Monatsarchiv: Februar 2012

Ode an Mineral Foundation

Oh Mineral Foundation, hell und fein,
bezaubernd und gut für die Haut.
Sie erscheint auf einmal so klar und rein,
auch wenn man mit dir ziemlich saut.


Ach möchten doch alle Make-up Junkies,
gerecht dein Loblied nur singen,
ich habe keinen Reim auf Junkies,
das tut sehr bescheuert jetzt klingen.

Ich möchte an dieser Stelle mal ein wenig praktische Lebenshilfe leisten.
Wenn ihr (wie ich) zickige Haut habt, die gern mal zu Pickeln und anderen netten Auffälligkeiten neigt, dabei ziemlich hell ist, und ihr keinen Bock habt auszusehen wie in den Schminktopf gefallen, ist Mineral Foundation das Produkt der Wahl.

Meine Haut verzeiht absolut keine Nachlässigkeiten, trotzdem könnte ich auch mal abends ins Bett fallen ohne mich abzuschminken und seh am nächsten Tag trotzdem nicht aus wie eine vielfältig belegte Pizza. Großartig!

Es wirkt sehr natürlich, macht keine Ränder und man kanns sehr schön mischen um auf den genauen Hautton zu kommen.
Das einzig blöde ist, dass es eine ziemliche Sauerei ist und man überall Puderreste hat. Von den Klamotten kann man das Puder aber schön abschütteln. Darüber hinaus hab ich mir angewöhnt, so feuchte Reinigungstücher neben dem Waschbecken zu deponieren.

Ich find es so ärgerlich, dass sämtliche Drogeriemarken dieses großartige, wie für mich geschaffene Produkt aus dem Sortiment genommen haben und ich jetzt doch tatsächlich Douglas beziehungsweise das Internet bemühen muss, während sie fleckiges, pickelverursachendes, viel zu dunkles Flüssigmakeup en masse rausbringen. Oder dieses fiese Mousse-Makeup, dass sich in den Poren sammelt und mit dem man nach ein paar Tagen aussieht wie ein Streuselkuchen. Grrr.

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Fascinating Womanhood Chapter 3

Nein, ich will nicht! Ich MAG nicht mehr! Das kann man doch keinem lebenden Menschen zumuten!
Wo ist PETA, Amnesty International, Greenpeace? Die müssen da doch helfen können!

Ach hilft nix, ich habs ja so gewollt. Hier ist das 3. Kapitel des tollsten Buchs der Welt *seufz*

Understanding Men: Accept Him at Face Value

Wir beginnen das Kapitel mit einer kleinen Anekdote, wie ein gewisser Dr. Norman Vincent Peale (ein Pfarrer und Begründer der Lehre vom „Positiven Denken“) in Helen Andelins Gemeinde einen Vortrag hielt. Dort wurde er von einer Anwesenden gefragt, wie sie ihre Ehe verbessern solle, sie sei eine gute Hausfrau,Mutter und hingebungsvolle Ehefrau, dennoch sagt sie ihr Ehemann „…neglects the children, spends money foolishly, drinks and is difficult to live with“
Das klingt ja nicht so gut… Was sagt also Dr. Peale? Er answered firmly and a little impatiently. „Don´t you know that you should accept a man at face value and not try to change him?“ 

Bitte? BITTE??? Ich hätte die Frau ja gefragt, warum sie noch mit ihm zusammenlebt, wenn er so fürchterlich ist, aber gut, ich komme ja auch aus einem etwas *hust* anderen Umfeld.

Nunja, schauen wir uns an was uns FW dazu zu sagen hat.
Wir werden erstmal belehrt, was Acceptance denn hieße. Es heißt, das man die Schwächen des Anderen als menschlich erachten solle, dass man trotz anderer Ansichten die Meinung des Partners achten solle, kurz, dass er er selbst sein darf, for better or for worse.
Na sowas, da wäre ich doch fast geneigt zuzustimmen! Das kann doch nich sein,ich habe in diesem Buch bisher nicht einen vernünftigen Satz gelesen da kommt doch noch was!

Natürlich: Acceptance does not mean tolerance…Nor does it mean dishonesty…Nor is it a matter of resignation. Acceptance is a happy state of mind when you realize that your responsibility is not in making him over but in appreciating him for the man he is.

Was für das o.g. Beispiel hieße, die Frau solle glücklich akzeptieren, dass ihr Mann ein saufender, liebloser und verschwenderischer Trottel ist, am besten noch dankbar sein… Nunja.

Aber was sind das denn für Fehler, die Frauen ändern wollen?
1. Personal Habits: Schlechte Manieren, schlechte Grammatik, böses Temperament,Depressionen,fluchen, rauchen trinken. (Man beachte bitte, dass einige dieser Angewohnheiten einen Menschen töten können…)
2. How they spend their time: Das benötigt keine nähere Erklärung, da sich jeder was darunter vorstellen kann, denke ich.
3. Duties: Wenn er seine Pflichten vernachlässigt, wozu neben Rasenmähen auch so unwichtiger Kram wie Rechnungen bezahlen fällt.
4. Social Behavior: Auch genau das was jetzt jeder denkt, das es ist. Weiter
5. Desires and Dreams: Keine Träume, keine Ambitionen, kein Selbstbewusstsein etc.
6. Manly Qualities: *grunz* Keine Muskeln! Zu weich bei den Kindern! Also kein echter Kerl.
7. Money: Verdient nicht genug oder gibt es unbedacht für Scheiße aus.
8. Neglect of Children: Oh, da wäre ich aber auch sehr mäkelig. Das geht gar nicht.
9. Religion: Laaaaangweilig!

Und warum tun wir das? Entweder für ihn oder übermütigerweise auch mal für uns. Und warum ist es falsch? FW klärt uns auf

1)Creates discord
Er wird (völlig zu Recht) wütend, die Kinder leiden und wer ist an allem Schuld? Böse Frau, böse! Isn´t love and harmony in marriage of greater value?
2)Cools his feelings
Hier möchte ich ein Zitat ganz für sich selbst sprechen lassen: Any attempt to change your husband can dampen his feelings for you. Even only an implication that he doesn´t measure up to your standards can cool his attitude. 
Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen führt sie Sofia und Leo Tolstoi an, die sich lt. HA getrennt haben, weil Sofia Luxus liebte und Tolstoi ihn verabscheute und daher auch Sofia. Ein kurzer Blick in Wikipedia belehrt uns allerdings, dass sie Tolstoi, als seine Herausgeberin, verbot, sein Gesamtwerk zum Public Domain zu erklären, worauf er sie verließ um als Asket zu leben.
3) Can Cause Rebellion
weil ein Mann braucht immer seine Freiheit. Selbst wenn er dabei seine Familie zerstört.
4) It doesn´t work
Never!

Also wie kann man denn einen Mann ändern?
1. Give him his freedom. Ok, das macht noch halbwegs Sinn
2. Appreciate his better side: A steady diet of praise (!!!) can motivate him to overcome his weaknesses and become a better man. Und ein Arschloch. Höchstwahrscheinlich.
3. Live all of Fascinating Womanhood Natürlich….

Sie schwafelt (man kann es nicht anders benennen) ein wenig über Gottes großen Plan, den freien Willen und darüber dass eine Frau ihren Mann zu gerechtem Verhalten inspirieren solle.
Und dass die üblichen Versuche aus Selbstgerechtigkeit, Überheblichkeit und Nörgeln bestünden. Gähn.

Nun, sie gibt allerdings auch zu, dass es Situationen gibt, wo man einen Mann ändern sollte.
Natürlich hintenrum.
1) He is blind to his faults. Völlig klar, aber: If he continues to make the same mistakes, fully aware of them, allow him this freedom. Ich möchte darauf hinweisen, dass uns in diesem Buch bisher nicht einmal das Konzept der Freiheit für die Frau begegnet ist…
2)He is abusive to his children: Oha. Heißes Eisen. Da soll sie dann auch sehr bestimmt sein. If you live all of FW and do all you can to build a good relationship with your husband you need not fear any danger in taking this stand. You are entirely within your rights and he will sense that. 
Natürlich. Und wenn er dir auch eine reinhaut, dann hast DU, ganz allein DU was falsch gemacht.
Schäm dich! Deine Kinder haben sich auf dich verlassen! Oh Mann… 
3) There are things you can´t live with.
Klar. Da sollte die Frau schon mal was sagen. Aber im Schlußsatz erinnert H.A. wieder an das Wesentliche: If you try either of the above methods and they don´t work, you can be sure you are not living the whole of FW. If you are a selfish, nagging, unfeminine woman, or fail to make a comfortable home life for him, he will not likely respond to this method. -.-

 Und dann gibt es natürlich noch die Special problems:
 – When he mistreats you: Shove your foot in his ass and throw him out of the house. Nein, natürlich nicht, aber das hätte ich zu gern gelesen… *seufz*. Nein,nein man soll schon sagen, dass das nicht ok ist, aber auf feminine Art, das wird sie uns in Kapitel 24 mit der Überschrift „Childlike Anger“ lehren. Ich kann es nicht erwarten… Moment mehr als 24 Kapitel???? Ohje…
When he does something wrong, also etwas ungesetzliches oder unmoralisches tut. Sie empfiehlt es erst nicht zu glauben und dann als menschliche Schwäche abzutun. Oh Mann.
– The Alcoholic Husband : Diese Ratschläge sind gar nicht mal schlecht, muss ich sagen, sie empfiehlt zum besseren Verständnis selbst auf etwas zu verzichten, Kaffee oder Süßigkeiten. Gut gut.
Other Women: Oha! Sie stellt erstmal klar, dass man 2 Grundrechte in einer Ehe hätte, Treue und finanzielle Unterstützung. Meh. Dennoch ist es natürlich so, dass wenn der arme Kerl fremdgeht, dann nur weil man zu nörgelig, zu unweiblich war oder sonstwas getan hat, um ihn abzuschrecken.
Wenn man nun wonderful wird, und er immer noch sein Waldhorn wandern lässt, dann soll man ihm drohen ihn zu verlassen. Es dann auch echt tun. Aber trotzdem versuchen ihn von den anderen Frauen zurückzugewinnen, weil es ansonsten für ih der Weg in die Hölle wäre (und man hat ja auch keinen Beruf gelernt…)
Nonsupport : Ok, wenn man nun tatsächlich gezwungen sei zu *gasp* ARBEITEN, soll man den Mann ausser Haus schicken, bis er Geld verdient, ansonsten gewöhnt er sich noch dran, and you will be stuck with the job for life. Kein Witz. Oh Mann…
Perfect Background– Häh? Aaaah, das richtet sich an alle kleinen Prinzessinnen, mit dem perfekten Vorleben, dass das Selbstbewusstsein des Mannes schmälern könnte. Next!

Nun ist wieder mal (ausgedachte) Leserbrief-Zeit! Yeah! Wir lernen hier von fürchterlichen Frauen, die ihre Männer aufgrund ihres Kleidungsstils,Rauchens, Trinkens und so weiter kritisiert haben.
Natürlich wieder ohne verwertbare Informationen, aber voller Beteuerungen wie toll alles dank FW geklappt hat. Mein Gott, die Frau muss echt ein kleines Selbstbewusstsein haben. Werbung vorm Buch oder am Buch kenn ich ja, aber IM Buch war mir neu.

Gut, dann wären wir also mal wieder durch. Ich brauche jetzt Alkohol. Viel Alkohol.
Bis zum nächsten Mal. 


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Vielen Dank 🙂


Rattenschwänze

Letztens lag bei uns zuhause eine Zeitschrift mit einer geknechteten Burkatragenden (ich glaube es war ein alter STERN) auf dem Cover rum. Meine Nichte fragte mich daraufhin:
„Warum müssen die denn so einen Schleier tragen und warum dürfen die kein Auto fahren?“

Puuuh. Was sagst du da? Mit einer Erklärung wie: „Das sagt deren Glaube“ würde sie sich nicht zufrieden geben, soll sie ja auch gar nicht, ist ja auch nicht wahr.

Wie erklärt man also einer 8jährigen, dass es Menschen gibt, die meinen dass Männer solche Tiere sind, dass sie beim Anblick von Haupthaar schändend durch die Straßen ziehen? Wie erklärt man ihr, dass etwas dass für sie selbstverständlich ist, wie Auto fahren, für die Frauen in Saudi-Arabien unziemliche Freiheiten bedeuten? Dass der Wert einer Frau in diesen Ländern zum größten Teil aus Jungfräulichkeit und Sittsamkeit bestehen. Dass die Männer 4 Frauen haben dürfen, weil sie Söhne haben müssen/wollen. Tricky. Ich möchte dem Kind ja auch nicht das Weltbild versauen, dass es böse Menschen gibt, die Frauen als per se unterlegene Wesen sehen, lernt sie wahrscheinlich noch früh genug. Ich stotterte also etwas rum und redete am Thema vorbei, sagte glaub ich etwas von Schönheit verstecken und dass sie durch den Schleier auch nicht genug sehen würden um Auto fahren zu können. Und vor allem, dass sie sich glücklich schätzen soll, hier geboren zu sein.

Aber die Fragen bleiben:
Wie erklärt man einem Kind sowas?
Will man in einer Welt leben, in der man einem Kind sowas erklären muss?

Ich bin ratlos.


OH YEEEES means Yes

Holly von The Pervocracy hat´s raus. Hier ihre Gedanken zum alten „No means no but sometimes yes and definitely maybe“- Gedöns.

Lest es und seid erleuchtet.
Rescripting sex