Fascinating Womanhood Chapter 6 – Nu aber wirklich

Was sagt man dazu? Kaum guckt man sich um sind 2 Wochen ohne Update verstrichen. Shame on me! Erstmal: Ich hoffe ihr habt alle schöne Ostern gehabt! 🙂

Nun aber zum Punkt, ich schäme mich so den offensichtlichen Grund meines Daseins vernachlässigt zu haben… 
Chapter 6 – Make him Number One.

Wer das letzte Kapitel verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass verheiratet oder in einer Beziehung sein ein Full-Time-Job ist. Das wird auch der wahre Grund sein, warum so viele Frauen ihren Beruf aufgeben. Nicht die Kinder, der Mann ist der Ressourcenfresser.

Helen Andelin schreibt ihr, dass es essentiell sei, dass der Mann die Nummer 1 ist. Sie beschreibt es gar als inner need which surfaces violently when not adequately met, when his wife places other things first, such as the children, homemaking or a career. 

GASP! Wie kann sie es wagen anderen Dingen in ihrem Leben Priorität zu geben in dem Glauben, dass ihr Mann ein erwachsener Mensch ist, der gelernt hat dass nicht alle seine Bedürfnisse sofort erfüllt werden? Shocking, indeed! Vor allem: violently? Das dürfte interessant werden, lesen wir weiter.

Natürlich, versichert uns HA, sollen wir nicht unsere Pflichten vernachlässigen, oder die Kinder, es wird uns sogar zugestanden darüber hinaus Interessen zu pflegen. Aber der Mann möchte genausoviel Aufmerksamkeit bekommen. Fair enough.
Leider scheint es so zu sein als würden Frauen diese Pflicht aufs sträflichste vernachlässigen.

HA führt das auf unsere Kindheit zurück: When we were little girls, if we were typical (!), we dreamed of a little vine-covered cottage with tie-back curtains, flowers in the windows, pots and pans in the cupboard, and children playing on the floor. It was a perfect little home scene except – there was no husband present.  
BÄM! Alle kleinen Mädchen haben davon geträumt eine ledige Mutter auf Staatskosten zu sein!
Jetzt wird mir alles klar! Schon so früh zeigt sich die feminine Tendenz, sich versorgen zu lassen und dann den Vater wegzuwerfen. Wahnsinn!

Als weiteren Beleg dafür dass das typische Kleinmädchenträume sind, zitiert sie ein unfassbar kitschiges Norman-Rockwellesques Gedicht, was ich euch hier ersparen möchte.
Auch dieses beschränkt sich auf children and homemaking joys. Joys? Ohje…

Aber gehen wir doch mal im Einzelnen auf die Dinge ein, die den Mann seiner ihm zustehenden Aufmerksamkeit berauben:

1) Children
Hier lernen wir Clara kennen. Clara war die perfekte Mutter, hat ihre Kinder geliebt, ernährt und gefördert. Leider kam ihr Mann dabei zu kurz: He was the father and the provider, but not the king. I think Clara really loved her husband and treated him well enough, but he obviously took second place to his children.
Erstens: Es sind nicht ihre Kinder, sondern auch seine… Fürs Protokoll.
Zweitens: Verdammte Hacke, er ist ein erwachsener Mann! Sein Ego wird doch wohl damit klarkommen, dass seine Frau die hilfsbedürftigeren Kinder mehr versorgt als ihn! Was ist das verdammte Problem??? Leider erfahren wir hier nicht, was sie genau getan hat, nur dass er immer bitterer wurde.

HA klärt uns darüber auf, dass wenn der Mann umziehen muss/will, es falsch ist die eventuellen Schwierigkeiten die die Kinder damit haben könnten zu erwähnen, weil man sie auf diese Weise sowieso verzieht und man dem Mann suggeriert, dass er nur Nummer 2 ist. Soso.
Ferner tue es einem Mann nicht gut, wenn er mit seinen Kindern um Zeit und Aufmerksamkeit konkurrieren müsste. Meine Güte. Ein zusätzliches Kind. Auch solle man nicht mehr Geld für die Kinder ausgeben als der Mann verdiene (???) und auch mal daran denken, was er gerne möchte und sich für seine Sorgen und Nöte interessieren.

2) Homemaking
Aaah, die Freuden der Hausarbeit! Wir haben uns doch alle schon mal dabei erwischt, wie wir bis in die frühen Morgenstunden staubgewischt haben, oder? Nun, es scheint so als wäre das dem Mann gar nicht Recht. Als Beispiel dient HA hier ein alter Film Craig´s Wife. In diesem Film geht es um eine Frau, die ihr schönes Zuhause mehr wertschätzt als ihren Mann. Als er sie verlässt, weint sie weil die Möbelpacker einen Kratzer ins Parkett machen. Weird. Wer denkt denn bitte so?

3) Appearance
Ich sehe förmlich die Fragezeichen über den Köpfen meiner Leser. Wenn sie 24/7 vor dem Spiegel sitzt um ihrem Mann zu gefallen, ist das auch ok. Aber wenn sie es macht um sich oder ihrem Umfeld zu gefallen ist das böse-böse. Verstanden? Gut.

4) Parents
Wenn man zuviel Zeit mit ihnen verbringt isset kacke. Weil man ist ja kein kleines Kind mehr, für das die Eltern das Wichtigste sind, sondern eine erwachsene Frau. Für die der Ehemann das Wichtigste zu sein hat.

5) Money and Success
Wenn man ihn zum Erfolg peitscht isset kacke. Wenn man seinem Erfolg im Weg steht auch.
Zitat: Although a woman has a right to express herself and have her viewpoint considered, it´s a mistake to stand in his way. 
Also Mädels, dran denken: Eure Meinung ist nur gefragt solange sie seiner nicht entgegensteht.

6)Careers,Talents and Activities
Nun wirds interessant: HA sagt, dass wenn eine Frau eine Karriere verfolgt fühlt sich der Mann automatisch vernachlässigt. Besonders wenn man erfolgreicher als er werden sollte. Man soll ihn also stets und ständig erinnern, dass er und nur er die absolute Nummer 1 ist, der Grund warum man morgensaufsteht, was sag ich, der Grund warum man geboren wurde! Grrrr. Weiterhin soll man stets bereit sein, seine Karriere für den Mann zu opfern, wenn er es so will. Weil er es so will, und seine Wünsche sind Gesetz! Vergesst das nicht!
Dasselbe gilt für Hobbys oder Weiterbildung.

Sie rät, dass es besonders wichtig sei den Mann nach der Arbeit willkommen zu heißen, hübsch aussehend, fröhlich, alles lästige (Kinder Hausarbeit,Schmutz) aus dem Weg geräumt. Gut zu wissen.

Jetzt fragen wir uns natürlich, was mit ihm ist, sollte er uns genauso zur Nummer 1 machen?
Natürlich nicht, ihr Dummerchen! Er ist ein Mann! They have largely been the builders of society, have solved world problems, and developed ideas for the benefit of all. Natürlich ist das wichtiger als ihr es seid! HA empfiehlt, sich an Mamie Eisenhower zu orientieren, die stets bescheiden den 2. Platz
hinter Amerika eingenommen hat und damit zufrieden war. Selbst wenn der Mann nur kaufmännischer Angestellter ist, ist er aufgrund seines Mannseins IMMER mit der Lösung der Weltprobleme beschäftigt! Seht euch nur die tapferen Recken bei SPON oder wgvdl an!

Und wieder kommen die Männer hier echt nicht gut weg…
Ich empfehle eine Sammelklage wegen Verleumdung.

Nächstes Mal (diesmal wirds nicht so lange dauern, ich versprechs!) werden wir über maskuline und feminine Rollen lernen und wie diese auszufüllen sind.

Bis dahin! 

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3 responses to “Fascinating Womanhood Chapter 6 – Nu aber wirklich

  • onyx

    ROFL, immer wieder eine Freude :-)"Leider erfahren wir hier nicht, was sie genau getan hat, nur dass er immer bitterer wurde."Es wird das passiert sein, was in so ziemlich jeder jungen Familie passiert. Es wird weniger Sex gegeben haben. Weil Clara zuviel ihrer Energie auf die Kinder verschwendet, so dass sie am Abend dann ganz egoistisch ihre Ruhe wollte. Und weil die kleinen Störenfriede ja immer dann ein Monster unterm Bett entdecken, wenn es grad romantisch werden soll. :-(Ja verdammt noch mal, warum kriegt die Alte ihre Blagen auch nicht in den Griff, damit Herr und Meister gefälligst in Ruhe vögeln kann, so wie er will! >:-(

  • Leszek

    "Und wieder kommen die Männer hier echt nicht gut weg…Ich empfehle eine Sammelklage wegen Verleumdung."Meinst Du jetzt gegen Dich oder gegen Helen Anderlin? :)Männerfeindlich wäre Deine Kritik des Buches nur dann, wenn Du daran glauben würdest, dass Männer tatsächlich so seien, wie die Autorin es darstellt. Das Buch bietet ja keine Darstellung authentischer männlicher Beziehungsbedürfnisse, es ist ja noch nicht mal von einem Mann geschrieben worden, sondern von einer infantilen Frau, die beide Geschlechter in die Pfanne haut, indem sie sie in archaische Rollenmuster und unreife Kommunikationsformen hineinzudrängen versucht. Das Buch ist offenkundig frauen- UND männerfeindlich.Männer werden als narzisstische Trottel dargestellt, Frauen wird geraten diese nach Strich und Faden zu manipulieren. Der dargestellte Frauentypus entspricht in vielerlei Hinsicht jenem, den Esther Vilar in der "Der dressierte Mann" karrikiert hat. Das Buch zielt auf De-Individualisierung und Infantilisierung beider Geschlechter ab.Insofern kann es sowohl aus einer vernünftigen feministischen wie aus einer vernünftigen maskulistischen Sichtweise einer scharfen Kritik unterzogen werden.Allerdings sollte man, wie ich schon beim letzten Mal anmerkte, m.E. sehr klar zwischen den normalen Anerkennungsbedürfnissen beider Partner in einer Beziehung und dem, was die Autorin beschreibt, unterscheiden. Selbstverständlich brauchen Männer Anerkennung genauso wie Frauen. Helen Anderlin spricht Frauen das Bedürfnis nach Anerkennung und Männern das Bedürfnis geliebt zu werden ab -gleichzeitig stellt sie männliche Anerkennungsbedürfnisse als übersteigerten pathologischen Narzissmus dar. Vielleicht hatte sie ja tatsächlich einen narzisstischen Partner. Daraus sollten keine allgemeinen Rückschlüsse gezogen werden: Narzisstische Frauen sind nicht besser und die Mehrheit der Männer und Frauen sind keine Narzissten.Soweit erstmal.War mein letzter Kommentar eigentlich so böse, dass er gelöscht werden musste? Ich bin mir da zwar keiner Schuld bewusst, aber falls es sich da meinerseits um "Hate Speech" gehandelt haben sollte, wäre zu überlegen meinen Beitrag auf hatr.org zu posten. SCNR 🙂

  • Maren

    Na gegen Helen Andelin natürlich :)Nein, hatte den gesamten Platzhalterpost gelöscht gehabt, daher waren natürlich die beiden Kommentare auch dabei. Du bist hier immer gern gesehen. Zu HA´s Mann: Er soll ja auch ein Buch geschrieben haben, schlug auch in dieselbe Kerbe wie HA. Der vielversprechende Titel lautet "A man of steel and velvet". Geil oder? Sollten sie mich nicht eingeliefert haben wenn ich hiermit fertig bin, nehm ich mir das vielleicht auch vor.

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