Fascinating Womanhood Chapter 11

Glaubt mir, das tut mir mehr weh als euch. Be prepared, wir besprechen die Family Finances.

Wir werden erst einmal wieder daran erinnert, dass der Mann das Geld nach Haus bringt und die Frau das Heim schön macht, ihn bestärkt und freudig Opfer bringt, damit er Erfolg hat. Gut dass sie´s erwähnt, es ist ja nicht so als hätten sich die letzten Kapitel fast ausschliesslich damit beschäftigt. Aber wir sind ja auch Frauen, unsere Hirne sind nicht für solche Schwerstarbeit ausgelegt wie sich Dinge über einen Zeitraum von mehreren Monaten zu merken.

Sie stellt hier also zunächst die These auf, dass es für einen Haushalt und eine Ehe das Beste sei, wenn die Frau ein gewisses Budget bekommt, womit sie die laufenden Kosten wie Essen, Kleidung, Haushaltswaren, persönliche Gegenstände etc. abdeckt, während der Mann sich um Sachen wie Miete, Strom, Versicherungen etc. kümmert. Geschmackssache möchte ich meinen, aber ok.

Das Budget sollte sich nach dem Gehalt des Mannes richten, aber er sollte schon so großzügig sein, dass etwas übrig bleibt, dass man behalten, sparen oder ausgeben kann wie man möchte. Awwww, Taschengeld… Wie nett.

Da der Mann ja nun das Geld nach Haus bringt, hat er natürlich auch zu entscheiden, was für Möbel oder größere Haushaltsgeräte angeschafft werden, die Frau hat bestenfalls ein Mitspracherecht. Auch sollte er die Frau konsultieren, wenn er das Ersparte investiert, es sei aber nicht bindend. Auch werden wir direkt ermahnt, dass ein Streit diesbezüglich die Beziehung problematisch macht.

Whatever you gain by having more control is lost in a dampened relationship

Ja, würd ich auch sagen dass es die Beziehung dämpft, wenn er den Collegefund der Kinder verjubelt. Also besser mal die Klappe halten.

Wie sollen wir uns nun aber verhalten wenn finanzielle Schwierigkeiten auftreten? Etwa arbei… Huch, natürlich nicht!

1. Reduce expenses: Man solle doch mal schauen inwiefern man Einsparungen machen kann, z.B. bei Versicherungen, Essen oder dem Musikunterricht der Kinder. Auch könne man überlegen doch das 2. Auto zu verkaufen. Ahahahaa… Helen, du hast keine Ahnung wovon du redest oder? Ich würde auch darauf wetten, dass nicht sein Auto verkauft wird, trotzdem es eigentlich den ganzen Tag auf dem Firmenparkplatz rumsteht. Nur so ein Gefühl.

2. Trim the luxuries: Ob sie wieder Essen und Versicherungen anführt? Schlimmer. Sie beschwört uns, die Ausgaben soweit zusammenzuzurren, dass man „gut“ leben könnte und auch etwas zum Sparen über hätte. Sie beschwört uns dazu, uns doch nicht von der bösen Werbung beeinflussen zu lassen, die uns dazu bringt monatlich das neuste Haushaltsgerät zu kaufen. Auch die kleinen Luxusse (?) sollten wir uns abschminken. Auch hier denke ich, dass nicht der Mann von den Einsparmaßnahmen betroffen sein wird. Könnt ihr euch vorstellen, wie eine „Fascinating Woman“ ihrem Mann beibringt, dass sein Whiskey oder sein Rasierwasser nicht mehr drin sind? Ich auch nicht.

Welche Probleme können denn nun in diesem Zusammenhang auftreten?

Oha.

1. Confusion of roles: Ok, das ist einfach dumm. Sie schreibt, dass manchmal der Mann der Meinung ist nur Geld verdienen zu müssen, aber seiner Frau alles Finanzielle überlässt. Wenn er dann an das Ersparte rangeht, um es zu „investieren“ ist das dann nicht ok. Ok wäre es aber hingegen, wenn er das Finanzielle händelt, weil derjenige, der das Geld verwaltet, das Recht hat es auszugeben. Das ist das erste dumme. Noch dööfer wirds aber, als sie meint, dass es inhärent schädlich wäre, wenn die Frau denn dann diejenige sei. Weil darum. Blöd.

Dann kommen wir natürlich wieder auf ihr Lieblingshassthema zu sprechen, arbeitende Frauen. Es sei nämlich total blöd wenn die Frau so beschäftigt mit Geldverdienen und Geldsorgen ist, dass das Haus nicht mehr schön ist, sodass der Mann (nicht die Kinder oder sie selbst, der Mann!!!) nicht den Frieden findet, den er braucht.

No wonder he has difficulty solving his money problems or making greater strides in his work

Aaaaaargh!

2. Stress for the wife: Im Wesentlichen wiederholt sie hier nochmal die Thesen von Punkt 1, dass der Mann als Provider auch über das Geld bestimmen muss. Interessanterweise beklagt sie hier, dass die Frau ja nicht in der Lage ist, an z.B. einer schlecht bezahlten Stelle was zu ändern (auch weil der Mann im Beispiel zu doof ist um zu verstehen, warum mehr Kinder auch mehr benötigtes Geld bedeuten und die Notwendigkeit nicht sieht die besser bezahlte Stelle anzunehmen. Ernsthaft!). Das ist ja nun wiederum ein bekanntes feministisches Anliegen gewesen, nur zieht sie hier andere (blödere!) Schlüsse daraus.

Auch sei es ein ganz furchtbares Problem, weil ja die Frau so ihren „sparkle and charm“ verliert, ja sogar krank werden kann.

Women were not designed to worry about money

Und Männer nicht dazu Autos zu fahren, aber guck an, sie tuns. Und sie sagts schon wieder:

If they [men] don´t have enough money, they can work a little harder to increase their income

Für Frauen stünde sowas völlig ausserhalb der Möglichkeiten… -.- Dann spricht sie noch kurz über die Frauen, die freiwillig die Finanzen übernehmen, weil sie ihrem Mann nicht trauen oder meinen (*gasp*) sie könnten es besser. Aber diesen Frauen wird es schlimm ergehen, weil sie sich entweder übernehmen, oder,  was schlimmer ist, wirklich GUT darin werden, was natürlich einen Verlust ihrer Weiblichkeit bedeutet. (Das steht da so! Ich denk mir das nicht aus! Kauft das Buch und lest nach wenn ihr mir nicht glaubt!)

3. When a man makes a mess of things:Ja was ist denn nun wenn man jetzt erleuchtet alles in seine Hände gibt und er loost total ab? Nicht nervös werden oder die Rechnungen kontrollieren. Das muss er jetzt LERNEN! Helen, hast du eine Ahnung, was er alles versauen könnte? Ich geh am Stock! Zudem, es sei ja auch die Schuld der Frau, man hat ihm ja die Möglichkeit verwehrt, Erfahrungen zu machen, böswillig verwehrt! Aber sein Verantwortungsbewusstsein wird wachsen, dann wird alles besser. Man solle ihm auch zeigen wie viel FRÖHLICHER man nun sei, dass er sich jetzt um alles kümmere, wie erleichtert man sei, und das wird auch sein finanzielles Geschick verbessern. Irgendwie.
Solange gibts halt nur Kartoffeln und aus den Säcken schneidert Mami dann Klein-Sally ein hübsches Schulkleid. Jippieh!!

Da wir gerade bei den Kindern sind, wie soll man ihnen den Umgang mit Geld beibringen, und wie umgehen mit Geldsorgen. Da stimme ich HA zu, die Kinder sollten es nach Möglichkeit nicht mitbekommen. Aber sie sollten auch die Grenzen des Familieneinkommens kennen um abschätzen zu können, was sie erwarten können. Und, wie gesagt, Umgang mit (eigenem) Geld. Dazu sollte Taschengeld gegeben werden, dass aber nicht durch Arbeiten im Haushalt kompensiert werden sollen, da diese unabhängig vom Taschengeld als generelle Pflichten gesehen werden. Helen, da sind wir ja mal einer Meinung. Schau an. Hm. Hmmmmmmm. Als nächstes spricht sie davon, dass ältere Kinder Geld durch Babysitten oder Zeitungen austragen verdienen sollten. Aber Helen! Doch keine weiblichen Kinder oder?? Und dann soll man das Kind spielerisch ans Sparen und generelle Vermögensverwaltung ranführen. Wieder, meint sie hier ALLE Kinder??

Leserbriefe!!!

Da haben wir einmal den Fall einer Frau, die nach Lektüre von FW ihrem Mann seine Pflichten zuführen wollte, und der wollte nicht! Der wurde richtig wütend und warf Stühle, weil er beleidigt war, dass er vorher beim Geld nix zu sagen hatte. Dann zeigte sie ihm die Seiten in FW über die Rolle des Mannes und er wurde auf einmal sanft und weich und nahm die Scheckbücher an sich. Am Ende der Woche gab er ihr 15$, weil er die jetzt übrig hätte. Er würde auch dieselbe Arbeit für die sie als dummes Frauchen mehrere Stunden pro Woche gebraucht hätte, in einigen Minuten alle 2 Wochen erledigen. Und sie wüsste ja, dass sie alles von ihm kriegt, so lange es nicht selbstsüchtig ist (??) und er es sich leisten könne. Herzerwärmend.

Dann noch das Beispiel einer Frau, die nach dem Verlust zweier Häuser, eines Autos und dem kompletten Bankrott nicht mehr nervös deswegen ist, weil sie einfach die Rechnungen nicht mehr öffnet! Es ist ja nicht ihre Aufgabe! So einfach ist das! Aua aua aua…

Das nächste Kapitel wird glaub ich spaßiger, da geht es dann um Masculine Pride (grunz). Also seid auch beim nächsten mal wieder dabei.

God night and good luck

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2 responses to “Fascinating Womanhood Chapter 11

  • Rex

    Hmmm … ich frage mich, was sie mit dem GELD gemacht hat, das sie durch ihren Wälzer verdient hat … Schuhe?! 😈
    Naja, wow. Irgendwie überrascht es mich immer wieder, wie man mit so viel Scheiße in der Birne überlebensfähig ist.

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