE™ im Laufe der ersten Staffel zombifiziert und die geprügelte Ehefrau bekommt eine großartige Szene, wie sie ihm weinend eine Spitzhacke in den Kopf rammt, worauf sie persönlich besteht („He´s MY husband“). Sie trauert um ihren Ehemann und rächt sich gleichzeitig an ihrem Peiniger. Manchmal ist es so komplex. Das hat mir gut gefallen.

Dann ist es natürlich so, dass alle Frauen irgendwie Zeit und Möglichkeit finden sich Beine und Achseln zu rasieren. Wäre ja auch unzumutbar, unrasierte Beine zu zeigen. Zombiehirn, ok, aber doch keine Haare an Frauen!

In dem provisorischen Camp das sie am Anfang der Serie bilden scheinen die Frauen auch permanent mit Wäsche waschen beschäftigt zu sein, man sieht sie fast nur an einer Wäscheleine stehen.
Nunja. Ich hätte die Zeit ja eher dazu genutzt, den Mädels ein paar grundlegende Nahkampftricks beizubringen, aber Wäschehygiene ist in einer Postapokalypse ja auch nicht zu vernachlässigen.

Später kommt dann natürlich noch ein „missing white girl“ (von dem wir vorher kaum Notiz genommen haben, immerhin gibt es ja noch einen Jungen im Camp mit dem man männlichen Kram wie Frösche fangen machen kann).

Dennoch, DENNOCH finde ich die Serie ausgesprochen empfehlenswert, auch für Nicht-Zombiefans.
Gruppendynamiken werden gut dargestellt, es wird darauf eingegangen, dass Zombies auch mal Menschen waren, es gibt einige sehr herzerweichende Szenen mit Infizierten und im Großen und Ganzen sind die Protagonisten sympathisch.
Auch die Frauen sind im weitesten Sinne taff, und Männlein und Weiblein haben beide ihr Share an Nervenzusammenbrüchen (mit manly tears!)

Gute Sache,das. Ansehen!!!