Fascinating Womanhood Chapter 8 Part 2

Na, hilft ja nix.
Was bisher in diesem Kapitel geschah könnt ihr hier nachlesen. Da wir nun gelernt haben wie man weiblichen Rat gibt, lernen wir als nächstes, wie man weiblich gehorcht:
Erstmal werden wir aufgeklärt, WARUM wir gehorchen sollen. 1. Heavens Law  2. damit die Kinder ebenso gehorchen.

HA führt aus, dass, wenn die Frau sich weigert, she sets a pattern of rebellion for her children to follow. Das mag jetzt vielleicht abgeschmackt klingen aber: YOU GO, GIRL! Richtig so, wenn ich etwas nicht will, ist dass meine Kinder lernen stumpf zu gehorchen. Das ist aber ganz ganz furchtbar, weil die Kinder niemals lernen werden das Gesetz zu befolgen, oder eine Autorität anzuerkennen. Sie zitiert dazu C. Northcote Parkinson der die These vertritt, dass die Studentenunruhen in den USA der 70er komplett die Schuld von Frauen ist.

The general movement, I think, begins with the female revolution. Women demanded the vote and equality and ceased to submit to the control of their husbands. In the process they began to lose control of their children.[…]  Pop´s word was law and Mother´s most deadly threat was ‚I shall have to inform your father‘. Nowadays the mother can´t appeal to the children in that way because they have denied paternal authority themselves 

Oh dear, es scheint so als wären Drohungen das einzige adäquate Erziehungsmittel. Und nun ist es weg! Verdammt. Nun muss man tatsächlich sinnvolle, nachvollziehbare Konsequenzen erdenken, damit die Blagen halbwegs parieren. Naja, aus diesem Zitat zu schliessen steht Parkinsons „Argumentation“ auf ziemlich dünnen Eis. Leider finde ich dazu nichts im Internetz,  und Quellen scheinen auch nicht HA´s Ding zu sein, daher kann ich nicht sagen, ob HA etwas weggelassen hat, das dem ganzen mehr Substanz geben würde.
Ihre eigenen Kinder dagegen sind Musterbeispiele an Gehorsam, wie uns die folgende, aus dem Leben gegriffene Konversation, die überhaupt nicht ausgedacht ist, bestätigt.

„When we were growing up I would never have thought of disobeying Dad, would you, Kristine?“ „No I would never, ever have thought of disobeying Dad!“ HA: „Why would you never (ever) have thought of disobeying your father?“ „You were the key, Mom, because you always obeyed Dad, even when it was very difficult“

Oh, bitte! Sie beglückt uns nun mit einer Anekdote aus einer dieser schwierigen Zeiten, wo sie und die Kinder mit dem Wohnwagen nach Florida fahren, während ihr anderer Sohn als Missionar in Schweden war. Ihr wisst schon. Um die ungläubigen Schweden zu bekehren. Anyway, sie bekommen Bescheid, dass es ihm nicht gut geht und er nach Hause geschickt wird. Papa sagt sie sollten besser nach Hause fahren. HA hat aber die Idee (weil sie mit ihrem kleinen Ladybrain nicht in der Lage ist sowas abzuschätzen), er solle doch AUCH nach Florida kommen. Yeah! Ihr Mann setzt sich darüber hinweg, sie fahren nach Hause und alles ist gut. Was lernen wir daraus? Richtig. Gar nichts. Ausser dass es vielleicht eher personenbezogene Gründe sind, warum HA´s Mann ihre Meinung nicht berücksichtigt.

Puuuh, der nächste Abschnitt trägt den Namen Problems in the Patriarchy. Da bin ich ja gespannt. Ach nee, es sind eher Probleme die das Patriarchat gefährden könnten. Meh.

1) When the wife fears failure

Wir sollten immer und immer an unseren Mann glauben, auch wenn er Risiken eingeht, die sie in ihrem Ladybrain nicht versteht. Abraham Lincoln´s Frau Mary Todd (warum hieß sie nicht Mrs. Lincoln?) z.B. hat immer an ihn geglaubt! Deswegen ist er auch ein so großer Mann geworden. Nicht weil er so klug war und die Sklaverei abgeschafft hat. Sie schreibt hier tatsächlich wörtlich, dass wenn er erfolglos bleibt, ist es nur weil seine Frau nicht an ihn glaubt. Gute Güte.

2)When the wife rebels

Nee, da geh ich nicht näher drauf ein, wir kriegen hier nur weiteres Geseier über göttliche Erleuchtung des Mannes, diesmal von dem christlichen Schriftsteller Orson Pratt.

3) When he flounders

Dann soll man sein Selbstbewusstsein aufbauen und ihn bestärken. Fair enough. Schaut mal, ich hab total nichts gegen sowas, aber es sollte auf Gegenseitigkeit beruhen. Zudem hat meine Bestärkung da ein Ende, wo er sich über meine Meinung hinwegsetzt, weil es heisst, dass er diese nicht respektiert. So ist das.

4) When he won´t lead

The world is about to implode. Nee Scherz. Was soll man tun, wenn der Mann ums Verrecken nicht führen mag? Völlig klar, man liest ihm aus der Bibel vor, wo seine Rolle klar beschrieben wird. Danach soll man die Pflichten der Frau besonders gut wahrnehmen, um ihn quasi in diese Rolle zu shamen. Oh Helen.

5) When he leads his children astray

Wenn er nun die Familie in ein Leben der Sünde führt, muss man ihn natürlich verlassen!
Es sei denn er ist nur schwach.Dann muss man abwarten und geduldig sein. (Ja, da steht nicht mehr)

Und was ist nun die Belohnung für all das? Harmonie! Ein männlicherer Mann! Eine Frau mit mehr Zeit für ihre Haushaltspflichten! Kinder die wissen wo der Hammer hängt! Weniger Scheidungen! Weniger Homosexualität! Weniger Gewalt und Verbrechen! Rundum glückliche Menschen! Hach!

Leserbrief Time!

Einer ist von einer Frau, die dank FW erfolgreich gegen die Rechte und die Rolle rebelliert hat, welche ihr „die Gesellschaft“ vorgeschrieben haben. WTF? Eine Feministin? Tatsache! Und wie Feministinnen nunmal sind hat sie, in der Verblendung sie sei ihrem Manne gleichwertig, so lange gemeckert und genöööörgelt, bis sie aus lauter Unzufriedenheit eine Bibel-Klasse besuchen wollte, aber Gott hat sie in ihren Gebeten dazu gedrängt, doch die FW-Klasse stattdessen zu besuchen. Hmm. Dann hat sie, mithilfe der weiblichen Manipulationsskills aus der ersten Hälfte des Kapitels, ihren Mann dazu gebracht, die Steuerrückzahlung zur Hälfte der Suppenküche und zur Hälfte der Kirche zu spenden, trotzdem sie bis über beide Ohren in Schulden stecken. Aber das ist gar nicht schlimm, weil Gott ihr nämlich versprochen hat, dass es ihnen jetzt immer finanziell gut gehen wird. HMMMMMM! Herzchen, es gibt Medikamente für sowas…

Der andere ist nicht so spannend, nur ein weiterer Brief von einer Frau, die ihrem Mann nicht widerspricht und ihm Honig um den Bart schmiert und ihre komplette Selbstachtung aufgibt, damit er ihr sagt wie hübsch sie sei. Hrrrrrmpf.
Nachdem sie nun noch mal alles zusammengefasst hat, beglückt HA uns noch mit einem Merksätzchen:

Remember: It´s always better to let a man have his way and fail, than to stand in his way and make him feel thwarted

Soso.

Nun das wars auch schon wieder. Was haben wir viel gelernt, he? Seid auch beim nächsten Mal wieder dabei, wenn es heißt:

Chapter 9- The Protector
Good night and good luck

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4 responses to “Fascinating Womanhood Chapter 8 Part 2

  • onyx

    Sag mal, kann es sein, dass in jedem Kapitel so ziemlich das gleiche steht?

    • marenleinchen

      Nein! Natürlich nicht! Es ist thematisch nur sehr ähnlich. 🙂
      Aber ich glaub der richtig gute Scheiß kommt noch, hab schonmal ein bisschen vorgeblättert. Da muss ich wahrscheinlich wirklich volltrunken sein um zu bloggen 😀

  • onyx

    Das glaub ich nicht – also das mit dem betrunken sein, um zu bloggen. Eher um das alles erstmal mit heilen Nerven zu Ende zu lesen. Beim Bloggen kannst du ja dann alles wieder rauslassen. 🙂

  • Khaos.Kind

    Solange du nicht wieder anfängst zu putzen statt zu bloggen. 😉

    Ich frage mich wirklich, wie du das aushältst. Ist doch echt nicht zu fassen. Und das ist auch noch ernst gemeint! Hunderte an Frauen haben (wahrscheinlich) versucht danach zu leben. Ich weiß nicht was ich schlimmer fände – daran zu scheitern oder es zu versuchen und das funktioniert dann wirklich. Da halten dich doch alle für bekloppt.

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