Ein kurzer Gruß vom Patriarchat

Maximilian Pütz hat also einen Artikel rausgehauen, in dem er mal den weiblichen Teil der Bevölkerung anspricht und diesen Frauen erklärt wie das denn so läuft mit dem Leben und den Männern.

Pütz, dessen Qualifikation als Coach sich auf eine Erzieherausbildung (die er nichtsdestotrotz so zu framen vermag, dass es quasi wie Masterstudiengang klingt) und diverse Fortbildungen in eher zweifelhaften Sachgebieten beschränkt, tut das in so einer paternalistischen, unfassbar herablassenden Art und Weise, dass ich nicht anders konnte, als mich mal eingehender damit zu beschäftigen.

Er fängt folgendermaßen an:

Manches, was ich dann schreibe, kommt vielleicht bei euch an, als würde ich gegen Frauen arbeiten – dem ist aber nicht so. Wenn mir das nachgesagt werden kann, dann schreibe ich höchstens gegen einen bestimmten Frauentyp. Ich liebe und verehre euch und das Weibliche in höchsten Maße, und ich schreibe euch diese Zeilen nicht als euer Feind sondern als euer Freund. Und ein guter Freund zeichnet sich für mich auch dadurch aus , dass er aus Liebe Kritik äußert. Bedenkt bitte, wenn euch manche Dinge verärgern, dass es mir um das Wohl unserer beider Geschlechter geht und vor allem um das Wohl unserer Kinder.

Na guck mal an, der Max is unser Freund, weil er „das Weibliche“, was immer das auch sein mag, verehrt.

Herr Pütz, Sie sind nicht mein Freund. Eine Freundschaft basiert in der Regel auf Gegenseitigkeit, und jemanden, der das verbale Äquivalent von *beunruhigend nah ranrutsch, tief betroffen in die Augen schau und säusel „Ich meins doch nur gut mit dir!“* durchzieht, löst in mir viele Gefühle aus, aber keins davon ist freundschaftlich.

Es gab mal eine Zeit, in der Männer und Frauen ihre festen Rollen hatten. Der Mann ging arbeiten und die Frau sorgte sich um das Wohl der Familie. In der feministischen Weltanschauung war das eine Vergangenheit, in der wir Männer euch unterdrückt und ausgebeutet haben und ihr unter dem Joch dieser Unterdrückung schwer gelitten habt.

Das ist nachweislich so nicht wahr und wie das meiste im Leben etwas differenzierter zu betrachten. Jedes Geschlecht hatte eine feste Rolle mit Rechten und Pflichten. Und auch wenn es stimmt, dass Frauen in dieser Zeit über viele Dinge des Lebens weniger Entscheidungsgewalt hatten, als die Männer, so genossen sie dafür aber auch einen ganz besonderen Schutz was ihr Leben und ihre finanzielle Absicherung betraf.

Ha! Differenzierung. Witzig, wenn im nächsten Absatz das hier kommt:

Wenn Du Nachts mit Deinem Freund durch New York gehen würdest, und plötzlich würden euch zwei maskierte Männer überfallen: Ich wette mit Dir, dass sich Dein Freund oder Mann auch heute noch vor Dich stellen würde und laut „Renn!“ rufen würde. Auch wenn das seinen sicheren Tod bedeuten würde oder zumindest lebensbedrohliche Verletzungen. So sehr lieben wir euch.

Jahaaa! Sooo lieb haben wir euch! Wir alle euch alle. Auch die Männer in den Masken lieben euch. Sie können das nur nicht so zeigen.

Fast jeder Mann teilt bereitwillig sein angehäuftes Vermögen freigiebig mit einer Frau. Er hat kein Problem damit, sie zu versorgen oder ihr teure Geschenke zu machen, was die emanzipierte Frau von heute auch immer noch gerne annimmt.
Jemand aus meinem engsten Bekanntenkreis ist sehr erfolgreicher Unternehmer, er zahlt für seine Freundin im Monat 3000 Euro für ihr Auto, ihre Pferde, Essen etcetera.

Nach einem 12stündigen Arbeitstag kommt er nach Hause und kocht noch für beide, weil sie nicht kochen kann oder will, und er bezahlt zusätzlich noch eine Putzfrau.

Ihr Part des Deals? Sie ist eine Frau und schläft mit ihm. Das ist alles. Würde er ihr sagen, dass er sie versorgt und sie somit auch ihren Teil erfüllen soll – kochen, putzen etc. – dann wäre ein Patriachat und Macho. Da passt für mich irgendwie was nicht zusammen.

Wenn ein Mann sich eine trophy wife leisten möchte (man könnte auch Haustier sagen, meine Katze bringt ähnlich viel in unsere Beziehung ein) und das für sie beide offenbar so ok ist, sehe ich keinen Grund für Mitleid. Und warum soll sie putzen, wenn er jemanden dafür bezahlen kann? Aus Prinzip? Das macht keinen Sinn.

Wenn ich mir die „moderne“ Frau so angucke, dann hat sich bei ihren Wünschen, was einen Mann angeht, nicht wirklich viel geändert. Sie will in erster Linie immer noch den Beschützer und Ernährer.

Das beweisen viele Studien, die ihr gerne nachlesen könnt (Der Focus veröffentlichte im letzen Jahr einen Artikel indem er schrieb, dass 93% aller deutschen Frauen einen Mann mit höherem Einkommen als sie selber haben heiratete)

Und der Spiegel veröffentlichte kürzlich einen Artikel, in dem nachgewiesen wird, dass Weißmehlkonsum und Unfalltode stark korrellieren, weil ein überwältigend hoher Prozentsatz der Unfalltoten regelmäßig Weißmehl konsumiert hat. Bestimmt hat er das. Ich finde nur diese Quelle nicht….

Auch heute noch scheint es den meisten Männern nichts auszumachen, diese Rolle zu übernehmen, obwohl sie dauernd von verschiedensten Medien beschimpft werden und die meisten Frauen nicht mal einen Bruchteil ihres Deals erfüllen.

Wir Männer sind eben leidensfähig und stellen das Wohl der Allgemeinheit oder unserer Familie fast immer über unser eigenes Wohl.

Eine Runde Mitleid bitte für die geplagten Männer der Welt, die niemals nicht an sich selbst denken, während Frauen (aka Der Rest) niemals auch nur ein altruistischer Gedanke durch hier hübsches, doch egoistisches Köpfchen ging. Seufz.

Aber schon jetzt gibt es immer mehr Männer, die sich dem gemeinsamen Leben mit einer Frau komplett verweigern. In Amerika gibt es eine ganze Bewegung die sich „Men going their own way” nennt – Männer, die sich geschworen haben, alleine zu bleiben aus Frustration über den heutigen Status quo und die Weigerung der Frauen, ihren Part der Vereinbarung zu erfüllen.

Ohja, die kenne ich. Hier ist z.B. ein ganz besonders stolzes Exemplar.

Karriere heißt das kapitalistische Zauberwort. Selbst für mich als Mann erschließt sich nicht, warum irgendeine fiktive Position in einem Unternehmen zu erreichen wertvoller sein soll als eine glückliche Familie.

Ich werde jetzt mal ein paar deutliche Worte sprechen, für die ihr mich gerne hassen könnt, weil ich mir vorstellen kann, dass sie wehtun.

Sie haben euch verarscht.

Sagte der selbständige Unternehmer mit dem ausgeprägten Geltungsdrang.

Und nun sollt ihr den gleichen destruktiven Weg gehen wie wir und ihr merkt auch langsam, dass der Feminismus euch nicht das Paradies geöffnet hat, sondern zu den gleichen Sklaven erziehen will, die wir schon lange sind. Und es macht euch, wenn ihr ehrlich seid, schon jetzt nicht glücklich. Seit den 70er Jahren , auch dazu gibt es mehrere Studien, geben Frauen an, immer unglücklicher zu werden.

Das ist so in einer Gesellschaft, in der du verschiedene Wahlmöglichkeiten hast, wie du dein Leben gestalten möchtest. Wer keine Wahl hat, kann auch keine Zweifel an dieser empfinden. Das ist sicherlich auch bei Männern so, aber da interessiert es keinen, weil man ja nur aufzeigen möchte, wie scheiße eigentlich Emanzipation für Frauen ist. Verbieten darf man´s nicht (mehr), da muss man das mehr so hintenrum machen.

Und jetzt stellt euch nen Wodka bereit, es wird ÜBEL!

Wie schwer muss es erst für ein Mutterherz sein, sein kleines Kind, was man selber geboren hat, weinend in einer Kita abzugeben – ich kann und will es mir nicht vorstellen. Aber für solche Gefühle hat unsere Gesellschaft keinen Platz. Es geht darum zu funktionieren und zu wirtschaften. Und so werden selbst Hunde heute besser behandelt als unsere Kinder. Hunde geben wir nicht nach einem halben Jahr den ganzen Tag in eine Fremdbetreuung.

Was. für. eine. widerliche. manipulative. SCHEISSE! Mutterherz! Sein eigenes kleines Kind, was man auch noch selber geboren hat!  WEINEND! GEFÜÜÜÜHLE! HUNDE HABEN ES BESSER ALS KRIPPENKINDER!!!

(Wir bitten um einen Moment Geduld, die Autorin ist sofort wieder für sie da)

So, geht wieder. Machen wir erstmal weiter.

Wenn ihr wirklich glaubt, dass die Politik als Erfüllungsgehilfe der Wirtschaft euer Wohl im Sinne hat, dann seid ihr ziemlich naiv, denn man hat euch verarscht.

Es geht nicht um euer Wohl. Es geht wie so vieles in unserem System einfach nur um das Geld. Es geht darum, dass ihr auch arbeitet, damit ihr auch Geld verdient, damit ihr noch mehr konsumieren könnt. Es geht darum, dass ihr möglichst schnell nach der Geburt wieder arbeitet, um schnell wieder Steuern zu zahlen. Dazu ein Zitat, das jeder, ob Mann oder Frau kennen sollte.

Wenn ihr wirklich glaubt, dass Max Pütz euer Wohl in im Sinne hat, dann würde ich aber auch nochmal scharf nachdenken. Es geht nicht um euer/unser Wohl, es geht um das Verbreiten seiner Wertvorstellungen, den Erhalt/Wiederaufbau eines Status Quo, um Sehnsucht nach einer Zeit, in der alles viel einfacher war, wo jeder seinen angestammten Platz hatte, der bei Frauen, wie auch bei anderen „Anderen“ immer ein mehr oder weniger großes Stückchen unter dem des Mannes war, weil dieser der unangefochtene Meister des Universums war. Aber es geht nicht darum was Frauen, oder Kinder, wollen. Pütz z.B. ist gelernter Erzieher, was im Prinzip bedeutet, dass er in den meisten Fällen seinen potentiellen Frauen in Sachen Kindererziehung überlegen wäre. Diese Konstellation wird aber interessanterweise nicht angesprochen.

Wenn wir uns emanzipieren müssen, dann von den Vorstellungen und Erwartungen unserer heutigen Gesellschaft und ihren kranken Werten – und zwar beide Geschlechter!

Anstatt das wir gemeinsam gegen diese Ungerechtigkeiten aufbegehren, hetzen sie uns systematisch gegeinander auf, so das wir uns gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben.

Mir geht nicht in den Kopf, wie heutzutage fast jeder selbstverständlich davon ausgehen würde, dass eine Frau, die im Vorstand eines Unternehmens gelandet ist, mehr geleistet haben soll, als eine, die zwei gesunde selbstbewusste Kinder aufgezogen hat.

Was ist eigentlich mit uns los, dass auch nur einer diese Lüge glaubt? Wir vergleichen hier lebendige Lebewesen mit toten Zahlen irgendeines beschissenen Aktienkurses.

Wir reden abfällig vom „Heimchen am Herd“ und verunglimpfen damit die wichtigste, verantwortungsvollste Aufgabe, die es überhaupt für uns Menschen gibt.

Männer arbeiteten und starben nur um einen Zweck zu erfüllen – diese Berufung zu ermöglichen und zu beschützen.

*schleim* Da haben wir wieder „the ominous they“ (Tyrion Lannister), die irgendwie davon profitieren Männer und Frauen gegeneinander aufzuhetzen. Wenn Herr Pütz das so vertreten darf, darf ich auch weiterhin von einer paternalistischen Gesellschaft aka PATRIARCHAT sprechen. Einfach mal wieder lieb zueinander sein, dann klappt das auch mit dem Glücklichsein und dem Weltfrieden.

Die Natur oder von mir aus Gott hat zwei Geschlechter geschaffen, und das hat auch einen ganz bestimmten Grund. Sonst hätten wir auch Zwitter sein können. Kein Geschlecht ist besser oder schlechter als das andere – aber im Gegensatz zu dem, was uns ein paar Idioten weismachen wollen, haben wir beide besondere Fähigkeiten und Stärken, die, kommen sie zusammen, eine perfekte Symbiose bilden. Und anstatt dass jeder liebevoll seinen Teil erfüllt, werdet ihr Frauen seit Jahren systematisch gegen uns Männer aufgehetzt, und euch wird suggeriert, wir würden zu wenig im Haushalt helfen. Was nachweislich Blödsinn ist. Vielleicht putzen und kochen wir Männer weniger, weil es den meisten einfach nicht so liegt, aber bitte geht doch mal in euch und überlegt, welche tausend andere kleine Aufgaben euer Freund/Mann jeden Tag für euch erledigt, ohne ein großes Tamtam daraus zu machen und sich bei euch zu beschweren, ihr müsstet jetzt auch euren Teil an den Reperatur/Renorvierungsarbeiten, technischen Installationen, Verträgen, Steuererklärungen, Gartenarbeiten und so weiter beitragen.

Wir sind keine Zwitter, weil Frauen besser kochen und Männer besser Verträge abschließen können. Das verdient doch mal nen slowclap.

Ich bin fest davon überzeugt ,dass das klassische Familienmodell für beide Geschlechter am besten funktioniert und beide am zufriedensten macht. Deswegen hat es meiner Meinung nach auch über Jahrhunderte funktioniert und tut es in den meisten Plätzen dieser Erde immer noch.

Ich finde es großartig, dass es heutzutage für Frauen auch die Möglichkeit gibt, diesem Modell nicht zu folgen oder ein Leben lang Single zu bleiben und kinderlos zu bleiben.

Jede Frau sollte das Recht haben, Karriere zu machen und mit den Männern, die 14-Stunden-Tage haben, zu konkurrieren, wenn sie es will. Aber bitte seid dann konsequent und macht Karriere und zeugt keine Kinder, für die ihr eh keine Zeit habt oder haben wollt. Die Vereinbarung von Kind und Karriere ist und bleibt ein Mythos und geht immer zu Lasten derjenigen, die am wenigsten für unsere Hybris können. Unsere Kinder.

Das gilt natürlich nur für Frauen, wenn Männer „Karriere machen“ und nen Haufen Kinder in die Welt setzen, für die sie keine Zeit haben wird nicht mal mit der Wimper gezuckt. Auch nicht von Ex-Erziehern.

Aber das brauche ich euch wahrscheinlich gar nicht zu erklären, da ihr viel schlauer seid, als die Politik annimmt, und die meisten sich eh dieses Leben nicht antun und lieber Teilzeit arbeiten.

So findet man meiner Meinung nach nicht so wenige Frauen in Führungsetagen wegen irgendwelcher herbeidiskutierten gläsernen Decken, sondern einfach weil die meisten Frauen es weder nötig noch Lust darauf haben, ihr Leben für die Arbeit zu opfern.

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass viele von euch einfach diesem Lebensmodell folgen, weil das halt eine moderne, emanzipierte Frau ausmacht. Und genau da liegt der Irrtum.

Emanzipation, meine lieben Damen, heißt nicht das tun, was euch der Staat oder der Feminismus vorschreiben, sondern das, was eurem Herzen und eurer Seele am meisten entspricht.

Und wenn das „Mutter und Hausfrau sein“ heißt, dann seid ihr nicht konservativ oder doof. Sondern in unserer Gesellschaft klarer, moderner und progressiver als viele eurer Geschlechtsgenossinnen.

Boah, das trieft aber mal jetzt so richtig. Und ist es nicht schön, dass Max Pütz, wie so viele andere konservative Männer auch, mal so GANZ genau weiß, was Frauen wollen? Und wenn ihr jetzt hinaus geht, arbeitet und Kinder bekommt und die auch noch ab und zu mal fremdbetreuen lasst, dann ist der Max ganz arg enttäuscht von euch und hat euch nicht mehr lieb. Wahrscheinlich wird euch auch das Taschengeld gestrichen und  dieWendy könnt ihr euch auch vonne Backe putzen.

Wenn ihr wissen wollt, was wahre Emanzipation ist, hört einfach auf das was Männer euch sagen und macht einfach das weiter, was Jahrhunderte „gut funktioniert“ hat. Das ist nämlich total progressiv.

In diesem Sinne möchte ich diesen Artikel gerne mit einer Pützesquen Schleimbombe beschließen:

In Liebe und Anerkennung eurer Leistungen
Euer Maximilian

Kussi, Maxi. HDGDL, Tschööö

Deine Maren

 

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151 responses to “Ein kurzer Gruß vom Patriarchat

  • Stephi

    Maren, ich liebe deinen Sarkasmus xD

  • Resolute Nuss

    Finde meistens auch diese allgemeinen Aussagen über ein gesamtes Geschlecht furchtbar, wobei Leute die direkt eine Behauptung über eine Person als solches interpretieren natürlich auch nicht besser sind.

  • Ianeira

    Frauen heiraten Männer mit mehr Einkommen? Kann nicht vielelicht an der Gender Pay Gap liegen und daran, dass Ehe und Kinder Karrierefrauen schaden, aber Männern helfen?

    Ja, Kapitalismus ist Mist, aber da ist es ja keine Lösung, die Frauen kein Kapital haben zu lassen, oder? Das schafft ihn nicht ab, sondern eine Abhängigkeitssituation. Yay, 50ties.

    So, durchgelesen… habe Schmerzen im Kopf. Wie kann man denn so einen Rotz zusammenschreiben? Rollenbinärität ist alt, also gut? Schon mal abgelaufende Wurst gegessen? Schmeckt scheiße!

    Kinder sind ja so toll und wichtig! Aber Männer können sich auf keinen Fall um die kümmern. Weil… Genetik und so, voll unmöglich. Da würde ja die ganze Männlichkeit runterfallen und mit Baby auf dem Arm kann man sich nicht bücken um sie einzusammeln.

    Ach, was weiß ich, ich kapiere nicht, wie man so denken kann.

    • Vinzenz

      @Ianeira: „Ach, was weiß ich, ich kapiere nicht, wie man so denken kann.“
      Freiheit bringt auch Nachteile mit sich. Es gibt Leute, die leben gern in einem festgelegten Rahmen. Da kennt man seinen Platz, weiss was man zu tun hat und wofür man da ist. Das Leben hat Struktur und (vielleicht sogar) einen Sinn. So funktioniert das auch mit Geschlechterrollen.
      Meine Vorstellung vom Leben ist das nicht. Aber Freiheit bedeutet eben auch immer die Freiheit, seine Freiheit nicht zu nutzen (ergibt das Sinn?). Nunja, also ich versteh das so, dass er halt eine Partnerin sucht, die das genauso sieht, und dann sollen sie einfach zusammen glücklich werden und in den Sonnenuntergang reiten (bzw. er trägt sie oder was auch immer).
      Wieso ist das für euch ein Problem? Kann er doch so machen. Er sagt ja auch explizit, dass das nur seine Meinung ist: „Ich finde es großartig, dass es heutzutage für Frauen auch die Möglichkeit gibt, diesem Modell nicht zu folgen oder ein Leben lang Single zu bleiben und kinderlos zu bleiben.“
      Er ist halt von seiner eigenen Wahl fest überzeugt, und versucht vielleicht auch euch zu überzeugen. Aber er unterdrückt doch niemanden. Ersagt nicht, dass seine die einzig richtige Wahl ist. Ich habe nirgendwo etwas von Zwang gelesen. Wieso heisst der Artikel dann „Ein Gruß vom Patriarchat“?
      Also nochmal die Frage, denn ich hätte wirklich gern eine Antwort darauf: Wieso habt ihr ein Problem damit, wenn er sein Leben so leben will? Wieso darf man in der freien Rollenwahl die klassische Geschlechterrolle nicht wählen, und was für einer Definition von Freiheit entspricht das?

      • marenleinchen

        *Nunja, also ich versteh das so, dass er halt eine Partnerin sucht, die das genauso sieht, und dann sollen sie einfach zusammen glücklich werden und in den Sonnenuntergang reiten (bzw. er trägt sie oder was auch immer).*

        Genau, deswegen formuliert er das als offenen Brief an alle Frauen.

        *Wieso habt ihr ein Problem damit, wenn er sein Leben so leben will? Wieso darf man in der freien Rollenwahl die klassische Geschlechterrolle nicht wählen, und was für einer Definition von Freiheit entspricht das?*

        Er darf wählen. Er will aber dass alle anderen auch so wählen. Dazu benutzt er ausgesprochen manipulative Rhetorik. Achte mal drauf.

      • Vinzenz

        „Genau, deswegen formuliert er das als offenen Brief an alle Frauen.“
        Vielleicht läuft’s ja nicht so gut bei seiner Suche? Oder er will einfach nur seine Meinung kund tun. Vermutlich denk er sogar, dass er den Frauen damit ein Gefallen tut, weil es ihnen viel besser ginge, wenn sie seinen Weg wählen würden.

        „Er darf wählen. Er will aber dass alle anderen auch so wählen.“
        Du meinst so wie du willst, dass keiner die klassischen Geschlechterrollen wählt?
        Vielleicht will er dich ja von seinem Weltbild überzeugen, überreden oder dich gar dazu verleiten. Also ja, es geht ihm „[…] um das Verbreiten seiner Wertvorstellungen, den Erhalt/Wiederaufbau eines Status Quo, um Sehnsucht nach einer Zeit, in der alles viel einfacher war, wo jeder seinen angestammten Platz hatte […]“. Aber er zwingt dich nicht. Das sagt er doch recht deutlich und eindeutig.

        „Dazu benutzt er ausgesprochen manipulative Rhetorik. Achte mal drauf.“
        Inwiefern seine Rhetorik manipulativ ist… na gut, bei den Babies und Mutterherzen war er ziemlich theatralisch.

        Alles in allem stimme ich seinem Weltbild nicht zu, aber es repräsentiert weder das Patriarchat noch die Unterdrückung der Frauen.

    • MB

      Nein, kann NICHT am Gender Pay Gap liegen. Auch Frauen in Führungspositionen wollen keinen Hartz4-Empfänger. Die Wahlkriterien sind nicht vom Einkommen abhängig. Leider völlig falsch, die These. Liegt wieder an der völlig falschen Grundannahme von der tabula rasa. Wer die unterschiedlichen Bedürfnisse, Vorlieben und Interessen der Geschlechter ignoriert, kommt auch zu falschen Endergebnissen. Der Gender Pay Gap resultiert aus genau 2 Dingen: 1.) Frauen werden Mütter. Mit diesem einschneidenden Erlebnis verändert sich für viele Frauen die Prioritätensetzung im Leben. Der Job ist ihnen dann einfach nicht mehr so wichtig. Die Väter sind in der Regel dann so verantwortungsbewußt, dafür in die Bresche zu springen. 2.) Frauen, vor allem solche mit Bildungshintergrund können sich den Luxus erlauben, ihren Beruf nach Selbstverwirklichungsgrundsätzen zu betreiben. Männer hingegen sind von vornherein mit dem Motiv gestartet, Kohle zu machen. Weil sie sich auf dem „Partnermarkt“ damit Vorteile verschaffen können, haben sie eine gewichtige „Senkundärmotivation“, die bei den Frauen entfällt. Hier geht es wie gesagt um Selbstverwirklichung. Die Geschlechter sind also mit völlig unterschiedlichen Grundmotivationen am Start. Und erzielen darum auch andere Ergebnisse. Thats it, Zudem werden männlich Eigenschaften wie Zielstrebigkeit und großes Selbstvertrauen von der Mehrheit der Frauen besonders attraktiv gefunden. Solche Eigenschaften lassen nämllich frühzeitig darauf schließen, dass er sich behaupten kann in der Welt. Klar, dass solche Männer auch bei Gehaltsverhandlungen mehr rauszuholen Vermögen. Dass Frauen nach „Versorgern“ suchen, selbst wenn sie es nicht müssten, bringt ihnen eben auch in der heutigen Zeit noch den Vorteil ein, sich auf die Dinge focussieren zu können, die Ihnen im Leben mehr bedeuten, als der fucking Job.

  • m

    Na wie gut, dass keine Feministin jemals in herablassendem und oberlehrerhaften Ton den Männern erklärt hat, wie das denn so zu laufen hat mit dem Leben und den Frauen. ^^

  • Rexi

    Ich wette mit Dir, dass sich Dein Freund oder Mann auch heute noch vor Dich stellen würde und laut „Renn!“ rufen würde. Auch wenn das seinen sicheren Tod bedeuten würde oder zumindest lebensbedrohliche Verletzungen. So sehr lieben wir euch.

    Wenn meine Tante Räder hätte, wäre sie ein Autobus.

    Jemand aus meinem engsten Bekanntenkreis ist sehr erfolgreicher Unternehmer, er zahlt für seine Freundin im Monat 3000 Euro für ihr Auto, ihre Pferde, Essen etcetera.

    „Der Freund des Bruders meines ehemaligen Arbeitskollegen hat …“

    Et cetera. Alleine diese möchtegern vertraute, GÖNNERHAFTE Sprache. Wenn er das männliche Geschlecht ansprechen würde, käme sicher das Wort „Sportsfreund“, wahlweise auch „mein Junge“ vor. Urgs!

  • zuerstmensch

    Gefällt mir sehr gut. Einzig und allein das „Patriarchat“ gehört aus meiner Sicht unter Anführungszeichen im Titel, Dieser Mensch ist kein Vertreter „des Patriarchats“ , dass ist schlichtweg ein rückständiger Trottel, mit Sicht „Frau=Soprgemutter, Mann=Ernährervater“. Einer von denen die dafür sorgen, das im Sorgerecht nichts weitergeht. Und die gbit es echt überall und in jeder Ausprägung. Idiotie hat kein Geschlecht.

    • marenleinchen

      Nun, er IST in Christians Patriarchatsverteiler, von daher halte ich den Ausdruck schon für korrekt, auf mehreren Ebenen.

    • MB

      Die zwanghafte Gleichmacherei der Grschlechter im Stile des ehemals real-existierenden Sozialismus – das ist Idiotie. Die Annahme, wir kämen als tabula rasa zur Welt – das ist Idiotie. Zu Glauben, dass der „männlich“ Lebensentwurf zum Leitmotiv der modernen Frau erklärt werden sollte – das ist Idiotie! Die Annahme, männliches Status-, Macht- und Karrierestreben sei ein Selbstzweck, der der Selbstverwirklichung dient, wie sie von der großen Mehrheit der Abiturientinnen bei der Studien- und Berufswahl betrieben wird – das ist Idiotie. Zu Glauben, dass das sogenannte moderne Männerbild, das von einer weiblichen Minderheit mit akutem Penisneid propagiert wird, würde von der Mehrheit der Frauen begehrt werden – das ist Idiotie. Sinnvolle geschlechtsspezifische Aufgabenverteilung innerhalb der Familie als rückständig zu brandmarken – das ist Idiotie. Und ja, Idiotie kennt offenbar kein Geschlecht.

  • Patrick Holenstein

    Woaw hab nur angefangen zu lesen und mir dann gedacht, manche Menschen müssen zuviel Zeit im Leben zu haben. Um so einen langen Text zu schreiben. Den eh niemand ganz durchliest der ein spannendes Leben hat. Arme Leute

  • Peter

    Liest sich… schlimm.

    5 Minuten meiner Lebenszeit für hysterisches Gekreische in Textform verschwendet. yay!

  • Jemand

    Meine Fresse, was für eine unsachliche, polemische Scheiße.
    Und da erwarten Feministinnen, daß man sie ernst nimmt, wenn sie wie kleine Kindergartenmädchen im Sandkasten herumplärren und herumzicken?
    Hat schon seinen Grund, daß in der Umfrage der Times Feminismus mit 48% weeeeeit vorne bei der Wahl des unbeliebtesten Begriffs 2014 lag.

  • bassteeeBasti

    Also hab mir alles durchgelesen…. nun ja, ich hätte es interessant gefunden, wenn du deutlich gemacht hättest WAS du gegen seine Aussagen hast und nicht nur mit Ironie und Spott kommentiert hättest.
    Es wird klar, das du gegen seine Aussagen bist oder sie für schwachsinn hälst…. aber leider nicht warum 🙂
    Und das hätte mich aber interessiert.

  • mydayyyyy

    Ich verstehe nicht ganz wie man das so verdrehen kann? Deine Schlussfolgerungen zu seinen Aussagen sind absolut ins negative gezogen als wenn du nicht mal was anderes in Betracht gezogen hättest. Max hat seit Jahren die antizipierte und selbstbewusste Frau bevorzugt und verteidigt. Es kommt leider eher so rüber als versuchst du mit aller Macht eine Aussage zu kritisieren weil sie von einem Mann kommt.
    Das Ziel ist doch die Gleichberechtigung der beiden Geschlechter und das erreichst du nicht mit unbegründeten unsachlichen Angriffen.

    • marenleinchen

      Die Angriffe sind sehr wohl begründet, er verteufelt das Bild der Berufstätigen/Karrierefrau insbesondere wenn sie Mütter sind.
      Die Wortwahl ist dabei höchst manipulativ:
      („Unsere Kinder“, „Ihr seid doch viel schlauer…“)

      So redet man nicht mit erwachsenen Frauen, so redet man mit Kindern. Mit Kindern die man in eine bestimmte Richtung schieben will.

      • peter@discardmail.com

        So redet MAN nicht mit erwachsenen Frauen, so redet MAN mit Kindern. Mit Kindern die MAN in eine bestimmte Richtung schieben will…

  • santini83

    Warum sind es eigentlich immer die fetten und hässlichen Weiber, die so abgehen wie du? Habe noch nie eine schöne Feministin gesehen oder wie sagte Lafontaine mal „Feminismus ist die Rache der hässlichen Frauen an den Männern der schönen Frauen“

  • Margret

    Toll, der Herr Pütz, Wahnsinn, was für ein Mann. Selbst offen poly… irgendwas leben, keine Familie in Sicht, aber Frauen erzählen, dass für ALLE Frauen natürlich Familie und zwar Familie im traditionellen Modell das Nonplusultra ist. Für Männer schon auch, aber doch irgendwie doch nicht, weil ja das traditionelle Familienmodell schon irgendwie besser ist. Und das von einem, der noch nicht mal IM ANSATZ irgendeine glückliche Familie vorzuweisen hat, sondern selbst angibt, sich fröhlich durch die Betten zu p … naja zu schlafen. Natürlich weiß er aber trotzdem, dass das traditionelle Familienmodell das beste für Frauen ist … weil, weil …ja weil halt. Weil es der Herr Pütz sagt.
    Natürlich ist es auch zwingend die Frau, die das Kind in der Krippe abgibt, denn eigentlich ist das mit der Kinderbetreuung schon ihre Aufgabe.

    Und Karrierefrauen sollen natürlich keine Kinder bekommen, nein, aber bei Männern ist es natürlich kein Problem, wenn sie Karriere machen und Kinder zeugen und sich dann vor lauter Karriere nicht drum kümmern. Mir wird schlecht. Sowas nennt man Wasser predigen und Wein saufen. Himmel, ich bin sowas von auf 180, ich hab solche Typen gefressen. Und dann noch den tollen Erorberungscoach geben aber das Familienmodell der 50er im Hinterkopf. Wenn Frauen wie in den 50ern leben würden, könnte er seine Eroberungstricks vergessen, da wäre nämlich Jungsfräulichkeit angesagt.

  • MB

    Mir ist leider noch KEINE Frau begegnet, die in der Lage gewesen wäre, ihre Selektionskriterien auf dem Partnermarkt und die der überwältigenden Mehrheit ihrer Geschlechtsgenossinnen zu reflektieren und wahrheitsgemäß wiederzugeben. Warum wirken denn Männer mit Macht und Geld auf die meisten Frauen wie ein Magnet, auch auf solche, die beides ebenfalls ihr eigen nennen können? Warum sind männliche Hartz4-Empfänger auf dem Partnermarkt nahezu unvermittelbar, weibliche aber nicht? Wäre es anders, die allermeisten Männer würden stumpf und faul ums Lagerfeuer herumsitzen und Ravioli aus der Dose fressen. Stattdessen versucht er, Karriere zu machen, damit er eine ankriegt, damit ihm die nicht wieder wegläuft und damit dann auch die Familie finanziell abgesichert ist. Da hat die Männerwelt dank weiblicher Selektionskriterien verdammt wenig „Wahlfreiheit“. Und wie siehts mit den Frauen aus? Warum entscheiden sich viele auch gebildete Frauen für die Kinder und gegen Karriere? Weil sie es KÖNNEN und weil sie SCHLAU sind. Denn was bereuen Menschen auf dem Sterbebett? Na? Dass sie zu wenig Zeit für die Familie hatten und zuviel Zeit mit Beruf und Karriere verschwendet haben. Die eine oder andere „Feministin“ wird sicher auch noch dahinter kommen. Spätestens auf dem Sterbebett.

    • Stephi

      @MB

      Wenn zu viele Frauen auf Karriere-Männer fixiert sind, warum haben dann die meisten Männer aus der Arbeiterklasse trotzdem eine Frau an ihrer Seite? Und wenn Frauen so eine leichte Wahl haben, warum müssen dann diejenigen, die nicht gerade die attraktivsten Weibchen unter der Sonne sind, häufig gegen Schönheiten den kürzeren ziehen? Warum kommt es wohl nicht so selten vor, dass gerade die erfolgreichen Karriere-Männer irgendwann die Ehefrau durch ein blutjunges Vorzeigepüppchen ersetzen?

      Ich würde diversen Männern erstmal vorschlagen, dass sie sich erstmal selbst reflektieren, bevor sie die Partnerwahl der Frauen in Frage stellen. Wären sie selbst nämlich nicht ständig mit den optisch sehr attraktiven Frauen beschäfigt, die nicht selten aufgrund ihrer „Großartigkeit“ höhere Ansprüche auf dem potentiellen Partner haben, dann würden sie merken, dass Frauen an sich nicht nur auf „Arschlöcher mit Geld“ stehen, diesen Blödsinn, den ich ständig zu lesen bekomme. Hier wird die Partnerwahl der Frauen nämlich deswegen ins Lächerliche gezogen, um sich selbst aufzuwerden („Das liegt nicht an mir, sondern nur an den Frauen…“). Oder man(n) behauptet, ohne das weibliche Geschlecht und ihre Ansprüche würden Männer nur am Lagerfeuer sitzen und Ravioli futtern…

      • MB

        Oh man, so viel Unsinn tut langsam wirklich weh. Noch mal für die ganz doofen: Ja, die bösen bösen Männer stehen auf hübsche junge Frauen, aber hat hier irgendjemand irgendwann etwas anderes behauptet oder dieses bestritten? Gibt es Männerrechtler, die häßliche Frauen fordern, weil Schönheit ja nicht dem Bild der neuen modernen Frau entspricht? Eben. Wer es immer noch nicht kapiert hat: das Männerbild, das von Feministinnen gefördert wird, wird von der überwältigenden Mehrheit der Frau bei der Partnerwahl sanktioniert. Das zeigen die anonymisierten Daten in Partnerbörsen ganz eindeutig. Hier, im Verborgenen, sind die „Vorlieben“ für Status, Geld und Macht ohne Umschweife erkennbar, werden öffentlich aber regelmäßig bestritten. Diesen Widerspruch zu erkennen und zuzugeben, wäre schon mal der erste Schritt zu sowas wie Selbstreflexionsvermögen. Männer müssen hier nix zugeben, den ihre Vorlieben sind offensichtlich und niemand fordert öffentlich einen gegenteiligen Frauentyp. Das Arbeiterbeispiel ist auch ein sehr schlechtes. Die Frage auf dem „Partnermarkt“ ist doch letztlich immer, was hat sie ihm zu bieten, das SEINEN Wünschen entspricht und umgekehrt. Im übrigen rangiert der einfache Arbeiter noch deutlich über Hartz4. Und Hartz4-Männer bilden sozusagen den Bodensatz auf dem Heiratsmarkt. Hartz-4 Frauen aber nicht. Unsere Selektionskriterien sind eben auch ein Indiz für die jeweilige Chance auf „Fortpflanzungserfolg“. Die Eizellen der Frau sind so alt wie die Frau selbst. Und die Chance einer Empfängnis verringert sich ab 40 rapide. Kann also kein Zufall sein, dass Männer Frauen zwischen 20-40 bevorzugen, ganz egal, wie alt sie sind. Die männlichen Spermien hingegen werden immer wieder neu produziert, auch wenn die „Qualität“ im Alter schlechter wird, können viele Männer sehr weit jenseits der 40 noch ohne Probleme Vater werden. Und es ist sicher darum ebenfalls kein Zufall, dass den Frauen ein „junger“ Partner eher weniger wichtig ist. Aber das ist natürlich alles nur biologistischer Scheiß, schon klar…

      • Shark

        Und weil Hartz IV-Empfänger bei Frauen nicht gut ankommen (gibt es da eigentlich einen Beleg dafür, dass Männer eine Hartz IV-Empfängerin genauso gerne nehmen, wie eine Frau, die einen Job hat?), streben alle Frauen nach mächtigen, statusträchtigen Männern. Der ultimative Beweis.

      • Stephi

        @MB

        Ich habe Männer hier keinen Vorwurf gemacht, wenn sie auf hübsche und junge Frauen stehen (wie kommst du denn darauf?). Aber genauso sollte man Frauen, wenn diese denn tatsächlich Männer mit hohen Status und beruflichen Erfolg mögen, ebenfalls nicht verurteilen. Aber genau das passiert ja ständig, viele Männer lamentieren über Frauen, weil sie angeblich zu viel Wert auf die Dicke seines Geldbeutels legen, und Liebe deswegen für sie nur eine untergeordnete Rolle spielen. Wie sollen dann die Frauen, die tatsächlich statushohe Männer eher zugetan sind, offen zu ihrem Beuteschema stehen, wenn ihr Bekenntnis sofort gegen sie verwendet und ihr agesprochen wird, ihn auch um seiner selbst Willen zu lieben? Was soll ihnen ihre Selbstreflektion bitteschön bringen? Fühlst du dich dann persönlich besser? Männer haben für ihre Partnerwahl eine gute „Ausrede“ parat, wegen Bilogie, Familiengründung und so, aber von Frauen wird erwartet, dass sie sich emanziperen und sie bitte nicht so oberflächlich sein sollen. Jeder kann den jenigen lieben, wen er oder sie möchte, aber dann bitte ohne den Anspruch zu erheben, dass romantischere Geschlecht zu sein. Dass Frauen jedoch nicht so sehr auf Status-Männer fixiert sind wie du es glaubst, davon bin ich nachwievor überzeugt. Und komm mir nicht schon wieder nicht an mit „Männer haben es schwerer auf dem Partnermarkt als Frauen“, es ist ja nicht so, dass wir ein Männerüberschuss haben wie in Indien oder in China.

      • Ianeira

        @MB:
        Really? Männer haben keine biologische Uhr und daher haben Frauen keine Ausrede auf Junge Kerle zu stehen?
        So ein dummes Märchen. Spermien werden a) (sehr langsam) weniger, b) ineffizienter und c) steigert sich ab 55 Jahren die wahrscheinlichkeit für Erbkrankheiten, Mutationen etc.
        Heißt, das ältere Menschen immer eher benachteiligt beim Kinderkriegen sind, nicht nur Frauen.

        Ich sehe nicht, wo das Problem liegt, zu sagen, dass jeder Mensch einen Partner mit einen ähnlich hohen Status wie er selbst hat, sucht. Das trifft bei Schönheit, Beruf, Charisma, Intelligenz und allem Möglichen zu. Je nach individuellem Geschmack, Tolleranzbereich und Prioritäten wird dann verschoben, aber insgesamt ist Paare oft eher auf einer sozialen Wellenlänge.
        Das Frauen noch immer eher häuslich und Männer karriereorientiert Sozialisiert werden sorgt natürlich für die Versorger-Situation, die uns alle ankozt.
        Ich verstehe total, wenn man als Mann keine Hausfrau versorgen will. Genauso käme ich mir komisch vor, wenn ich versorgte Hausfrau wäre. Kann man ja beides Schön finden, aber doch nicht so belehrend als Idealzustand anpreisen.
        ICh will aus niemandem die Versorgerehe madig machen, wenn es das ist, was man wirklich will. Wenns eine gefällt (BEIDEN!) dann ists doch toll, aber wenn einer sich verarscht vorkommt (egal ob nun er oder sie), dann ists halt nicht das richtige und dann sollte die Freiheit da sein, was zu ändern.
        Ich meine hierbei dauerhafte Arrgangements, keine Elternzeit etc.

  • Margret

    bei allesevolution habe ich einen Kommentar zu dem Artikel gepostet, der hier vielleicht auch passt:

    Falls jemand noch ein Paradebeispiel für Doppelmoral unter Männerrechtlern braucht, hier bitte

    http://www.donotlink.com/framed?27853.

    Da haben wir also den Herrn Pütz. Der Herr Pütz ist selbst bekennend polyamor … irgendwas und, wie wir wissen, PickUp-Guru. Der Herr Pütz hat keine Familie. Dennoch erklärt der Herr Pütz DEN Frauen an sich, dass eine Familie für DIE Frauen an sich die tollste Sache der Welt ist. Also für jede Frau. Für Männer schon auch, aber auch wieder nicht so richtig, weil das traditionelle Familienmodell schon das Beste ist (wir erinnern uns an dieser Stelle nochmals an Herrn Pütz eigenen Lebensentwurf). Prinzipiell findet es der Herr Pütz schon gut, dass Frauen wählen können, wie sie leben wollen, aber gleichzeitig erklärt der Herr Pütz ihnen, dass diese Wahlfreiheit nur Verarsche war, weil sie mit dem traditionellen Familienmodell besser fahren. WENN Frauen aber schon Karriere machen müssen, dann fordert der Herr Pütz diese Frauen auf, doch bitte dann wenigstens keine Kinder zu bekommen. Dass Männer, die Karriere machen, sich auch nicht so wirklich um ihre Kinder kümmern können, erwähnt der Herr Pütz nicht. Die dürfen offenbar trotzdem Karriere machen, also trotz Kindern.

    „Aber bitte seid dann konsequent und macht Karriere und zeugt keine Kinder, für die ihr eh keine Zeit habt oder haben wollt. Die Vereinbarung von Kind und Karriere ist und bleibt ein Mythos und geht immer zu Lasten derjenigen, die am wenigsten für unsere Hybris können. Unsere Kinder.“

    Unsere Kinder? Also dem Herrn Pütz seine Kinder? Meine Kinder? Die Kinder von allen? Und „keine Kinder zeugen? Man würde ja gerne glauben, dass der Herr Pütz beide Geschlechter anspricht, beim „Nicht-Kinderzeugen“ samt Karriere, aber dem ist leider nicht so, da sich sein Schreiben ja an „die Frauen“ richtet, um die es auch im gesamten Absatz geht.

    Natürlich sind es auch DIE Frauen, die die Kinder weinend in der KITA abgeben, dass diese Kinder auch einen Vater haben könnten, kommt dem Herrn Pütz nicht in den Sinn.

    Der Herr Pütz findet es eine Leistung, wenn eine Frau 2 gesunde Kinder aufzieht (ist es dann eigentlich keine Leistung z. B. ein behindertes Kind aufzuziehen?), aber er beklagt etwas weiter oben, dass Männer Frauen aushalten würden und deswegen gibt es ja jetzt diese neue Bewegung in den USA, bestehend aus Männern, die bewusst allein leben (wir erinnern uns andererseits an sein Modell von der „glücklichen Familie“ als das gelbe vom Ei für beide Geschlechter),

    Der Herr Pütz erklärt DEN Frauen gönnerhaft, dass Berufstätigkeit so und so nicht sehr erstebenswert sei, denn dabei werden Menschen zu „Sklaven“. Warum genau dann das traditionelle Familienmodell für beide Geschlechter das Beste sein soll, bleibt dem Herrn Pütz sein Geheimnis. Im Prinzip müsste dann z. B. das Teilzeitmodell für beide Partner im Sinne des Herrn Pütz sein. Ist es aber nicht, denn „Ich bin fest davon überzeugt ,dass das klassische Familienmodell für beide Geschlechter am besten funktioniert und beide am zufriedensten macht.“ Aha. An dieser Stelle fragt sich der Leser verwirrt, warum denn das beschriebene schreckliche Schicksal als Lohnsklave den männlichen Part der Beziehung zufrieden machen soll? Ist es vielleicht doch gar nicht so schlimm wie zuvor beschrieben? Hat der Herr Pütz da was verwechselt? Warum warnt er Frauen vor dem schrecklichen Joch der Berufstätigkeit, wenn dieses dann aber doch „zufrieden“ macht? Warum preist er die Freuden der Elternschaft und will sie dem männlichen Part der Beziehung nicht gönnen?

    Fragen über Fragen.

    Zum Schluss bleibt noch die Frage, warum denn der Herr Pütz immer noch lieber durch fremde Betten zieht (seine Angabe) als endlich jene alleinseligmachende Familie zu gründen, die er DEN Frauen so warm ans Herz legt.

    Es wäre übrigens interessant zu sehen, wie der Herr Pütz als „perfekter Eroberer“ in den 50ern aufwacht, die er offenbar so heiß ersehnt. Da nämlich gälte sein Eroberungsverhalten als , nunja, doch recht anrüchig. „Sittenstrolch“ nannte man das wohl zu jener Zeit.

    • MB

      Genau, das Teilzeitmodell für beide ist überhaupt DIE Lösung. Ist richtig. Warum arbeitet in den meisten Fällen nur EIN Partner halbtags? Weil in den meisten Fällen sonst nicht genug Kohle reinkommt? Warum bleibt meistens die Frau zu Hause? Könnte es vielleicht daran liegen, dass sie das Kind 9 Monate in ihrem Bauch hatte? Es ein Teil von ihr war? Sie es an ihrer Brust monatelang gestillt hat? Und dann einfach weitermacht mit der Betreuung? Die Männer, die zur Teilzeitarbeit und Kinderbetreuung nebst Einkommenseinbußen bereit sind, müssten dann ja unglaublich heiß begehrt sein bei der Frauenwelt… Aber nanu, wie SIE redet und wie Sie dann HANDELT, passt meistens leider gar nicht zusammen…Woran das nur liegt…? Die Grundannahme des Feminismus, abgeleitet vom Behaviorismus, ist leider falsch: wir kommen nicht als tabula rasa zur Welt und sind nicht alleine nur das Ergebnis unserer Sozialisation, sondern wir stammen halt vom Affen ab. Und wir können NICHT beeinflussen, in wen wir uns verlieben, zu wem wir uns hingezogen fühlen und was uns anmacht. Das Bild des NEUEN Mannes, der Teilzeit arbeitet, Brutpflege betreibt und die Karriere zurückstellt, ist NICHT der Typ, auf den die Frauen fliegen.

      • Ianeira

        Erm, doch?

        Viele, natürlich nie alle, Frauen freuen sich einen Keks, wenn der Mann freiwillig und ohne ewiges gestreite seine Hälfte der Kinderbetreuung übernimmt.
        Was die Kohle angeht, hast du recht. Männer verdienen meist mehr (Gender Pay Gap) und daher ist es finanziell oft unumgänglich, dass die Frau, die wegen Schwangerschaft eh aus dem Beruf raus war teilzeit weiter macht.
        Viele Männer die ich kenne würden lieber Teilzeit arbeiten, aber können es sich nicht leisten.
        Mit besserer Unterstützung für Eltern könnte sowas gelöst werden.

        Ich finde es ziemlich gemein, Väter so von ihren Kindern abzuschneiden. Es hat aber nichts mit dem Wollen der Familien zu tun, sondern mit dem Zwang, den die Finanzen (auf die meisten) ausüben.
        Das viele das traditionelle Familienmodell als Ideal kennen gelernt haben spielt auch mit rein, aber kein Grund, das als objektiv perfekt anzusehen…

    • Shark

      @MB
      Warum antwortest du überhaupt auf Margrets Beispiel, wenn du nicht mal ansatzweise auf das eingehst, was sie sagt?
      Ist es zu schwer für dich, Stellung zu den Widersprüchen zu beziehen, die sich bei der Betrachtung von Pützens Leben im Vergleich zu seinen Aussagen ergeben?

      • MB

        Die Frage nach dem Privatleben von Herrn Pütz tut für mich nichts zur Sache. Ganz einfach. Dass er eines Tages Familienvater wird, traue ich ihm aber durchaus zu. Was mir aber absolut widerstrebt, sind die Schwachsinns-Argumente der Gender-Mainstreaming-Ideologie.

      • Shark

        Du findest es also völlig ok, Wasser zu predigen und Wein zu trinken, wenn es Herr Pütz ist, bei Frauen prangerst du es aber an. Nette Doppelmoral.

      • Margret

        @ shark, Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Oder vielmehr von der Tastatur.

  • santini83

    Hier ist meine Theorie: seit Anbeginn der Zivilisation und der Bildung von Gesellschaften, gibt es innerhalb dieser Gesellschaften die „Beautiful People“, also die Schönen und Erfolgreichen. Diese werden – egal ob Mann oder Frau – immer begehrt und beneidet sein von den weniger schönen und erfolgreichen.

    Letztere haben im Grunde nur 3 Möglichkeiten: a) Komplex reduzieren indem man viel Erfolg hat, b) frustiert sein und c) klein bei geben und sich damit abfinden, dass man nie dazu gehören wird.

    Weniger Attraktive können z.B. versuchen Erfolg zu haben und etwas auf zu bauen. Prominentes Beispiel: kleiner Mann mit großem Auto und großem Machthunger um sein Status zu zeigen. Oft werden solche Männer zu frauenhassenden, komplex beladenen Vollidioten. Andersrum aber genau so: hässliche Frauen beginnen auf einmal die böse Gesellschaft oder den weißen Mann bzw. das „Patriachat“ dafür verantwortlich zu machen, dass sie halt keiner will.

    In diesem Zusammenhang auch interessant: In karriere- und erfolgsorientierten Studiengänge wie etwa BWL oder Jura findet man im Schnitt weitaus hübschere und attraktivere Frauen, wie etwa in „Gender Studies“ oder „Soziologie“. (nur so am Rande).

    Fazit: egal ob Mann oder Frau: Den Meisten sind diese Themen (Gender etc.) im Grunde scheissegal. Frustrierte hingegen werden sich immerfort aufregen über die böse Gesellschaft, das böse Patriachat, die schlechten Frauen oder sonst irgendwen. Und dann entstehen halt Artikel wie der obige.

    • marenleinchen

      *Letztere haben im Grunde nur 3 Möglichkeiten: a) Komplex reduzieren indem man viel Erfolg hat, b) frustiert sein und c) klein bei geben und sich damit abfinden, dass man nie dazu gehören wird. *

      Dann wünsch ich dir total viel Glück dabei 🙂

  • santini83

    Da hilft jetzt auch keine Polemik wie beim Pütz, Schatzilein 🙂

  • Christian

    Setzt euch doch einfach mal an einen Tisch und redet miteinander. Meine Güte! Ich wette, dass ihr euch viel näher seid, als ihr euch das vorstellen wollt. Darüber hinaus finde ich persönlich das auch nicht so toll, wenn die Kinder mega früh in die Krippe kommen. Die Meinung kann man jawohl noch haben, oder? Ansonsten verstehe ich auch gar nicht, was beide Seiten eigentlich nun mit ihren Texten sagen wollen. Was ist denn jetzt genau die Message von euch beiden? Kann nur ein gegenseitiges „du bist doof“ erkennen, aber keine klare Aussage was ihr eigentlich wollt.

    Gruß
    Chris

    • Margret

      „Die Meinung kann man jawohl noch haben, oder?“

      Das hört sich nun aber sehr nach „das wird man doch noch sagen dürfen an“. Aber prinzipiell hast Du Recht, man darf die Meinung natürlich haben, ich habe sie im Prinzip auch. Wobei das sehr kindabhängig ist und darum für unsere Kinder gilt für andere aber nicht zwingend. Was mich stört, ist, wenn so etwas als absolut verkauft wird und mit einem belehrend-oberlehrerhaften Ton und einem Text voller innerer Widersprüche (Erwerbsarbeit ist schrecklich, aber sie macht Männer zufrieden) vorgetragen wird. Und wenn man selbst ganz anders lebt als propagiert. Und wenn man gleichzeitig Frauen unterstellt, sie würden nur auf Status fliegen und mit dem ranghöchsten Mann eine langjährige Beziehung haben wollen, gleichzeitig aber mit seinen Eroberungen prahlt, also mit Frauen, die offenbar nicht darauf aus sind, mit dem Ober-Alpha Kinder zu zeugen und dann als Hausfrau zu leben sondern einfach nur ein wenig Spaß wollen. Wenn Frauen wirklich so wären, wie es Herr Pütz unterstellt, dann würde Pick Up wirklich nur noch als völlige Verarsche funktionieren, also im Sinne von „Du bist so anders / ganz speziell, ich merke sowas immer schnell, jetzt zieh dich aus und leg doch hin, weil ich so verliebt in dich bin (und weil ich Kinder mit dir haben möchte, heiratest Du mich?)“.

    • Shark

      Was „wir“ wollen? Dass die Leute sich aussuchen können, wie sie leben wollen und es nicht überall gutgemeinte aber naive „Ratschläge“ hagelt, in denen eigentlich stets Vorwürfe mitschwingen. In einer Gesellschaft, in der ständig geheult wird, dass zu wenige Kinder zur Welt kommen, ist es nicht förderlich, den Menschen vorzuwerfen, dass sie keine richtigen Eltern sind, wenn sie die Kinder früh in die Kita geben.
      Es kann nicht angehen, dass in einer ohnehin immer älter werdenden Gesellschaft auch noch gewisse Leute daherkommen und Frauen, denen es eben nicht reicht, Mutter zu sein und die Familie zu versorgen (nichts gegen diese, bevor wieder getönt wird, ich wolle sie klein reden – ich kann durchaus nachvollziehen und akzeptieren, dass auch diese Art zu leben erfüllend sein kann), die eben auch noch etwas anderes vom Leben erwarten, zu erklären, sie seien keine „richtigen“ Mütter.
      Machen wir uns doch nichts vor: Menschen sind egoistisch, sowohl Männer, als auch Frauen. Sie wollen mehr, als nur ihre Gene in Umlauf bringen.
      Männer sind keine Märtyrer, die sich heroisch für die Familie opfern, wenn sie einen Beruf ergreifen und in diesem arbeiten. Sie arbeiten ganz genauso für sich selbst, idealerweise weil sie ihren Beruf mögen, und/oder um sich ihre Hobbys leisten zu können, ein schönes Auto, eine Reise, etc. Dasselbe gilt für Frauen. Und Frauen sollen dann, wenn es nach Pütz geht, irgendeiner feministischen Indoktrination unterliegen, wenn sie nach „mehr“ als einer Familie streben? Was für ein naiver, romantischer Quatsch.

      Dieser manipulative Unterton, „Du willst das ja gar nicht, das ist nur die feministische Propaganda“ ist geradezu widerwertig. Wie kommen Charaktere wie der Pütz eigentlich darauf, dass Frauen nicht genau das tun, was SIE wollen, wenn sie „Karriere machen“ oder auch nur ganz normal einem Beruf nachgehen, sondern nur irgendeiner feministischen Propaganda folgen? Wenn „die Natur“ doch so übermächtig ist, wie ist es dann überhaupt möglich, sein Leben nach einer „Ideologie“ auszurichten, also wider die eigentliche Neigung, ohne spätestens mit 30 völlig in Depressionen zu versinken?

      • cbuntrock

        Das Problem ist aber durchaus, dass diese Frauen de facto „klein“ geredet werden. Außerdem ändert sich der Gesellschaftliche Anspruch insgesamt:
        Es ist okay, dass Kinder in die Krippe gegeben werden und wird eher gefördert. Die Mütter, die ihre Kinder behalten und selbst betreuen wollen werden nur müde belächelt.
        Eine Frau, die als Erzieherin arbeitet und fremde Kinder erzieht ist erwerbstätig und gesellschaftlich anerkannt. Das gilt auch für Tagesmütter. Beide bekommen auch ihr entsprechendes Gehalt dafür. Aber wenn man die eigenen Kinder erziehen möchte, dann macht die Frau nichts aus sich und bekommt vielleicht 150€ Betreuungsgeld, welches von Rot/Grün sowieso bald abgeschafft werden soll. Was soll das? Es ist doch keine Wahlfreiheit, wenn diejenigen, die ihre Kinder weggeben finanziell bevorzugt werden vom Staat. Die Krippe muss man schließlich nicht selbst bezahlen (was die eigentlich korrekte Konsequenz wäre!). Das ist unfair und eine klare politische Aussage. Das kann genau so Frauen ärgern, die Kinder wollen und bei ihnen bleiben wollen.
        Das führt dazu, dass immer weniger Zeit für die eigenen Kinder da ist. Die persönliche Betreuung ist immer etwas anderes. Wie auch in der Pflege. Dieser ZWANG, dass beide arbeiten müssen, weil das GELD nicht reicht, wird durch diese Haltung nur noch verstärkt und manifestiert. DAS ist es, was Pütz und Frauen die zu Hause bleiben stört. Kein Verständnis dafür?
        Niemand hat etwas gegen Frauen, die Karriere machen, aber leider ist es heute nicht mehr so, dass die Gesellschaftliche Anerkennung und Unterstützung überhaupt noch etwas anderes vorsieht. Das ist ein Zwang zum Stress den manche nicht wollen. Leider gibt es immer weniger Akzeptanz dafür, weil man immer nieder gemacht wird, wenn man sich derartig äußert. Schade!!

      • Shark

        Aber dass es in die andere Richtung GENAUSO geht, will dir/euch nicht in den Kopf, oder?
        Noch nie den Vorwurf „Rabenmutter“ gehört, wenn eine Frau sich entscheidet, nicht zu Hause zu bleiben? Du brauchst nur obigen Text von Pütz lesen. Wenn du glaubst, dass er ein löblicher Einzelfall ist, der im Gegensatz zu den ganzen anderen feigen Leuten endlich mal „die Wahrheit“ auf den Tisch bringt, dann bist du ziemlich schief gewickelt.

      • Christian B

        Das war mal so. Inzwischen ist das Pendel ganz klar auf der anderen Seite.

      • Shark

        In deiner Wahrnehmung.

      • Margret

        „Es ist doch keine Wahlfreiheit, wenn diejenigen, die ihre Kinder weggeben finanziell bevorzugt werden vom Staat. Die Krippe muss man schließlich nicht selbst bezahlen (was die eigentlich korrekte Konsequenz wäre!). Das ist unfair und eine klare politische Aussage.“

        Und auf der anderen Seite gibt es das Splitting und die kostenlose Mitversicherung beim Partner. Da könnte man ebenso sagen, wenn das traditionelle Modell eine reine Privatsache wäre, müsste das Splitting wegfallen und der zu Hause Arbeitende muss sich eben selbst versichern.

        „DAS ist es, was Pütz und Frauen die zu Hause bleiben stört. Kein Verständnis dafür?“

        Ich habe kein Verständnis dafür, wenn man oberlehrerhaft anderen Menschen Dinge nahelegen möchte, an die man sich noch nicht einmal selbst hält und völlig widersprüchliche Behauptungen aufstellt.

        „Niemand hat etwas gegen Frauen, die Karriere machen,“

        Offenbar doch, wie man an dem Artikel sieht.

        Übrigens ist meine Erfahrung eine völlig andere, als Du es beschreibst: Ich gehe arbeiten – laaaaaange Gesichter in meiner Umgebung, „eine Frau gehört zu den Kindern“ oder „deine armen Kinder“. Ich bleibe daheim „Toll, es ist so schön, wenn sich eine Frau dafür entscheidet“. Anerkennung gab es nur für das Daheimbleiben. Keiner hat je meinen Mann doof angereet, weil er trotz Kindern arbeiten geht. Vielmehr wurde er dumm angeredet, als er sich entschlossen hat, Elternzeit zu nehmen.

  • Bones

    Schön, dass in dem ausgeklügelten Weltbild des Herrn Pütz keine Homosexuellen vorkommen. Aber vll findet sich in seinem Freundeskreis trotzdem ein Verehrer der Weiblichkeit, der meine Lebensgefährtin und mich aushält – der verdient als WHM wahrscheinlich mehr als wir beide zusammen.

    Bei dieser heterosexistischen Weltsicht kotze ich im Strahl.

    • Christian

      Übertreib mal nicht. Es ging um Männer & Frauen im Zusammenspiel. Das ist betrifft nun mal die Mehrheit. Um Minderheiten geht es dabei nicht.

  • felicea

    Wo hast du den zitierten Text ausgegraben? Hat den Raumschiff Orion mitgebracht in der Folge „Rücksturz in die 50er Jahre“?

  • Markierungen 11/22/2014 - Snippets

    […] Ein kurzer Gruß vom Patriarchat | Die komische Olle erzählt vom Leben […]

  • MB

    Einfach mal dieses Video anschauen und die ideologisch verzerrte Weltanschauung korrigieren:

    • Shark

      Wirst du dieses Video nun unter jeden Thread auf diesem Blog setzen?
      Gibt es eigentlich noch ein männerrechtliches Thema, das eigentlich null oder nur sehr wenig mit dem Artikel zu tun hat, das du noch nicht angesprochen hast?

      • MB

        Was hier von anderen alles in den Raum geworfen wurde, worauf ich geantwortet habe, ist Dir wohl offenbar entgangen. Langsam nervt Deine unsachliche Polemik. Keine Argumente mehr?

    • MB

      Da bei einigen Antworten leider kein Antwortlink mehr angezeigt wird: @shark: Frauen suchen mehrheitlich explizit nach Status, Einkommen, siehe Posting weiter oben. Das mit dem Hartz4-Bodensatz ist ein Resultat daraus, bestätigt das Gesamtbild. Ich finde, der Wasser und Weinvergleich hinkt ziemlich. Pütz polymorphe Einstellung widerspricht doch seiner Anschauung nicht und bedeutet auch gar nicht, dass er nicht Vater wird und dabei seine Vorstellungen leben wird? Ich traue ihm letzteres zu, da ich ihn bereits persönlich getroffen habe. Wenn er mit 70 noch so lebt wie jetzt, ändere ich meine Meinung aber gerne.

      @lainera
      doch doch, überprüfe selbstkritisch, auf welchen Typ Du stehst. Gender Pay Gap – siehe weiter oben! Klar wäre es toll, wenn ich als Vater mehr Zeit für meine kleine Tochter hätte. Aber welche staatlichen Leistungen schweben Dir vor? Funktionieren würde es in den meisten Fällen doch nur mit 3 Jahren Elterngeld für beide Elternteile. Bin gespannt, wie sich das durchsetzen lässt. Ja, ungerecht finde ich es auch, wenig Zeit zu haben und nicht Sohn von Millionären zu sein. Aber es gibt sicher schlimmeres, oder?
      @stephi: dass beide Geschlechter die Kriterien des jeweils anderen blöd finden, liegt auf der Hand. Aber das Eingeständnis ist ja schon mal der richtige Schritt. Um nicht als Geldgeil eingestuft zu werden, könnte Frau sich ja mal dazu bekennen, dass sie keinen sogenannten modernen Mann geil findet, sondern eher den ganzen Kerl präferiert. Da das für die Megrheit zutrifft, würde das ganze Gendergequatsche ziemlich verpuffen, wenn sich nur genug Frauen ehrlich und aufrichtig positionieren würden…

      • Shark

        Du musst nur unter dem letzten Post antworten, bei dem ein Antwortlink ist. Das ist ganz einfach.

        Und doch, es widerspricht ihr sehr wohl. Er meint, Frauen würden sich eigentlich alle Familie wünschen, mit einem statushohen Mann, vögelt aber laut seinen Angaben (die man natürlich glauben kann, oder auch nicht – Internet- bzw. Medienmaulhelden gibt es ja viele) wild in der Weltgeschichte herum – mit Frauen, die sich offensichtlich keine Familie wünschen. Sonst würden sie so ein Individuum wie Pütz es im Moment ist oder vorgibt zu sein nicht mit dem Hintern angucken.

        Und die „Wasser predigen, Wein trinken“-Geschichte ergibt sich daraus, dass er zwar meint, Frauen würden alle nur Familie wollen, etc., und die Tatsache, dass es viele gibt, die lieber Karriere machen, auf die feministische Gehirnwäsche schiebt, aber daraus durchaus sehr seinen Nutzen zieht – weil ihm diese Tatsache eben ermöglicht, „polyamor“ zu leben. Er predigt den Frauen (eigentlich auch Männern) Wasser (indem er immer und immer wieder betont, dass Frauen eigentlich für die traditionelle Familie geschaffen sind), säuft aber selber Wein.

      • Margret

        @ shark Exakt. Zudem stellt er implizit auch noch die Behauptung auf, ein Kind bräuchte keinen Vater – zumindest nicht sehr dringend. Warum? Nunja: Frauen, die Karriere machen, sollen lieber keine Kinder bekommen, sie können sich ja doch nicht drum kümmern, so Herr Pütz. Ergo können sich auch Väter, die Karriere machen, kaum um ihre Kinder kümmern. Er findet es aber offenbar (traditionelles Familienmodell) nicht entsprechend schlimm, wenn Väter Karriere machen. Ergo: Ein abwesender Vater scheint in Herrn Pütz Gedankenwelt kein Drama zu sein … Naja, mit dieser Logik sollte er Väterrechtlern mal kommen. Wobei, wenn ich mich recht erinnere, sich der Herr Pütz an anderer Stelle über die „vaterlose Gesellschaft“ beklagt hat. Was nun?

      • onyx

        @ Margret
        In Pützens Welt reicht es offenbar – natürlich erst wenn Sohnemann alt genug dafür ist und wenn es Papa in den Karriere-Zeitplan passt, am Wochenende in den Zoo oder zum Fußi zu gehen, um ein guter Vater zu sein.

        Alles andere ist dann aber bitteschön Mamas Aufgabe.

      • Margret

        @ Onyx: Das ist ja das Fatale unter Männerrechtlern. Einserseits andauernd die „vaterlose Gesellschaft“ beklagen und wie schlimm es ist, wenn Kinder ihre Väter kaum mehr zu Gesicht bekommen und andererseits genau das fordern und fördern.

  • MB

    Auf letzteres, dass sich genug Frauen aus der Deckung trauen, um sich ehrlich und aufrichtig zu positionieren, darauf hofft wohl offenbar auch der Herr Pütz, womit vielleicht auch für marenleinchen, die diese Diskussion losgetreten hat, verständlich wird, warum der Herr Pütz einen offenen Brief an alle Frauen verfasst hat.

    • Shark

      Vielleicht hätte er diesen großspurigen, jovialen Brief dann nicht auf seiner eigenen Verführerseite veröffentlichen sollen, sondern dort, wo sich nicht entweder die Frauen tummeln, die ihm längst zustimmen und dies auch in den Äther hinausposaunen (auch ganz ohne Pützens Hilfe), oder eben die Leute, die sein Pamphlet kritisch beäugen.
      Aber natürlich ist selbst die BILD zu sehr feministisch verseucht, um solch große Wahrheiten abzudrücken 😉

    • Margret

      Dann sollte sich der Herr Pütz vielleicht mal selbst an das von ihm postulierte Lebensmodell halten und nicht gleichzeitig davon profitieren, dass Frauen offenbar doch anders sind als von ihm behauptet. Und Butter bei die Fische zugeben, dass er offenbar Väter für vernachlässigbar in der Kindererziehung hält (anders lassen sich seine Aussagen nicht erklären) und zudem zugeben, dass er die Ausübung eines Berufs nur für Frauen für schädlich hält (wenn Männer doch dabei „zufrieden“ sind).

      Das wäre dann zwar stockkonservativ im Sinne Eva Hermans aber wenigstens konsequent. So aber wie derzeit, wirkt so ein Brief lediglich peinlich.

      • onyx

        „So aber wie derzeit, wirkt so ein Brief lediglich peinlich.“

        In der Tat. Er wirkt sehr doppelmoralisch und scheinheilig, angesichts seiner eigenen Lebensweise. Aber was erwartest du? Antifeminist und PUA. Muß man mehr sagen…?

  • MB

    Wenn ich den Antwortlinks folge, stehen die Antworten eben in einigen Fällen NICHT mehr unter dem Text, auf den ich eigentlich antworten will, aber egal. 😉 Wer sagt denn, dass die Frauen, die mit Herrn Pütz Horizontalsport betreiben, KEINE Familie wollen? Und wer sagt, dass Frauen, die eine Familie wollen, bis zum Zeitpunkt der Familiengründung enthaltsam leben sollen? Herr Pütz? Also den Widerspruch finde ich wirklich etwas arg konstruiert. Frauen, die keine Familie wollen und lieber Karriere machen, sollen es tun. Es nervt aber entschieden, mich jedenfalls, dass diese Frauen sich zum allgemeinen Leitbild aufschwingen, eine Meinungsführerschaft anstreben und mit ihrem ideologischen Unsinn Einfluss auf das Leben aller nehmen wollen. Und dies bereits auch schon tun. Kleines Beispiel? Von wem stammt wohl dieser Text: „Keiner Frau sollte es erlaubt sein, zu Hause zu bleiben und ihre Kinder groß zu ziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Möglichkeit nicht haben und zwar genau deswegen, denn hätten sie diese Möglichkeit, dann würden sie ZU VIELE FRAUEN NUTZEN.“ Na?

    • Shark

      Ganz einfach, Pütz findet zwar, dass das konservative Familienmodell das ultimative ist, ist aber selbst zu bequem, es für sich zu verwirklichen.
      Und Frauen, die sich ausleben, sind eher selten konservativ. Frauen, die Pützens‘ Familienmodell befürworten, also zu Hause bleiben und die Kinder versorgen, sind aber wiederum häufig konservativ und würden sich eine Manwhore (bzw. jemanden, der diesen Ruf hat) wie Pütz gewiss nicht als Ehemann wünschen. Sie würden ihm nicht vertrauen, nun plötzlich bei ihnen sesshaft zu werden.

      „Frauen, die keine Familie wollen und lieber Karriere machen, sollen es tun. Es nervt aber entschieden, mich jedenfalls, dass diese Frauen sich zum allgemeinen Leitbild aufschwingen, eine Meinungsführerschaft anstreben und mit ihrem ideologischen Unsinn Einfluss auf das Leben aller nehmen wollen.“

      Ich stimme beidem zu. Jede/r soll nach seiner Façon glücklich werden. Sei es als Hausfrau und Mutter bzw. Hausmann und Vater oder als Karrierefrau/-mann oder als irgendwas dazwischen. Nur hat hier nicht Maren sich zum Leitbild aufgeschwungen. Sie hat nur Pützens gönnerhaften, anmaßenden „offenen Brief“ kritisiert, der nicht weniger ein Leitbild darstellen soll. Mit hoch erhobenem moralischem Zeigefinger urteilt er über Frauen, die es wagen, einen Beruf zu haben (die noch dazu oft keine Wahl haben) und dennoch Mütter zu sein (siehe die Passage, in der er sich über die armen, in Kitas geparkten Kinder äußert) und tut, als wüsste er besser, was für Kinder gut ist, obwohl er selbst weit davon entfernt ist, welche zu haben.

      Von wem dieser Text stammt? Ist mir völlig egal und auch hier überhaupt nicht relevant. Niemand muss sich hier für eine x-beliebige Aussage rechtfertigen, die er nicht selbst getätigt hat, bzw. der er nicht zustimmt. Das wäre ja noch schöner.

      • MB

        Der Text stammt von Simone de Beauvoir, sie hat als Schriftstellerin einen Meilenstein der feministischen Literatur verfasst: Das andere Geschlecht. Die Vordenkerinnen des Feminismus wussten eben bereits, dass das, was sie vorhaben, eine Art Umerziehungsprogramm gegen die Bedürfnisse der meisten Frauen und vor allem der Mütter werden wird. Man mag von unserer Ex-Familienministerin Schröder halten, was man will, aber die Offenheit, mit der sie zugegeben hat, wie wenig das Ministeramt mit ihren Gefühlen als Mutter vereinbar war, wie sehr sie darunter gelitten hat, ihr Kind so selten zu sehen, es nicht selbst ins Bett bringen zu können, das finde ich schon bemerkenswert. Es wird doch inzwischen so hingestellt, als sei es das normalste der Welt, die Kinder mit 1 in die Krippe zu geben und den ganzen Tag nicht mehr zu sehen. Wenn Frauen sich vielleicht schlecht dabei fühlen, wird ihnen eingeredet, dass das super sei fürs Kind. Das glaube ich kaum. Der Trend zur frühen Fremdbetreuung, auch aus finanziellen Gründen, aber natürlich auch wegen des allgemeinen Genderwahns, ist schon erschreckend. Diese Ideologie macht sich breit wie ein Virus. Erinnert mich an „Die Welle“. Da legt Pütz den Finger schon zu Recht in die Wunde. Ich habe selbst Kinder und meine Frau ist länger zu Hause geblieben als ein Jahr, ein finanzieller Kraftakt, das hinzukriegen. Elterngeld gibt’s ja nur ein Jahr.
        In einem Punkt stimme ich Dir aber zu, Pütz ist mit seinem persönlichen Beziehungsmodell sicher nicht vertrauenserweckend für Frauen, die in der Beziehung eine sichere Basis suchen. Aber das war ich vor der Ehe auch nicht (Sagt meine Frau)! 😉

      • Shark

        Aha, und weiter?

        Was heißt, das Normalste auf der Welt? Es ist fast nicht anders möglich. Soweit ich weiß, muss der Arbeitgeber zustimmen, wenn man mehr als ein Jahr Elternzeit nehmen möchte, und wie viele tun das?
        Und ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber mit einem normalen Gehalt kann man nicht alleine eine ganze Familie ernähren. Nicht in dieser Zeit. Die wenigsten Frauen stellen sich hin und sagen: „Ich schiebe mein Kind so schnell wie möglich in die Krippe ab, denn Alice Schwarzer findet Hausfrauen doof!“ Gegen Oxytocin kann auch keine „Ideologie, die sich breit macht wie ein Virus“ anstinken. Aber es geht eben nicht anders.
        Ob es gut oder schlecht für das Kind ist, kann ich nicht sagen. Da gibt es dutzende von Studien, die jeweils das eine oder das andere belegen wollen. Ein Phänomen der heutigen Zeit ist es aber glaube ich kaum. Stichwort Amme, Großfamilie, etc. Jetzt ist es eben nicht mehr die Großfamilie, in der sich jemand findet, der sich um das Kleinkind kümmern kann, oder eine Amme, wenn die Mutter verhindert ist, sondern jemand Professioneller.

      • Stephi

        @MB

        „Aber das war ich vor der Ehe auch nicht (Sagt meine Frau)! ;-)“

        Okay, du bist also offenbar verheiratet. Dann hab dazu mal eine Frage: Hat deine Frau damals, als sie sich auf eine feste Beziehung mit dir eingelassen hat, ebenfalls darauf geachtet, dass du ihr auch finanzielle Sicherheit bieten kannst? Oder war sie eine Ausnahme?

      • Margret

        Herr Pütz bezeichnet in seinem Brief ganz eindeutig das traditionelle Familienbild als den Lebensentwurf, der beide, Mann und Frau, glücklich machen würde, hält sich aber selbst nicht dran, sondern profitiert sogar noch von dessen Auflösung. Und gleichzeitig erklärt er in seinem Absatz über bewusst beziehungslose Männer, dass die Ehe ja offenbar ganz schrecklich ist.

        Neben dem traditionllen Familienmodell gibt es dann nur noch die Vollzeitkarrieremutter, die ihr Kind „abschiebt“ . Andere Familienmodelle erwähnt er lieber gleich gar nicht.

        Dass Kinder in die Krippe abgeschoben würden, lastet er lediglich der Mutter an und erklärt diesen Müttern jovial und implizit beleidigend, dass sie doch besser gar keine Kinder hätten bekommen sollen. Der Vater kommt dabei wiederum gar nicht vor, der darf offenbar Kinder und Berufstätigkeit / Karriere, obwohl sich Menschen mit Karriere ja seiner eigenen Aussage nach nicht um Kinder kümmern können. Heißt, er denkt ziemlich eindeutig, Papas hätten für das Kind in erster Linie „Zahlfunktion“.

        Und Frauen sollten froh sein, dass ihnen der Horror der Arbeitswelt erspart bleibt, Männer aber sind dabei „zufrieden“. Himmel, das ist alles so lächerlich.

  • MB

    Das Video kann ich wirklich jedem nur ans Herz legen, bis zum Ende durchhalten lohnt, da der Zuschauer anfangs auf die falsche Fährte geführt wird… 😉

    • Shark

      Und du denkst, das Video sei etwas Neues für irgendjemanden hier. 😀

      • MB

        Das ist doch mal ’ne positive Nachricht! 😉

      • Shark

        Nicht unbedingt. Harald Eia ist ebenso wie jeder andere auch nur auf der Suche nach Leuten gewesen, die seine Thesen bestätigen. Er wusste schon von Anfang an, was er herausbekommen wollte, und genau das hat sich bestätigt. Etwas anderes hätte er nicht akzeptiert und nicht gebracht. Damit ist er nicht alleine. Das ist bei Menschen nun mal so.

  • MB

    @Shark: Zum Film: Grundsätzlich gut erkannt, meine Zustimmung, dennoch kommen gewichtige Vertreter der Sozialisationsthese zu Wort, die ihre Ideologie mit ihren eigenen Aussagen sehr schön selbst entlarven. Darum: Daumen hoch!
    Zum Elterngeld: Nein, die Frau kann nach wie vor 3 Jahre zu Hause bleiben, wenn sie das will und hat danach Anspruch auf ihren Arbeitsplatz. Sie bekommt aber nur ein Jahr lang Geld (Elterngeld). Deiner Analyse stimme ich zu: das kann sich kaum noch jemand leisten, in der Tat. Wenn ich mir aber die hitzige Debatte zum Betreuungsgeld vor der letzten Bundestagswahl vergegenwärtige, dann haben unsere Volksvertreter quer durch alle Parteien es so dargestellt, als würden die Frauen, Mütter und Familien diese frühe Fremdbetreuung nicht aus finanzieller Zwangsläufigkeit in Anspruch nehmen, sondern weil sie es so WOLLEN. Ein himmelweiter Unterschied. Die Annahme, die frühe Fremdbetreuung hätte mit Alice Schwarzer nichts zu tun, ist eine kolossale Fehleinschätzung. Die Einführung des Elterngeldes sollte ganz bewusst einen Anreiz setzen für eine möglichst schnelle Wiedereingliederung der Mütter in den Beruf. Parallel mit dem Ausbau der Kitas wollten man damit dem „traditionelle Familienmodell“ den Kampf ansagen. Und das klappt ja auch. Gerade Familien mit niedrigem Einkommen sind die Verlierer, haben sie doch vorher 300 Euro über 24 Monate bekommen, jetzt nur noch für 12. Die Kassiererin bei Aldi wird also gezwungen, ihr Kind fremd betreuen zu lassen (und schnell wieder arbeiten zu gehen), weil die Politik der Meinung ist, dass sie das mit ihrem Bildungsgrad eh nicht so gut kann. Der gehobene Mittelstand und die Akademiker haben statistisch zwar mehr Einkommen mit der Elterngeldeinführung, aber die Preisentwicklung in den Großstädten für familiengerechten Wohnraum frisst das doppelt und dreifach wieder auf. Unterm Strich sind die Einkommenseinbußen im ersten Jahr, denn es gibt ja nicht 100% des Einkommens als Elterngeld, schon hart. Im zweiten Jahr ganz ohne stattliche Unterstützung – für die breite Mittelschicht nur noch mit Doppelverdienereinkommen zu stemmen. Aber statt MEHR für die Familien zu tun, kommt mit Elterngeld 2 demnächst der nächste ideologische Hammer: wer SOFORT wieder Teilzeit arbeitet, wird belohnt. Die staatlichen Anreize sprechen eine deutliche Sprache, welche Ideologie sich da gerade durchsetzt und es interessiert eine Frau Schwesig nullkommagar nicht, was Frauen, was Mütter, was Familien wollen. Und was gut für die Kinder ist. Die steht wie ihre gender-mainstreaming-Genossinnen ganz in der Denktradition einer Simone De Beauvoir oder Alice Schwarzer.
    Zur Fremdbetreuung: Wenn es in Kitas zugehen würde wie in Großfamilien früher, wären viele Eltern wahrscheinlich schon zufrieden. Und ja, es gab auch vor 150 Jahren die Gutsherrin, die im Stile von der Leyens ihre Kinder vom Personal erziehen lassen hat. Aber wollen wir das? Die Wünsche der Mütter, wenn sie denn danach mal gefragt werden, sind jedenfalls eindeutig: die wollen lieber die ersten 3 Jahre bei ihrem Kind bleiben statt zu arbeiten. Interessiert das irgendwen? Nein, die sind ja rückständig und müssen jetzt mit aller Macht dahin bewegt werden, wo die Ideologinnen sie hinhaben wollen. Ob die frühe Fremdbetreuung schadet? Sorry, aber Kids mit 1, das sind Babys, die können kaum laufen, geschweige denn sprechen oder ja oder nein sagen. Warum zum Henker soll das Betreuen eine fremde Frau machen, wenn es auch die Mutter machen könnte? Wenn der Staat unser aller Geld dafür ausgibt, obwohl die Familien das mehrheitlich gerne anders lösen würden, was soll der Unsinn dann? Die Studienlage sollte schon so eindeutig positiv sein, bevor man so was macht, aber das ist sie eindeutig nicht. Was ich an Einzelfällen mitbekomme, lässt auch eher auf das Gegenteil schließen: junge Mutter auf die Frage „Mit eins in der KITA(Krippe), wie läuft’s?“ 1. Antwort: „Super!“ – Zweite Frage: „Dein Kind ist happy?“ – 2. Antwort: „naja, sie ist eines von den anhänglichen Kinder und weint sich jedes Mal die Seele aus dem Leib und ist kaum noch zu beruhigen, wenn ich gehen will.“ Ne, ist klar, aber sonst läuft es super mit der Kita(Krippe). Aber da wird sich sicher auch noch eine Studie finden lassen, die uns erklärt, dass das total gut ist für die kindliche Entwicklung…

    @Stephi: ich halte sie nicht für eine Ausnahme. Aus mehreren Gründen, die jetzt sehr ins Private führen würden. Nur so viel: Mein Einkommen reicht immerhin aus, um die Familie auch im zweiten Jahr ohne Elterngeld und ohne Einkommen meiner Frau zu „versorgen“. Und für den sehr hypothetischen Fall, dass Manuell Neuer vor der Tür steht, ist sie wohl weg! 😉

    • Shark

      „Die Annahme, die frühe Fremdbetreuung hätte mit Alice Schwarzer nichts zu tun, ist eine kolossale Fehleinschätzung.“

      Es wundert mich nicht, dass das jemand sagt, der alles Schlechte auf der Welt dem Feminismus zuschreibt.
      Ich denke vielmehr, du unterschätzt kolossal die Gier der Arbeitgeber und deren Einfluss auf die Politik. Wer, meinst du, kostet dem Unternehmen weniger? Eine Frau, gleich wieder arbeitet, eine Frau, die nach spätestens einem Jahr zurück in den Beruf kommt, oder eine, die die ganze Elternzeit ausnützt (selbst wenn zwei Jahre davon nicht mehr direkt durch den Arbeitgeber finanziert werden)? Zu denken, Schwarzer wäre daran schuld, ist schon sehr naiv.
      Von deinen Verschwörungstheorien bezüglich eurer Familienministerin (?) habe ich ehrlich gesagt wenig Ahnung, denn ich bin aus einem anderen westeuropäischen Land als Deutschland.

      Und dass Einzelbeispiele, überhaupt von Beobachtern, die bereits einer Ideologie nachhängen und damit andere Beispiele vielleicht gar nicht sehen (wollen), statistisch gesehen null wert sind, muss ich dir nicht erklären.
      Ich bin natürlich auch nicht neutral, aber ich habe beides gesehen. Kinder, die sich darauf freuten, mit anderen Kindern zusammenzukommen, und Kinder, die den Müttern nicht vom Rockzipfel weichen wollten. Auch Kinder haben schon eine Persönlichkeit, und je nach dem, wie diese ausgeprägt ist, wollen sie eher zu Hause bei der Mutter bleiben, oder Spaß mit anderen Kindern haben.

      • MB

        Nein, die Gier der Arbeitgeber unterschätze ich nicht, das ist natürlich eine gemeinsame „Gemengelage“, die deswegen auch noch durchschlagskräftiger ist. Nichts destotrotz werden die Rahmenbedingungen auch von Politikerinnen gefordert, forciert, durchgesetzt, die damit den Zielen des Gender-Mainstreaming zur Druchsetzung verhelfen. Dass das vor allem der Wirtschaft hilft, hast Du gut erkannt, wird hierzulande aber regelmäßig auch als Akt der Befreiung der Frauen aus der Unterdrückung verkauft. Ich kenn nicht in allen europäischen Ländern das Polit-Personal mit Namen, aber auf Deutschalnd trifft meine Analyse schon zu. Das Kinder auf ander zugehen, im Alter von 1 eher krabbeln oder stolpern, dabei auch fröhlich sind, bestreitet niemand. Aber wenn Du sie dann länger beobachtest, stellst Du fest, dass diese sich nach einiger Zeit, manche schneller, andere später, wieder umsehen, um sich rückzuversichern, ob Mama oder Papa noch da ist. Und auch mit dem Alter variiert diese Zeitspanne. Je älter, um so länger. Dass Babys mit 1 schon 8 Stunden ohne Eltern jede Mende Spaß mit anderen Babys haben, darf doch bezweifelt werden. Auch die Eingewöhnung wird daran nichts ändern. Hier ist die Situation in Deutschland vielleicht sogar besonders krass, denn ich habe kürzlich eine Europa-Überischt gesehen, und da kommt selbt in den skandinavischen Länder, die als besonders „fortschritlich“ gelten, die überwiegende Mehrheit der Kids erst ab 18 Monaten in die Frembetreeung. Die Frage, die ich hier wichtig finde: ab welchem Alter und für wie viele Stunden am Tag. In unserer Kita war eine Mutter höchst empört, weil sie von der Leitung darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ihre Tochter ganz viel weint und ob die Eltern sich sicher seien, ob das Kind schon reif ist für die Fremdbetreuung. Reaktion der Mutter: das ist doch ihre Aufgabe, dann hinzukriegen. Konsequenz: Sie haben ihr Kind in eine andere KITA gegeben. Solche Beispiele finde ich persönlich ziemlich schlimm. Eine statistische Relevanz ist damit natürlich noch nicht belegt, da gebe ich Dir gerne Recht. Ich wage aber die Hypothese, dass es sich um einen allgemeinen Trend handelt, eine Überprüfung würde sich schon lohnen.

      • Shark

        Ich vermute, du hast eine andere Wahrnehmung als ich, oder in deinem Land liegt die Sache komplett anders, als in meinem.

        Hier haben wir ja eigentlich schon wieder einen gravierenden Widerspruch:
        der natürliche Wunsch der Frau ist es laut Pütz, bei den Kindern zu Hause zu bleiben, eine unüberwindbare Tatsache, nicht wahr? Und Gender ist unwissenschaftlicher Unsinn, nicht wahr?
        Woher kommt dann die Angst, dass Frauen sich von den Genderfeministinnen so einfach überreden lassen, gegen ihre Natur zu handeln?
        Es müsste doch schier unmöglich sein, Menschen zu erziehen, anders zu handeln, als es in ihrer Natur liegt, oder nicht? Ich meine, immerhin ist unser Gehirn doch noch aus der Steinzeit und hat sich nicht verändert, was sind da schon vierzig Jahre Feminismus? Das dürfte doch ähnlich viel Einfluss auf die Gesellschaft haben, wie das versuchte Alkoholverbot in Amerika, wenn wirklich alles durch unsere Steinzeitgene determiniert ist, nicht?

    • Stephi

      @MB

      „Und für den sehr hypothetischen Fall, dass Manuell Neuer vor der Tür steht, ist sie wohl weg! ;-)“

      Aber vielleicht liegt das dann ja nur an seinem hübschen Gesicht, seinem muskulösen Oberkörper und seinen geschickten Händen 😉

  • Tom

    Also entweder bist du hässlich Maren oder hart depressiv… Schon lange nicht mehr sone scheiße gelesen.

  • MB

    @shark: auch hier Kombi aus beidem. Ist ja klar. Um sich zwischen Briatore und Neuer zu entscheiden, braut es weitere Kriterien: Großer Typ mit großen Händen (Beschützer), souveräne Ausstrahlung (Dominanzmerkmal) und sein Bubi-Gesicht (Perfekt zum Bemuttern) gepaart mit der Tatsache, dass er der beste Keeper der Welt ist. Handballer z.B. findet sie längst nicht so cool (Staus). O-Ton meiner Frau: „Der Typ muss größer und stärker sein als die Frau, damit er sie beschützen und sie sich besser an ihn ankuscheln kann…“ Wenn zwei Typen mit hohem Status zur Auswahl stehen, wählen Frauen auch den, der besser aussieht. Aber wenn ein Typ mittelmäßig attraktiv aussieht, aber sehr viel Status bzw. Einkommen mitbringt, dann hat ein hübscher mit wenig kaum Chancen, wenn es um dauerhaftere Bindungen geht…. Das Männer das anders entscheiden, weißte selbst… 😉

    • Shark

      Diese Klischees werden immer und immer wieder rauf und runter gerattert, wie Mantras. Dabei wählen die meisten Frauen aus dem Umfeld, in dem sie selbst verkehren. Auch die hübschen. Und das ist statistisch relevant, nicht irgendwelche Wunschträume.

      Biologisch gesehen wählen Frauen den Partner, der mit ihrem Immunsystem am besten zusammenpasst. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn dein Immunsystem mit dem deiner Frau besser zusammenpasst, dann kann Manuel Neuer vor der Tür stehen und sie trotzdem nicht interessieren, auch wenn er ihr besser gefällt. Das wird sie dann mit „Der ist so arrogant!“ oder „Der Funke ist nicht übergesprungen“ quittieren.

      Einige Frauen sind tatsächlich hinter der Kohle her oder erwarten sich, als Moderatorin groß rauszukommen, und ignorieren ihre biologischen Imperative (Menschen können das) zugunsten rein logischer Überlegungen. Das sind die Frauen, denen „Status“ wichtig ist.

  • MB

    Die These mit dem Immunsystem kenne ich natürlich, wird zwar noch eifrig gestritten in der Wissenschaftler-Szene, aber was dran ist bestimmt. Der Umfeld-These stimme ich eindeutig zu, der anonyme Fremde ist selten der Partner fürs Leben. Der Manuel Neuer Vergleich, war allerdings auch mit Augenzwinkern gemeint, wenn die Chemie nicht stimmt, da gebe ich Dir Recht, dann wird es auf den brühten fehlenden Funken geschoben. Die Suche in Online-Partnerbörsen betrachte ich auch sehr skeptisch, aber die Daten offenbar dennoch, wonach gesucht wird, also welche Kriterien wichtig sind. Und da zeigt sich eben ganz offensichtlich, dass Klischees eben kein doofer Zufall sind, sondern häufig was dran ist. Und auch beim Immunsystem-Check gibt es nicht den einen, der perfekt passt, sondern eine größere Auswahl an passenden Partnern. Ist ein komplexes System an Suchkriterien bei beiden, die Zuspitzung verdeutlicht auch nur, welche Kriterien in der Prioritätenliste bei Frauen bzw. Männern in welcher Reihenfolge gelistet sind. Stark vereinfacht ausgedrückt: bei Frauen rangiert Status und Geld vor attraktivem Aussehen, Jugendlichkeit ist noch unwichtiger. Beim Mann: dagegen rangiert das attraktive Aussehen UND Jugendlichkeit ganz klar vor den anderen Kriterien. Ohne den berühmten Funken läuft für beide natürlich oft nur wenig. Obwohl Dir dann sicher auch bekannt ist, dass es Hinweise darauf gibt, dass die Anti-Babypille beim Immunsystemcheck zu verfälschten Ergebnissen führen könnte, also Frau den Falschen wählt, der ihr eigentlich zu ähnlich ist….

    • Shark

      In meiner „Wissenschaftler-Szene“ ist es eigentlich eine ziemlich fixe Sache. Aber meine „Wissenschaftler-Szene“ ist natürlich auch nicht das an sich umstrittene Feld „Evolutionspsychologie“, das eigentlich zum größten Teil auch nichts weiter als eine Ideologie darstellt.

      Im Endeffekt kommt es, wie schon gesagt, nicht auf die Wünsche an, sondern auf die Realität. Die Menschen pflanzen sich nicht mit Traumpartnern fort, sondern mit Menschen aus Fleisch und Blut.
      Tausende sogenannte Pick up Artists können sich einreden/wünschen, dass sie mit 40+ nur so unter den 20-Jährigen grasen können, wenn sie vorgeben, „Status“ und „Game“ zu haben, aber diese Verbindungen sind trotz allem selten. Häufiger als umgekehrt (wobei die Konstellation „junger Kerl/ältere Frau“ schon nicht mehr so selten wie früher anzutreffen ist), aber nichts desto trotz selten.

      • MB

        Welche Wissenschaftler-Szene ist denn die Deine? Meines Wissens sind die Ergebnis zur Immunthese insofern noch strittig, weil es widersprüchliche Studienergebnisse gibt? Vor allem wegen des Kapitels Pheromone? Was macht die Anziehung aus? Wie funktioniert sie? Hab das im letzten Jahr mal recherchiert, wo genau es harkte müsste ich aber noch mal nachlesen… Oder gibt es inzwischen was neues?

      • Shark

        Soweit ich weiß, hat es etwas mit dem Major histone compatibility complex (einem Zelloberflächenprotein von weißen Blutkörperchen) zu tun. Je gegensätzlicher die MHCs zweier Individuen sind, desto eher ziehen sie sich an. Das geschieht natürlich unbewusst. Und ja, die Pille, die ja eine Schwangerschaft vorgaukelt, kann da schon Einfluss darauf haben, da während der Schwangerschaft das Immunsystem natürlich die ganze Zeit klein gehalten werden muss, damit das Embryo vom Körper nicht abgestoßen wird.

  • MB

    Nein, die Steinzeit determiniert es nicht, sie macht es nur wahrscheinlicher und es fühlt sich stimmiger an für das Individuum. Frauen fallen manche Dinge darum leichter, sie sind Ihnen angenehmer, umgekehrt bei Männern auch. Aber leider leider lassen sich sehr viele Menschen dazu bewegen, gegen ihre innere Stimme zu agieren und wie Lemminge einer Ideologie zu folgen, und dabei zu ignorieren, dass es ihnen nicht nur nicht gut tut, sondern auch schadet. Ich glaube darum auch, dass man mit Umerziehungsprogrammen sehr weit kommen kann, so weit, dass die Behavioristen deswegen fälschlicherweise angenommen haben, alles andere sei Irrelevant oder nicht existent. Die Frage bei der Umerziehung ist lediglich: wie viel LEID produziert es? Ich glaube: Du kannst aus jedem fast alles machen, fragt sich nur: wie sehr er darunter leidet…

    Ich glaube somit auch nicht an den langfristigen Erfolg der Umerziehung, nur das Leid, das man bis zu dem Punkt wo es kippt, bis zum endgültigen Scheitern der Umerziehung produziert, sollte man der Menschheit doch besser ersparen.

    Wo in Europa bist Du zu Hause, wenn ich fragen darf…?

    • Shark

      Wir haben ausgerechnet in der heutigen Zeit am ehesten die Möglichkeit, uns zu entfalten. Wenn ich daran denke, dass früher die Eltern entschieden haben, wen man heiratet, und dass Frauen zur Bildung kaum einen Zugang hatten, und auch die meisten Männer nicht, und man wirklich nicht die geringste Möglichkeit hatte, im sozialen Stand aufzusteigen, dann lebe ich gerne in der heutigen Zeit und nehme „Umerziehungsprogramme“, die meiner Meinung nach mehr Verschwörungstheorie sind, als alles andere, gerne in Kauf.

      Nun, ich bin ein Ösi.

    • Christian - Alles Evolution

      „Nein, die Steinzeit determiniert es nicht, sie macht es nur wahrscheinlicher und es fühlt sich stimmiger an für das Individuum.“

      Ja, da besteht noch einiges fort. Würde ich auch so sehen. Natürlich hat man heute andere Möglichkeiten, bestimmte vorlieben auszuleben.

      „Frauen fallen manche Dinge darum leichter, sie sind Ihnen angenehmer, umgekehrt bei Männern auch.“

      Das ist eine Erfahrung, die glaube ich alle „Umerzieher“ immer wieder machen. Vom Kibbuz bis zu anderen Versuchen, die Biologie zeigt sich als relativ stabil und verhindert eine umfassende Änderung

      • Shark

        Wo sind denn die „Umerzieher“, vor denen ihr so panische Angst habt, in der realen Welt, außerhalb irgendwelcher Experimente, außerhalb rein theoretischer akademischer Welten?
        Bitte, bitte, bitte sag jetzt nicht, dass sie in der Schule sitzen und die armen Jungs, die nur ihren angeborenen, normalen Bewegungsdrang ausleben wollen, mit Ritalin und Concerta füttern. Ansonsten frage ich mich nämlich, ob du nicht mitbekommen hast, wie still dein Vater noch sitzen musste, in der Schule, und was ihm blühte, wenn er es nicht tat.

      • Christian - Alles Evolution

        „Wo sind denn die “Umerzieher”, vor denen ihr so panische Angst habt, in der realen Welt, außerhalb irgendwelcher Experimente, außerhalb rein theoretischer akademischer Welten?“

        Momentan? Bei Twitter. In den Gesetzgebungsausschüssen. In den Frauenhäusern. In den Professuren der Gender Studies. In allen Bereichen, die mit Geschlechterpolitik zu tun haben. In den Zeitungen.
        Das der moderne Genderfeminismus umerziehen will ist ja offenes Programm. Männer sollen ihre „toxische Männlichkeit“ ablegen. Das Patriarchat soll bekämpft werden.
        Wenn euer „MeinFeminismus“ das nicht so sieht, dann ist das ja begrüßenswert. Allerdings ist dass das Programm der vorherrschenden Feminismustheorie

        „Bitte, bitte, bitte sag jetzt nicht, dass sie in der Schule sitzen und die armen Jungs, die nur ihren angeborenen, normalen Bewegungsdrang ausleben wollen, mit Ritalin und Concerta füttern.“

        Mir musst du mit Ritalin nicht kommen.

        „Ansonsten frage ich mich nämlich, ob du nicht mitbekommen hast, wie still dein Vater noch sitzen musste, in der Schule, und was ihm blühte, wenn er es nicht tat.“

        Du kannst aufhören, den Strohmann niederzubrennen.

      • Shark

        „Momentan? Bei Twitter. In den Gesetzgebungsausschüssen. In den Frauenhäusern. In den Professuren der Gender Studies. In allen Bereichen, die mit Geschlechterpolitik zu tun haben. In den Zeitungen.“

        Aha. „Umerziehung“ über Twitter. Und wer klickt auf solche „Umerziehungs“versuche? Unschuldige Kinder? Oder doch Leute, die sich ohnehin schon interessieren, wo also gar keine „Umerziehung“ mehr nötig ist?

        In den Frauenhäusern? Was passiert denn deiner Meinung nach in Frauenhäusern? Feministische Verschwörungen, wie man am besten den liebenden Ehemann ausbootet, ihn ausbluten lässt, ins Gefängnis wirft und ihm auf immer die Kinder entzieht? Ich weiß es ja nicht. Ich war noch nie in einem, noch nicht mal zu Besuch. Du etwa? Oder plapperst du nur Amendt nach (der erste Name, den man ergoogelt, wenn man „Frauenhäuser feministische Verschwörung“ eintippt)?

        Studieren denn auch Leute Genderstudies, die sich dafür nicht sowieso schon interessieren? Oder meinst du, dass diese eine Genderstudies-Vorlesung, die in manchen artfremden Studien auf einigen Unis auch Pflicht ist, Leute überzeugen kann, die sich dafür überhaupt nicht interessieren?

        Von den (Web)Zeitungen fange ich erst gar nicht an. Hauptsächlich Maskulisten scheinen dort zu kommentieren und Likes abzusahnen (wie überhaupt im ganzen Internet, wie mich deucht – sobald irgendwo ein Artikel mit Geschlechterthema in einer normalen Tageszeitung auftaucht, oder auch nur ein Youtube-Video, sind sie schon da, zu Myriaden, geben den Erklärbär und kassieren dafür hunderte Likes).
        Kaum ein Mensch, der nicht bereits eine klare Meinung zu dem Thema hat, kommentiert dort. Und das impliziert ziemlich stark, dass auch bloß ein gewisses Klientel sie liest, das ohnehin entweder bereits überzeugt ist, oder nicht erst überzeugt werden kann. Der Rest liest und vergisst oder klickt gleich auf die Sportschau/das Fernsehprogramm. Wo ist also das Problem.

        „In allen Bereichen, die mit Geschlechterpolitik zu tun haben. In den Zeitungen.
        Das der moderne Genderfeminismus umerziehen will ist ja offenes Programm. Männer sollen ihre “toxische Männlichkeit” ablegen. Das Patriarchat soll bekämpft werden.“

        Wie ist es eigentlich mit den Maskulisten? Versuchen diese, die Menschen zurück zur „Natur“ zu führen? Sind sie die wahren „Freiheitskämpfer“?

        Davon abgesehen habt ihr dafür das Mainstream-Fernsehen mit „Typisch Mann, typisch Frau“, „Der Bachelor“, „Catch the Millionaire“ und ähnlichen Sendungen auf der Seite. Du kannst dir sicher sein, dass solche Dinge wesentlich mehr konsumiert werden, als die TAZ oder ein Gender-Studium. Wenn die Professuren der Genderstudies so große Macht hätten, wären Sendungen wie diese, die wie gesagt ein erheblich größeres Publikum erreichen, längst von der Bildfläche verschwunden.

      • Margret

        Ja, stimmt. Die Umerziehung kenn ich auch:

        „Tanzen? Als Junge????? Mit rosa Tütü, oder was? Höhöhöhö“. „Sooooooo, und jetzt malen wir alle mal was Schönes, die Jungs ein Auto, die Mädels eine Prinzessin.“

        „Die Mami bleibt daheim bei den Kindern, der Papi kann das nicht so.“ „Also, Männer sind ja nicht so sensibel wie Frauen, die taugen nicht für die Kindererziehung.“

        „Ach komm, Du bist doch ein großer Junge, Jungs heulen nicht wegen so ein bisschen Blut.“
        „Die kann ja rechnen. Ungewöhnlich für ein Mädchen.“

        „Führ dich nicht auf wie ein Mädchen.“

        „Ach so, ich dachte, das wär ein Junge. Weil sie da ein Matchboxauto hat. Mag sie das echt?“

        „Das sind nunmal Jungs. Jungs brüllen eben und prügeln sich und toben und machen sich auch mal dreckig. Dass das heutzutage aber auch so ein Drama sein muss. Lisaaaaaaaaa, wirst du wohl aufhören da hochzuklettern! Dein Kleid wird schmutzig und geht kaputt.“

      • Christian - Alles Evolution

        @Shark

        Dein Name scheint ein Schreibfehler zu sein, du meintest gewiss „snark“? 😉

        „Aha. “Umerziehung” über Twitter. Und wer klickt auf solche “Umerziehungs”versuche? Unschuldige Kinder? Oder doch Leute, die sich ohnehin schon interessieren, wo also gar keine “Umerziehung” mehr nötig ist?“

        Dein Argument ist, dass Feministinnen nicht schlimm sind, weil sie eh keiner wahrnimmt, verstehe ich das richtig?

        Das ist zum Teil richtig. Aber eben nur zum Teil. Feministische Positionen erhalten für den Blödsinn, der in ihnen enthalten ist, eine ganz erhebliche Presse, und diese durchaus positiv. Eigentlich schreibt in den meisten Zeitungen Feministinnen und Twitter und Co werden eben als Mittel für „Shitstorms“ etc genutzt, die im wesentlichen dem Aufbau von Tabus dienen.

        „In den Frauenhäusern? Was passiert denn deiner Meinung nach in Frauenhäusern?“

        Es gibt den Teil der Arbeit, der nicht zu beanstanden ist: Leuten ein Heim bieten, die in ihrem nicht bleiben können. Allerdings kann man ja in viele Frauenhauser auch vollkommen ohne Begründung.
        Tatsächlich sind allerdings viele durchaus mit einer stark ideologisierten Besatzung ausgestattet. Vielleicht war es Zufall, aber mir haben Frauen entsprechendes berichtet, dass dort bei einigen Mitarbeiterinnen ein ziemlicher Hass bemerkbar war.

        „Ich war noch nie in einem, noch nicht mal zu Besuch. Du etwa?“

        Nein. Aber ich hatte mit Frauen zu tun, die dort waren.

        „Oder plapperst du nur Amendt nach (der erste Name, den man ergoogelt, wenn man “Frauenhäuser feministische Verschwörung” eintippt)?“

        Nein, ich habe mir eine eigene Meinung gebildet. Ich bin auch nicht für die Abschaffung solcher unterkünfte, wohl aber für deren entideologisierung. Auch eine Frage ist aus meiner Sicht: Warum nicht einfach Geschlechtsneutrale Unterkünfte? Warum sollen geschlagene Männer mit ihren Kindern nicht mit geschlagenen Frauen mit ihren Kindern unter einem Dach leben können?
        Da die Frauenhäsuer eh durch staatliche Subventionierung leben, wäre es ja eigentlich nur gerecht beiden Geschlechtern die gleichen Möglichkeiten zu bieten.
        Natürlich: Das ist mit Rape Culture Gedanken schwer zu vereinbaren. Aber wir beide sind uns ja sicherlich einig, dass Männer sich auch zivilisiert benehmen können und nicht per se gefährlich sind.
        Außerdem kann man sie ja sonst rausschmeißen.

        „Studieren denn auch Leute Genderstudies, die sich dafür nicht sowieso schon interessieren?“

        Was hat das damit zu tun? Ich gehe davon aus, dass die Indoktrination in solchen Studiengängen durchaus noch verstärkt wird, gerade weil es in den rahmen offizieller Wissenschaft gepresst wird. Wäre aber interessant einen Vergleich von Studenten Anfang erstes Semester und Abschlußsemester zu machen in Hinblick auf Radikalisierung.

        „Oder meinst du, dass diese eine Genderstudies-Vorlesung, die in manchen artfremden Studien auf einigen Unis auch Pflicht ist, Leute überzeugen kann, die sich dafür überhaupt nicht interessieren?“

        Was ist denn das für eine Rechtfertigung? Wenn ich eine Pflichtvorlesung Homöopathie oder Astrologie belegen würde, dann würde es mich auch ankotzen.
        Sicherlich werden einige auch davon was mitnehmen. Etwa 1/6 oder andere Punkte. Die Zahl ist ja jetzt schon stark etabliert.
        Noch mehr stört es mich natürlich wenn da Gruppenbzeogene Feindlichkeiten und auch noch gegen meine Gruppe verbreitet werden dürfen. Von einer Universität. Und ich müsste teilnehmen.
        Lass sie doch erzählen, dass die schwarzen im Bus hinten sitzen sollen, überzeugen doch eh keinen?

        „Von den (Web)Zeitungen fange ich erst gar nicht an. Hauptsächlich Maskulisten scheinen dort zu kommentieren und Likes abzusahnen (wie überhaupt im ganzen Internet,“

        Das klingt so abwertend. Sind alle die Kommentare dort denn falsch oder verbreiten Frauenhass? Oder ist es gerechtfertigte Kritik?
        Allerdings fallen die die vielen Kommentare dazu vielleich deswegen auf, weil es eben so viele absolut unkritische feministische Artikel gibt.

        „wie mich deucht – sobald irgendwo ein Artikel mit Geschlechterthema in einer normalen Tageszeitung auftaucht, oder auch nur ein Youtube-Video, sind sie schon da, zu Myriaden, geben den Erklärbär und kassieren dafür hunderte Likes).“

        Das ja auch durchaus zu recht.
        Immerhin reden wir hier über einen reinen Sozialkonstruktivismus, der mehr einer Glaubengemeinschaft ähnelt, sich um Fakten nicht kümmert, Kritik pauschal als ungerechtfertigt ansieht und nur „innerfeministische Kritik“ zulassen möchte (und selbst die wenig sachlich behandelt).
        Dennoch wird man eben diese Kritik in einem Artikel in der Zeitung, der veröffentlicht wird, nicht lesen. Eher einen weiteren Artikel.

        „Kaum ein Mensch, der nicht bereits eine klare Meinung zu dem Thema hat, kommentiert dort. Und das impliziert ziemlich stark, dass auch bloß ein gewisses Klientel sie liest, das ohnehin entweder bereits überzeugt ist, oder nicht erst überzeugt werden kann. Der Rest liest und vergisst oder klickt gleich auf die Sportschau/das Fernsehprogramm. Wo ist also das Problem.“

        Das ist deine Position? eine Meinung, die veröffentlicht wird, zählt nicht, weil sie eh keiner liest? Und das belegst du damit, dass viele sie in den Kommentaren kritisieren?
        Wo ist da der kausale Zusammenhang?

        „Wie ist es eigentlich mit den Maskulisten?“

        Einige, gerade radikale, sind stark Frauenfeindlich. Andere nicht. Radikale Maskulisten sind natürlich zu kritisieren, ebenso wie radikale Feministinnen. Ich sehe aber nicht, dass Leutnant Dino in der Welt, der Süddeutschen oder dem Spiegel schreiben darf oder habe ich was verpasst?
        Hingegen darf zB Nicole von Horst im Spiegel fordern, dass wir uns von der Rape Culture weg zu einer Consens Culture entwickeln.

        „Versuchen diese, die Menschen zurück zur “Natur” zu führen?“

        Einige vielleicht. Wobei sie dann meistens falsche Vorstellungen von der Natur haben.
        Es ist aus meiner Sicht schwer, sich von der Natur zu entfernen. Man kann sie nur verschieden ausformen.
        Allerdings wäre es nett, wenn in der Geschlechterforschung naturwissenschaftliche Erkenntnisse nicht weiter ausgeblendet würden. Wir sind eben nicht rein sozial konstruiert, wie es der Genderfeminismus vertritt

        „Sind sie die wahren “Freiheitskämpfer”?“

        Einige Ja, andere Nein. Ich finde meine Ansätze weitaus freier als die des Genderfeminismus.
        Was meinst du eigentlich damit zu erreichen, mir den Maskulismus als Block vorzuhalten? Den gibt es ja eh nicht und ich lehne, wie dir bekannt ist, den radikalen Teil dort deutlich ab.
        Damit kannst du also wenig Stiche machen

        „Davon abgesehen habt ihr dafür das Mainstream-Fernsehen mit “Typisch Mann, typisch Frau”, “Der Bachelor”, “Catch the Millionaire” und ähnlichen Sendungen auf der Seite.“

        Ihr? Wer ist da „ihr“? Und warum entspricht das „unserer“ Sicht?
        Sind das Sendungen, in denen es um Vaterrechte geht? Darum, dass auch Männer einen Rollendruck erleben? Werden da Anteile von Frauen an der Gestaltung der Gesellschaft und deren Nachteile für Männer diskutiert? Wenn bestimmte Shows eher bestimmten Thesen zuneigen, etwa, dass Status und Ressourcen attraktiv machen, dann vielleicht schlicht, weil das so ist.
        Eine Show „Schönheit ist rein subjektiv“ oder „Catch the man who checked his privilege“ will eben keiner sehen, nicht wegen der „Marktmacht“ des Mainstream, sondern weil die meisten Leute sie aus guten Grund nicht nachvollziehen wollen.

        „Du kannst dir sicher sein, dass solche Dinge wesentlich mehr konsumiert werden, als die TAZ oder ein Gender-Studium. Wenn die Professuren der Genderstudies so große Macht hätten, wären Sendungen wie diese, die wie gesagt ein erheblich größeres Publikum erreichen, längst von der Bildfläche verschwunden.“

        Und deswegen soll ich die vorhanden Macht in anderen Bereichen ignorieren?
        Aber es ist ja immerhin gut, dass du anscheinend ebenfalls davon ausgehst, dass sie in totalitärer Weise solche Shows verschwinden lassen würden, wenn sie Macht hätten

      • Christian - Alles Evolution

        „Ja, stimmt. Die Umerziehung kenn ich auch:“

        Dagegen kann man ja sein und dennoch die genderfeminstische Vorgehensweise ablehnen.
        Weil sie eben in die andere Richtung umschlägt: Geschlechtertypisches Verhalten ist schlecht, weil es die Geschlechterrollen stützt. Die vom Patriarchat geschaffen worden sind. Um Frauen zu unterdrücken.

        Statt dessen kann man den Teil weglassen, zugestehen, dass es Häufungen gibt, aber eben nur Häufungen und schleichende Übergänge zwischen den Geschlechtern. Normalverteilungen mit sich überlappenden Trägern aber verschiedenen Mittelwerten eben.

        Männer und Frauen sind nicht per se unterschiedlich, aber im Schnitt

      • Shark

        „Dein Name scheint ein Schreibfehler zu sein, du meintest gewiss “snark”? ;-)“

        Ich finde, es passt beides 😉

        „Nein, ich habe mir eine eigene Meinung gebildet. Ich bin auch nicht für die Abschaffung solcher unterkünfte, wohl aber für deren entideologisierung. Auch eine Frage ist aus meiner Sicht: Warum nicht einfach Geschlechtsneutrale Unterkünfte? Warum sollen geschlagene Männer mit ihren Kindern nicht mit geschlagenen Frauen mit ihren Kindern unter einem Dach leben können?
        Da die Frauenhäsuer eh durch staatliche Subventionierung leben, wäre es ja eigentlich nur gerecht beiden Geschlechtern die gleichen Möglichkeiten zu bieten.
        Natürlich: Das ist mit Rape Culture Gedanken schwer zu vereinbaren. Aber wir beide sind uns ja sicherlich einig, dass Männer sich auch zivilisiert benehmen können und nicht per se gefährlich sind.
        Außerdem kann man sie ja sonst rausschmeißen.“

        Warum nicht auch geschlechtsneutrale Klöster?
        Und warum kümmern sich die Männer nicht, genauso wie die Frauen, um Männerunterkünfte für geschlagene Männer? Warum sich nicht dafür einsetzen, statt (wie Amendt) vorschlagen, dass die Frauenhäuser geschlossen werden?
        Ich werde mich über Rape Culture nicht äußern. Es ist aber interessant, dass du mir automatisch unterstellst, dass ich denke, wir würden in einer leben.
        Aber ja, ich weiß, dass Männer sich grundsätzlich zivilisiert benehmen können, und die, die es nicht tun, eine (krankhafte) Minderheit darstellen.
        Und gewisse gewalttätige Charaktere (ich sage bewusst „Charaktere“, nicht „Männer“) lassen sich nicht unbedingt einfach von einem Hausverbot in der eigenen Wohnung abhalten. Du stellst dir das zu einfach vor. Ich glaube auch nicht, dass geschlagene Frauen sofort ins Frauenhaus rennen – vielmehr denke ich, dass da im Schnitt schon wesentlich mehr passieren muss, damit eine Frau dort Zuflucht sucht.

        „Einige Ja, andere Nein. Ich finde meine Ansätze weitaus freier als die des Genderfeminismus.
        Was meinst du eigentlich damit zu erreichen, mir den Maskulismus als Block vorzuhalten? Den gibt es ja eh nicht und ich lehne, wie dir bekannt ist, den radikalen Teil dort deutlich ab.
        Damit kannst du also wenig Stiche machen“

        Tja, DeinMaskulismus vielleicht.
        Was ich damit erreiche? Dasselbe wie du, wenn du alle Feministen (bis auf die sogenannten Equity-„Feministen“ natürlich) auf die Genderschiene stellst.
        Es gibt also DEN Feminismus, aber nicht DEN Maskulismus. Interessant.

        „Einige, gerade radikale, sind stark Frauenfeindlich. Andere nicht. Radikale Maskulisten sind natürlich zu kritisieren, ebenso wie radikale Feministinnen. Ich sehe aber nicht, dass Leutnant Dino in der Welt, der Süddeutschen oder dem Spiegel schreiben darf oder habe ich was verpasst?
        Hingegen darf zB Nicole von Horst im Spiegel fordern, dass wir uns von der Rape Culture weg zu einer Consens Culture entwickeln.“

        Von welchen radikalen Feministinnen sprichst du denn, die in der Welt oder in der Süddeutschen Artikel schreiben dürfen? Zu Leutnand Dino fällt mir nichts ein, aber dass einige Leute, die bei dir kommentieren, das, was sie unter deine Artikel schreiben, nicht im Spiegel oder in der Welt schreiben dürfen (außer eben in den Kommentaren, wo sie das sicher zum Teil auch tun), leuchtet mir eigentlich ziemlich ein. Ich habe noch keinen feministisch angehauchten Artikel gesehen, der auch nur ansatzweise so ekelhaft männerfeindlich gewesen wäre, wie die frauenfeindlich sind.

        „Was ist denn das für eine Rechtfertigung? Wenn ich eine Pflichtvorlesung Homöopathie oder Astrologie belegen würde, dann würde es mich auch ankotzen.
        Sicherlich werden einige auch davon was mitnehmen. Etwa 1/6 oder andere Punkte. Die Zahl ist ja jetzt schon stark etabliert.
        Noch mehr stört es mich natürlich wenn da Gruppenbzeogene Feindlichkeiten und auch noch gegen meine Gruppe verbreitet werden dürfen. Von einer Universität. Und ich müsste teilnehmen.
        Lass sie doch erzählen, dass die schwarzen im Bus hinten sitzen sollen, überzeugen doch eh keinen?“

        Kurze Frage: warst du jemals in einer solchen Vorlesung? Ich nicht, darum wage ich es nicht zu beurteilen. Ich weiß nur, dass man populärwissenschaftliche Bücher, die für eine breite Masse zugänglich sind, nicht mit dem vergleichen kann, was auf der Uni gelehrt wird. Solltest du dein Wissen über Genderstudies aus populärwissenschaftlichen Büchern haben, könntest du ein etwas verzerrtes/vereinfachtes Bild von Genderstudies auf der Uni haben.

        „Das ja auch durchaus zu recht.
        Immerhin reden wir hier über einen reinen Sozialkonstruktivismus, der mehr einer Glaubengemeinschaft ähnelt, sich um Fakten nicht kümmert, Kritik pauschal als ungerechtfertigt ansieht und nur “innerfeministische Kritik” zulassen möchte (und selbst die wenig sachlich behandelt).
        Dennoch wird man eben diese Kritik in einem Artikel in der Zeitung, der veröffentlicht wird, nicht lesen. Eher einen weiteren Artikel.“

        Meiner Meinung nach nicht immer. Es ist schon häufig sehr viel reflexives Bellen dabei. Unter jeglichen veröffentlichten Studien, die ihnen nicht passen, wird beispielsweise gewettert, was das Zeug hält, aber umgekehrt die mit Feuer und Schwert verteidigt, die ihnen gefallen.
        Und die Evolutionspsychologie-Anhänger, insbesondere die, welche nicht selbst aus einem biologischen oder psychologischen Feld kommen, scheinen mir selbst einer Glaubensgemeinschaft zu entspringen, jedenfalls wenn noch Pick up dazukommt.

        „Ihr? Wer ist da “ihr”? Und warum entspricht das “unserer” Sicht?
        Sind das Sendungen, in denen es um Vaterrechte geht? Darum, dass auch Männer einen Rollendruck erleben? Werden da Anteile von Frauen an der Gestaltung der Gesellschaft und deren Nachteile für Männer diskutiert? Wenn bestimmte Shows eher bestimmten Thesen zuneigen, etwa, dass Status und Ressourcen attraktiv machen, dann vielleicht schlicht, weil das so ist.
        Eine Show “Schönheit ist rein subjektiv” oder “Catch the man who checked his privilege” will eben keiner sehen, nicht wegen der “Marktmacht” des Mainstream, sondern weil die meisten Leute sie aus guten Grund nicht nachvollziehen wollen.“

        Leute, die meinen, die gesamte Gesellschaft sei feministisch indoktriniert, wer sonst?
        Nun, du bist doch derjenige, der den unauslöschlichen, in der Steinzeit geprägten Unterschied zwischen den Geschlechtern predigt. Diese Sendungen, die du immerhin auch öfter in deinen Beiträgen zitierst und damit deine Meinung zu belegen versuchst, sprechen dir doch nur so aus der Seele, oder nicht? Man könnte genauso sagen, dass Menschen mit Sendungen wie diesen manipuliert werden. Es sind Sendungen, die auf Reizthemen basieren, die gerne angeguckt werden und in ihrer Kurzweiligkeit natürlich die Leute begeistern und es somit leichter haben, sie in eine gewisse Richtung zu drängen. Leichter als es ein Genderstudium jemals haben wird.

        „Und deswegen soll ich die vorhanden Macht in anderen Bereichen ignorieren?
        Aber es ist ja immerhin gut, dass du anscheinend ebenfalls davon ausgehst, dass sie in totalitärer Weise solche Shows verschwinden lassen würden, wenn sie Macht hätten“

        So wie du sie hinstellst, würden sie diese Shows verschwinden lassen, ja. Aber ich denke weder, dass sie so totalitär sind, wie immer getan wird, noch dass sie diese immense Macht haben, die du ihnen zuschreibst.

      • Christian - Alles Evolution

        „Warum nicht auch geschlechtsneutrale Klöster?“

        Frauenhäuser werden in der Regel durch öffentliche Gelder finanziert, auch wenn private Vereine die Betreiber sind.
        Zudem geht es dort um Schutz, in Klöstern geht es um Abgeschiedenheit und sexuelle Enthaltsamkeit.
        Aber als Atheist habe ich auch nichts gegen die Abschaffung von Klostern

        „Und warum kümmern sich die Männer nicht, genauso wie die Frauen, um Männerunterkünfte für geschlagene Männer?“

        Weil sie dafür keine Fördergelder bekommen. Für die Förderung von Frauenhäusern gibt es offizielle Förderprogramme und Richtlinien für die Vergabe.

        „Warum sich nicht dafür einsetzen, statt (wie Amendt) vorschlagen, dass die Frauenhäuser geschlossen werden?“

        Ich schlage gar nicht vor, dass sie geschlossen werden. ich schlage vor, dass eine öffentliche Förderung davon abhängig gemacht wird, dass sie beiden Geschlechtern und ihren Kindern zuflucht gewähren. Wer darüber hinaus, also ohne Förderung, ein reines Frauenhaus betreiben will, der kann das von Spenden selbstverständlich machen. Das steht jedem frei.

        „Ich werde mich über Rape Culture nicht äußern. Es ist aber interessant, dass du mir automatisch unterstellst, dass ich denke, wir würden in einer leben.“

        Unterstelle ich dir gar nicht. Sondern dem Genderfeminismus, den du meines Wissens nach nicht vertrittst.
        Schade finde ich es trotzdem, dass sich so wenige „gemäßigte“ Feministinnen mit der Kritik an solchen Konzepten zurückhalten. Euch gefällt der gegenwärtige Feminismus nicht, aber dessen Theorie substantiert angreifen, dass dann lieber auch nicht?

        „Aber ja, ich weiß, dass Männer sich grundsätzlich zivilisiert benehmen können, und die, die es nicht tun, eine (krankhafte) Minderheit darstellen.“

        Eben. Also wäre das ja ohne weiteres möglich

        „Und gewisse gewalttätige Charaktere (ich sage bewusst “Charaktere”, nicht “Männer”) lassen sich nicht unbedingt einfach von einem Hausverbot in der eigenen Wohnung abhalten.“

        Ich meinte auch ein Hausverbot in dem Gewaltschutzhaus (statt Frauenhaus).
        Allerdings lässt das Gewaltschutzgesetz ja auch durchaus ein Mehr zu. Ein Verstoß gegen die dortigen Regelungen eröffnet direkt den Weg ins Strafrecht.

        „Du stellst dir das zu einfach vor. Ich glaube auch nicht, dass geschlagene Frauen sofort ins Frauenhaus rennen – vielmehr denke ich, dass da im Schnitt schon wesentlich mehr passieren muss, damit eine Frau dort Zuflucht sucht.“

        Wusstest du, dass man keineswegs geschlagen werden muss um ins Frauenhaus zu kommen? in viele kann eine Frau einfach so rein, ob sie geschlagen wurde oder nicht. Selbst wenn er sie zB rausschmeist, weil sie ihn schlägt kann sie ins Frauenhaus.
        Was richtig ist, dass viele Frauen und Männer, die in solchen Beziehungen stecken, viele Probleme haben da rauszukommen. Aber warum sollte man die nicht geschlechtsneutral unterstützen können?

        „Tja, DeinMaskulismus vielleicht.“

        Eben. Wobei es nicht schlicht ein „MeinMaskulismus“ im Sinne des „MeinFeminismus“ ist, weil der „meinFeminsmus“ im wesentlichen theorielos ist und nur vage Wertungen aufstellt, ohne ein passendes Gerüst aufzubauen.

        „Was ich damit erreiche? Dasselbe wie du, wenn du alle Feministen (bis auf die sogenannten Equity-“Feministen” natürlich) auf die Genderschiene stellst.“

        Deswegen schreibe ich ja üblicherweise Genderfeminismus. Allerdings ist der ja nun einmal auch ganz vorherrschend. Das wesentliche Element aller Feministischen Theorien ist, das Frauen unterdrückt werden durch Männer.Theorien, die nicht davon ausgehen, werden üblicherweise im klassischen Feminismus nicht als Feminismus anerkannt.

        „Es gibt also DEN Feminismus, aber nicht DEN Maskulismus. Interessant.“

        Der Feminismus ist nun einmal deutlicher in große Strömungen zu unterteilen, und der Genderfeminismus ist da ganz vorherrschend. Und moderner Feminismus entspricht zudem meist einem poststrukturalistischen Feminismus mit Privilegientheorie, Interesektionalismus und damit der Unmöglichkeit einer Diskriminierung von Männern, Rape Culture etc.

        „Von welchen radikalen Feministinnen sprichst du denn, die in der Welt oder in der Süddeutschen Artikel schreiben dürfen?“

        ich wollte tatsächlich mal eine Liste zusammen stellen. Geh doch mal die feminismuspositiven Artikel durch.

        „aber dass einige Leute, die bei dir kommentieren, das, was sie unter deine Artikel schreiben, nicht im Spiegel oder in der Welt schreiben dürfen (außer eben in den Kommentaren, wo sie das sicher zum Teil auch tun), leuchtet mir eigentlich ziemlich ein.“

        ich stimme wahrhaftig auch nicht allem zu, was bei mir kommentiert wird, aber das ist eben der Nachteil einer freien Kommentarpolitik. Allerdings werden ich die meisten Punkte, die da angesprochen werden, und die radikaler sind, bereits in irgendeiner Form angegriffen haben oder meine Gegenmeinung dargestellt haben.
        Was fehlt ist ein liberaler oder humanistische feministischer Blog, der mal eine tatsächliche innerfeministische Kritik betreibt. Gibt es leider nicht.

        “ Ich habe noch keinen feministisch angehauchten Artikel gesehen, der auch nur ansatzweise so ekelhaft männerfeindlich gewesen wäre, wie die frauenfeindlich sind.“

        Echt nicht?
        Du liest doch bei mir mit.
        Hier findest du bestimmt was:
        https://allesevolution.wordpress.com/tag/radikaler-feminismus-ist-gruselig/

        ich habe Artikel von „Babies sollte man nicht in der Öffentlichkeit zeigen“ bis „Wenn Feminismus Männern gefällt macht er etwas falsch“ über Zustimmungen zu Solanas oder eben zB den Theorien, zu denen du lieber schweigst wie Rape Culture, in denen vertreten wird „All men benefit from some men’s violence against women because that violence – and the threat of it – is a key tool in men’s continued subordination of women, from which all men benefit.“

        Ganz zu schweigen von den entwürdigenden Haltungen, dass Männer eh alle nur privilegienverseucht sind und deswegen den Mund halten sollen wenn Frauen reden. Oder den Abwertungen ihrer Sorgen.

        “Was ist denn das für eine Rechtfertigung? Wenn ich eine

        „Kurze Frage: warst du jemals in einer solchen Vorlesung?“

        Hier habe ich zB mal einen Bericht:
        https://allesevolution.wordpress.com/2013/07/07/biologen-ihr-musst-euch-das-so-vorstellen-als-wurde-man-das-wort-regelrecht-ausspucken/

        Ich habe auch Professing Feminism von zwei Professorinnen aus dem Bereich gelesen (sehr interessantes Buch, kann ich empfehlen)

        „Ich nicht, darum wage ich es nicht zu beurteilen“

        Du hast dich ja auch noch nicht mit feministischer Theorie beschäftigt, wie wir neulich schon anlässlich „niemand behauptet, dass Biologie keine Rolle spielt“ festgestellt haben.
        Aber das Argument ist doch schwach: Die Theorien kann man nachlesen, genug blogschreibende Feministinnen haben Gender Studies studiert. Sie vertreten doch genau diese Theorien.

        „Ich weiß nur, dass man populärwissenschaftliche Bücher, die für eine breite Masse zugänglich sind, nicht mit dem vergleichen kann, was auf der Uni gelehrt wird“

        Ich habe ja auch nicht nur populärwissenschaftliche Bücher dazu gelesen. Sondern beispielsweise Butler und Co. Es ist ja auch nicht so, dass es eine geheimwissenschaft ist und nicht laut verkündet wird, was man dort vertritt.

        „Solltest du dein Wissen über Genderstudies aus populärwissenschaftlichen Büchern haben, könntest du ein etwas verzerrtes/vereinfachtes Bild von Genderstudies auf der Uni haben.“

        Wie wäre es, wenn du einfach mal selbst was darüber liest? ich glaube deine Wissenlücke ist da eher größer als meine.

        „Unter jeglichen veröffentlichten Studien, die ihnen nicht passen, wird beispielsweise gewettert, was das Zeug hält, aber umgekehrt die mit Feuer und Schwert verteidigt, die ihnen gefallen.“

        Das muss ja auch nicht falsch sein. Wende das zB mal auf Evolutionsbiologie und Kreationismus an. Wenn du da sagen würdest, dass sie zB gegen jeden Kreationistischen Artikel wettern und jeden evolutionsbiologischen gut finden, spricht das dann dafür, dass die Kritik unberechtigt ist?
        Es ist eben recht einfach, gegen poststrukturalistischen Genderfeminismus zu sein, weil er keinerlei Grundlagen hat und extreme gruppenfeindlichkeit zulässt, dazu noch sehr simpel aufgebaut ist und Feindbilder bedient.

        „Und die Evolutionspsychologie-Anhänger, insbesondere die, welche nicht selbst aus einem biologischen oder psychologischen Feld kommen, scheinen mir selbst einer Glaubensgemeinschaft zu entspringen“

        Hatten wir ja auch schon oft die Diskussion. Hast du da eigentlich mal was gelesen? zB Dawkins oder Geary? Würde ich empfehlen.
        In der evolutionären Psychologie werden teilweise einfach nur die Grundlagen, die man in der evolutionären Biologie erarbeitet hat, auf die Menschen übertragen. Das erscheint dann als Tabubruch. Was erstaunlich ist. Natürlich müssen diese evolutionären Regeln auch für uns gelten.
        Zudem kann man das ganze auch noch rein hormonell etc begründen.

        „Nun, du bist doch derjenige, der den unauslöschlichen, in der Steinzeit geprägten Unterschied zwischen den Geschlechtern predigt.“

        Den Unterschied im Schnitt. Und ich predige ihn nicht. ich verweise auf eine äußerst überzeugende wissenschaftliche Beweislage, die keinen anderen Schluss zulässt.

        „Diese Sendungen, die du immerhin auch öfter in deinen Beiträgen zitierst und damit deine Meinung zu belegen versuchst, sprechen dir doch nur so aus der Seele, oder nicht?“

        Wie sollte mir „How to catch a millionär“ etc aus der Seele sprechen?
        Natürlich finde ich es leicht nachvollziehbar, dass ein Millionär attraktiver erscheint als „how to catch a verwaltungsfachangestellten: Fachrichtung Müllbeseitigung“. Aber abgesehen davon ist es natürlich eine inszenierte Realityshow, die als show funktionieren muss und will und nicht wirklich auf einer beziehungsebene

        „Man könnte genauso sagen, dass Menschen mit Sendungen wie diesen manipuliert werden.“

        Millionäre zu heiraten? Oder Models gut zu finden? oder wahrzunehmen, dass Männer und Frauen im Schnitt verschieden sind?
        Große Manipulation, in der Tat.

        „Es sind Sendungen, die auf Reizthemen basieren, die gerne angeguckt werden und in ihrer Kurzweiligkeit natürlich die Leute begeistern und es somit leichter haben, sie in eine gewisse Richtung zu drängen. Leichter als es ein Genderstudium jemals haben wird.“

        Wie gesagt: Die meisten Ansichten im genderfeminismus sind halt einfach zu realtitätsfern. Eine Liebesgeschichte unter Consens-Gesichtspunkten mit einem andauernd seine privilegien hinterfragenden Mann möchte niemand sehen.

        Ich würde allerdings eine Dokumentation, wie Feministinnen eine vollkommen korrekte Liebesgeschichte drehen und dabei jeden Sexismus ausschließen müssen, großartig finden.

        Das ändert aber nichts daran, dass sie mit ihren falschen Ideen durchaus eine Lobby aufgebaut haben

        „Aber ich denke weder, dass sie so totalitär sind, wie immer getan wird“

        Klar, du hast dich mit der Theorie ja auch nicht beschäftigst und willst das auch nicht, siehe Rape Culture. Einfach das radikale Ausblenden.

        „noch dass sie diese immense Macht haben, die du ihnen zuschreibst.“

        Ich habe selbst schon Artikel gegen überzogene Ansichten einer Femokratie geschrieben. Aber in vielen Bereichen haben sie erheblichen Einfluss. Gerade in den Bereichen, die Geschlechterthemen betrifft.

      • Margret

        „Dagegen kann man ja sein und dennoch die genderfeminstische Vorgehensweise ablehnen.
        Weil sie eben in die andere Richtung umschlägt: Geschlechtertypisches Verhalten ist schlecht, weil es die Geschlechterrollen stützt. Die vom Patriarchat geschaffen worden sind. Um Frauen zu unterdrücken.

        Statt dessen kann man den Teil weglassen, zugestehen, dass es Häufungen gibt, aber eben nur Häufungen und schleichende Übergänge zwischen den Geschlechtern. Normalverteilungen mit sich überlappenden Trägern aber verschiedenen Mittelwerten eben.

        Männer und Frauen sind nicht per se unterschiedlich, aber im Schnitt“

        Sag mal christian, warst du je in solchen Vorlesungen zum Thema Gendertheorien? Dort wird nämlich fast 1 zu 1 das vertreten, was Du hier schreibst. Und ich war in einigen. Das Stichwort ist: Die Varianz innerhalb der Geschlechter ist größer als zwischen den Geschlechtern.“

        Ich verstehe, ganz ehrlich, dein Problem mit Gendertheorien nicht ganz. Entweder, es ist so und so alles genetisch bedingt, dann greift sharks Argument. Sog. „Umerziehen“ ist dann ohnehin nicht möglich.Oder aber Verhalten ist doch, zumindest in großen Anteilen, erworben und erlernt. Dann ist nichts gegen geschlechtsneutrale Erziehung (also solche, die mit verschiedenen Möglichkeiten für beide Geschlechter arbeitet) doch augenscheinlich richtig. Weil mehr Möglichkeiten eröffnet werden und Fähigkeiten unterstützt werden können, die sonst vielleicht brach lägen.

        @ shark Ich kann so gut wie jedes Wort von dir unterschreiben. Klasse. Liegt das vielleicht daran, dass wir beide Österreicherinnen sind :-D?

      • Christian - Alles Evolution

        „ch verstehe, ganz ehrlich, dein Problem mit Gendertheorien nicht ganz. Entweder, es ist so und so alles genetisch bedingt, dann greift sharks Argument.“

        Es gibt eine dritte Möglichkeit: Wir sind in gewisser Weise disponiert, aber nicht determiniert und es bestehen auch nur Unterschiede im Schnitt. Das ist etwas vollkommen anderes als ein Essentialismus. Shark ist das auch bekannt, ich habe da denke ich 8-10 Artikel drüber und sie liest ja schon länger bei mir mit

        „Sog. “Umerziehen” ist dann ohnehin nicht möglich“

        Umerziehen ist zwar meist nicht möglich, aber ausgestalten. Zudem sind Männer und Frauen nicht einfach ein Blog, die Übergänge sind auch nach den biologischen theorien fließend, es sind Normalverteilungen mit sich überlappenden Trägern und verschobenen Mittelwerten

        „Oder aber Verhalten ist doch, zumindest in großen Anteilen, erworben und erlernt. Dann ist nichts gegen geschlechtsneutrale Erziehung (also solche, die mit verschiedenen Möglichkeiten für beide Geschlechter arbeitet) doch augenscheinlich richtig.“

        Auch das ist ja ein altes Argument. Passt aber eben nicht für die Mischung.
        Ich bin eher dafür, nicht per se geschlechtsneutral zu erziehen, sondern dem Kind Möglichkeiten zu bieten. Ein eher weiblicher Junge ist eben nicht umzuerziehen und wenn man ihn mit He-Man-puppen bombadiert und die barbies verbietet bringt das nicht. Ebenso ist es aber recht sinnlos einem eher männlichen Jungen per se Spielzeug, dass ihn interessiert vorzuenthalten, weil es zu „geschlechterspezifisch“ ist.

        „Weil mehr Möglichkeiten eröffnet werden und Fähigkeiten unterstützt werden können, die sonst vielleicht brach lägen.“

        Möglichkeiten eröffnen finde ich gut und richtig. Das Kind in eine Neutralität hineinzwingen schlecht. Man kann eben das Geschlechterneutrale auch übertreiben.

      • Margret

        Zu den Frauenhäusern. Ich habe eine Zeit lang ehrenamtlich Kinderbetreuung in einem gemacht. Dort hatte gar niemand Zeit für irgendeine „Indoktrinierung“. Für die Kinder gab es eine Therapeutin, die Frauen wurden extern an Therapeuten vermittelt, wenn sie wollten. Und es gab eine Notfallbetreuung durch eine externe Therapeutin, falls jemand suizidgefährded war. Und es gab eine Rechtsberatung durcj eine Juristin, auch übervoll.

        99 % der Frauen waren Mütter. Die meisten Frauen waren Partnerinnen von Männern mit klaren Suchtproblemen, in den meisten Fällen Alkoholikern, manchmal andere Drogen. Manche hatten selbst ein Suchtproblem, aber das war nicht die Regel. Die Kinder waren häufiger grün und blau geschlagen als die Mütter und viele Mütter sind auch deshalb gegangen, die Schläge gegen sich selbst haben sie meist sogar verharmlost (ach, nur ein paar blaue Flecken). Es war tatsächlich die Mehrzahl, die erst gegangen ist, als sich die tätlichen Übergriffe auch auf die Kinder ausgeweitet hatten. Viele waren 2 oder 3x da, sind wieder zurückgegangen und dann wiedergekommen. Allerdings konnte man nicht unbegrenzt zurückkommen, dafür waren die Kapazitäten nicht groß genug, ich glaube, 2 x und dann war Schluss.

        Es war so viel zu tun und es gab fast immer mehr Anmeldungen als Zimmer, niemand hätte dort auch nur im Ansatz Zeit gehabt für lange Gespräche zur „Indoktrination“.

        Einmal war eine Frau da, die sehr aggressiv war, es kam dann auch raus, dass sie und ihr Mann sich wohl eher gegenseitig geschlagen haben. Sie musste dann auch gehen.

        Meiner Ansicht nach ist die Vorstellung, da würden Frauen „indoktriniert“ ein totaler Mythos. Das einzige was passiert ist, war, dass den Frauen bei deutlicher Gewalt nahegelegt wurde, im Sinne der Kinder die Beziehung zu beenden. Was sehr sinnvoll ist.

      • Margret

        „suchtgefährdet“ meinte ich natürlich. Himmel, ich sollte wohl schlafen gehen …

      • Shark

        „Das muss ja auch nicht falsch sein. Wende das zB mal auf Evolutionsbiologie und Kreationismus an. Wenn du da sagen würdest, dass sie zB gegen jeden Kreationistischen Artikel wettern und jeden evolutionsbiologischen gut finden, spricht das dann dafür, dass die Kritik unberechtigt ist?
        Es ist eben recht einfach, gegen poststrukturalistischen Genderfeminismus zu sein, weil er keinerlei Grundlagen hat und extreme gruppenfeindlichkeit zulässt, dazu noch sehr simpel aufgebaut ist und Feindbilder bedient.“

        Öhm, ja. Man kann es auch auf „die Erde ist eine Scheibe“ vs „die Erde ist ein Geoid“ anwenden. Natürlich schneidet dann die Scheibe schlechter ab. Du kannst dir nun zwei x-beliebige Paare suchen, von denen eines klar Humbug und das andere so gut wie bewiesen ist, und behaupten, der Vergleich wäre legitim.
        Was ich allerdings bisher von maskulistischen Theorien gehört habe, sowohl auf deiner Seite, als auch sonstwo im Netz, überzeugt mich schlicht nicht. Es ist zu einem großen Teil übertrieben (Hypergamie, Wettern gegen die Quote, panische Angst vor Falschbeschuldigung) bis absolut lächerlich („Femokratie“, Leugnung der Unterdrückung von Frauen in der Geschichte und sonst wo auf der Welt). Dazu kommt noch, dass ich persönlich äußerst selten von Feministen Kommentare höre bzw. Artikel lese, in denen in solchem Ausmaß Frauen als das bessere, wertvollere Geschlecht dargestellt werden, wie alleine in deinem Blog von einigen Usern die Männer. Von amerikanischen PUG-/MRA-Seiten oder auch dem hiesigen gelben Forum (und deren Artikeln) ganz zu schweigen. Nicht einmal die Mädchenmannschaft kann so durchgängig mit derartigen Hasstiraden gegen Männer und gleichzeitig Lobliedern ans eigene Geschlecht aufwarten.

        „Millionäre zu heiraten? Oder Models gut zu finden? oder wahrzunehmen, dass Männer und Frauen im Schnitt verschieden sind?
        Große Manipulation, in der Tat.“

        Ja, große Manipulation. „Hör auf zu studieren, Kind, kauf dir lieber große Brüste und such dir einen Millionär.“ „Ohne Schönheit bist du keine Frau.“ „Wenn du keine 1m75 groß bist und dabei weit unter 60kg wiegst, bist du fett und hässlich.“ „Männer ohne dickes Auto sind nichts wert. Frauen wollen nur Millionäre.“
        Ich sage nicht, DASS das bewusste Manipulation ist, aber man kann diese Sendungen als solche verstehen.

        „Hatten wir ja auch schon oft die Diskussion. Hast du da eigentlich mal was gelesen? zB Dawkins oder Geary? Würde ich empfehlen.
        In der evolutionären Psychologie werden teilweise einfach nur die Grundlagen, die man in der evolutionären Biologie erarbeitet hat, auf die Menschen übertragen. Das erscheint dann als Tabubruch. Was erstaunlich ist. Natürlich müssen diese evolutionären Regeln auch für uns gelten.
        Zudem kann man das ganze auch noch rein hormonell etc begründen.“

        Evolutionspsychologen machen es sich aus so vielen Gründen zu einfach. Dieses Feld ist schlicht noch zu unausgereift, zu wenig von Biologen und zu viel von Psychologen besetzt, die gerade mal rudimentäres Wissen über Biologie, Genetik oder Endokrinologie haben (ich kenne ja ihr Curriculum^^).
        Interessant ist allerdings, dass ausgerechnet Dawkins (von dem ich natürlich nicht gerade ein Fan bin, weil er als billigen Publikumsmagnet Gott ins Spiel gebracht hat – das hat mir auch Hawking vermiest) glaubt, die sexuelle Lebensweise des Menschen sei mehr von der Kultur als von den Genen geprägt – wegen ihrer Vielfalt! Wusstest du das?

        „Den Unterschied im Schnitt. Und ich predige ihn nicht. ich verweise auf eine äußerst überzeugende wissenschaftliche Beweislage, die keinen anderen Schluss zulässt.“

        Nicht nur. Du suchst dir die Studien heraus, die dir gefallen und ignorierst andere, bzw. redest sie schlecht. Das ist mir schon ein paar Mal aufgefallen. Und nicht nur mir. Typisch Homo sapiens.

        „Klar, du hast dich mit der Theorie ja auch nicht beschäftigst und willst das auch nicht, siehe Rape Culture. Einfach das radikale Ausblenden.“

        Was heißt „ausblenden“? Von mir aus: Es ist so: ich glaube manchmal, dass wir in einer Rape-Culture leben, zum Beispiel wenn ich sehe, dass ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt wird und der doppelt so alte, erwachsene (schon alleine der Verführung Minderjähriger Schuldige, wenn es einvernehmlicher Sex gewesen wäre) Knastbruder kommt mit Fußfessel auf freien Fuß. Oder auch wenn ich sehe, dass Männer sich in unserer Gesellschaft nicht trauen, es zu melden, wenn sie sexuell missbraucht oder vergewaltigt werden, weil sie fürchten, lächerlich gemacht zu werden. Erst recht, wenn der Missbrauch durch eine Frau geschieht. Andererseits halte ich sie in mancherlei Hinsicht wiederum für übertrieben, wie etwa diese Plakate, oder Enthusiastic Consent als einziger Consent.

        „Echt nicht?
        Du liest doch bei mir mit.
        Hier findest du bestimmt was:

        https://allesevolution.wordpress.com/tag/radikaler-feminismus-ist-gruselig/

        ich habe Artikel von “Babies sollte man nicht in der Öffentlichkeit zeigen” bis “Wenn Feminismus Männern gefällt macht er etwas falsch” über Zustimmungen zu Solanas oder eben zB den Theorien, zu denen du lieber schweigst wie Rape Culture, in denen vertreten wird “All men benefit from some men’s violence against women because that violence – and the threat of it – is a key tool in men’s continued subordination of women, from which all men benefit.”“

        Ja, schön, und wo steht das? In der FAZ? Oder in der Welt? Im Spiegel? Bzw. in der New York Times? Du reagiertest doch auf meine Antwort zu den *Zeitungsartikeln* (den Massenmedien), oder irre ich?

        Aber ich sehe schon ein, es macht wenig Sinn, hier weiterzureden. Schon unsere Ansichten, was wissenschaftliche Literatur ist, und was nicht, trennen Welten. Du bist derartig überzeugt von deinem Standpunkt, und ich wiederum von meinem, wir werden auf keinen grünen Zweig kommen.

      • Margret

        Die „Mischung“ die Du ansprichst, war auch immer Thema in den Vorlesungen, die ich besucht habe. In der Hinsicht, dass es im Mittel bestimmte Tendenzen gibt, dies aber nicht bedeutet, dass diese für die Einzelperson auch zutreffen. Ich erinnere mich gut an das Beispiel eines Professors, der beschrieb, wie Menschen aufgrund bestimmter Merkmale (in diesem Fall das Merkmal „Schwede“) auf bestimmte andere Merkmale und Eigenschaften (in diesem fall evangelisch) schließen. Für den Einzelnen trifft das aber nicht zwingend zu (weil er in dem gen. Beispiel z. B, aus einem Dorf stammt, das mehrheitlich katholisch ist). Man kann aus einem bestimmten Merkmal einer Person (Nationalität, Geschlecht, Alter) also nicht schließen, dass die konkrete Person (alle) Eigenschaften aufweist, die Personen dieses Merkmals gemeinhin zugeschrieben werden. Prinzipiell ist aber bis heute noch nicht eindeutig geklärt, ob und inwieweit diese Unterschiede erworben oder angeboren sind. Und wenn sie angeboren sind, warum dann nicht bei jedem männlichen oder weiblichen Individuum in gleichem oder ähnlichem Ausmaß?

        Meine Erfahrung in der Kindererziehung sagt übrigens, dass es bestimmte Persönlichkeitsmerkmale gibt, die sehr früh zutage treten (z. B. Wissbegierde, großer Forscherdrang, Tendenz zur Vorsicht, hoher Bewegungsdrang, niedriger Bewegungsdrang) diese aber durch das Verhalten der Umwelt abgeschwächt oder verstärkt werden können. Und dass sich konkrete Interessen über Vorlieben und Interessen enger Bezugspersonen entwickeln. Es wird beispielsweise kein „Dinogen“ und auch kein „Lesegen“ geben. Fakt ist aber, dass sich all unsere Kinder sehr für Dinos und für Bücher interessieren. Mit großer Wahrscheinlichkeit deshalb, weil wir diese Interessen a ) vorgelebt haben (meine Donisammlung als kleines Mädchen war riesig) und b) gefördert haben.

        Darum bin ich überzeugt davon, dass sich angeblich „typisch jungenhafte“ Interessen oder „typisch mädchenhafte Interessen“ in erster Linie über das Verhalten der Umwelt und ganz speziell das fester Bezugspersonen ausbilden.

      • Shark

        @Margret:
        „@ shark Ich kann so gut wie jedes Wort von dir unterschreiben. Klasse. Liegt das vielleicht daran, dass wir beide Österreicherinnen sind :-D?“

        Geht mir genauso 🙂

    • Margret

      Aber natürlich kann es gar kein Leid verursachen, angeblich „typisches“ Verhalten von Menschen, Frauen wie Männern, einzufordern und ihnen zu erzählen, mit ihnen stimme irgendetwas nicht, weil sie nicht „typisch“ genug seien …

      • Vinzenz

        Wer fordert denn irgendetwas von dir oder anderen Frauen ein? Und was wird da gefordert?
        Es geht darum, dass Menschen automatisch unterschiedliche Tätigkeiten wählen. Dieses Verhalten haben auch die Experimente gezeigt, auf die Christian verweist. Ein interessantes Interview dazu gibt es hier: https://achdomina.wordpress.com/2013/11/05/thomas-sowell-making-sense/
        Das Problem sind vielmehr die Leute, die nicht akzeptieren können oder wollen, dass Männer und Frauen in der Realität unterschiedliche Tätigkeiten wählen, weil sie sich nach ihrer Theorie exakt gleich verhalten müssten.

      • Margret

        „Wer fordert denn irgendetwas von dir oder anderen Frauen ein?“

        Zum Beispiel der Perr Pütz.

        „Es geht darum, dass Menschen automatisch unterschiedliche Tätigkeiten wählen.“

        Das stimmt nur im Durchschnitt. Und es gibt kaum Menschen, die 1 zu 1 „typisch“ (männlich oder weiblich) sind.

      • Margret

        @ Vinzenz: Was hältst du dann hiervon? Ein Artikel, durchaus aus männerrechtlicher Sicht, mit der Grundaussage: „Sie werden verzweifelt gesucht, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die Fahndung ernährt eine weltweite Forschungsindustrie. Gefunden hat sie bislang: fast nichts.“

        http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/geschlechter-debatte-wie-maenner-seit-200-jahren-verteufelt-werden-a-828723.html

      • Vinzenz

        „Zum Beispiel der Perr Pütz.“
        Wo fordert er etwas? Stattdessen schreibt er explizit, dass ihr das tun solltet, „was eurem Herzen und eurer Seele am meisten entspricht.“ Das klingt für mich nicht nach einer Forderung.

        „Das stimmt nur im Durchschnitt.“
        Und? Genau darum geht es doch bei der Aussage: „Frauen fallen manche Dinge darum leichter, sie sind Ihnen angenehmer, umgekehrt bei Männern auch.“ Damit könnte man erklären, warum (im Durchschnitt) mehr Frauen zuhause bleiben und mehr Männer in Chefetagen sitzen. Ganz ohne Zwang.
        Und genau das schreibt auch Herr Pütz in seinem Artikel („So findet man meiner Meinung nach nicht so wenige Frauen in Führungsetagen wegen irgendwelcher herbeidiskutierten gläsernen Decken, sondern einfach weil die meisten Frauen es weder nötig noch Lust darauf haben, ihr Leben für die Arbeit zu opfern.“). Inhaltlich hat sich aber bisher (soweit ich das sehen kann) keine Feministin hier damit auseinandergesetzt.

        „Was hältst du dann hiervon?“
        Der Artikel ist in weiten Teilen richtig. Die weit verbreitete Zuordnung von Gewalt mit Männlichkeit und Friedliebigkeit mit Weiblichkeit ist Quatsch. Die Unterschiede sind also bei weitem nicht so groß, wie manche Quotenbefürworterin einen Glauben machen möchte (ich sag nur „weiblicher Führungsstil“).
        Nichtsdestotrotz würde ich nicht so weit gehen, zu sagen, die Unterschiede seien quasi nicht existent. Dass Männer GQ lesen und Frauen Brigitte, scheint in dem Artikel lediglich eine Konvention zu sein, die irgendjemand einfach mal willkürlich so eingeführt hat. Das sehe ich anders. Ich denke hier gibt es (im Durchschnitt) tatsächlich Unterschiede bei den Interessenfeldern der Leser.
        Wie groß die Geschlechterunterschiede tatsächlich sind, und wieviel davon angeboren und anerzogen ist, wäre mal interessant zu untersuchen. Von den feministischen Gender Studies wird man da aber wohl keine Ergebnisse erwarten können, denn dort ist die Nichtexistenz von Geschlechterunterschieden ja quasi ein Axiom.

      • marenleinchen

        Vinzenz, er SAGT zwar,dass Frauen natürlich eine Wahl haben, stellt aber die eine (Berufstätigkeit/Karriere) als Ergebnis von feministischer Manipulation dar und die andere als Herzensentscheidung.

        Was er übersieht ist, dass viele Frauen (genau wie Männer) mehr als nur eine Sache wollen. Und dass es ok ist und (mit Einschränkungen) durchaus machbar. Er drängt Frauen dazu sich für eine der beiden Optionen zu entscheiden, ansonsten sind sie schlechte Frauen und grauenhafte Mütter.
        Schau dir dazu nochmal die Passage mit den Kitas an.

        Die von ihm favorisierte Option ist da die Vollzeitmutterschaft, etwas wovon ich nicht glaube dass Herr Pütz es für sich in Erwägung ziehen würde.

        Zu den Unterschieden: Es geht doch nicht darum, welche Zeitschriften von wem gelesen werden, es geht darum welche Rollen für welches Geschlecht propagiert werden und warum.
        Frauen mögen Kinder, Frauen wollen Kinder, das ist für die meisten Fälle klar. Aber die meisten Frauen wollen eben auch noch was anderes.
        Ebenso wie die meisten Männer. Wenn du näher drüber nachdenkst ist das eigentlich so banal wie sonstwas, und das abzutun oder schlicht zu leugnen ist der Teil wo die Ideologie reinhaut.
        Und das tut Pütz hier.

        Pütz genießt eine gewisse Bekanntheit, und diese benutzt er ziemlich schamlos, um die ihm gewogenen Frauen in eine gewisse Richtig zu drängen.
        Achte darauf, dass er keine Ich-Aussagen trifft („Ich finde…“, „ich denke…“), er maßt sich an allgemeingültige Aussagen treffen zu können, für eine Gruppe der er nicht angehört, nämlich Frauen.

      • Margret

        @ Vinzenz

        Das ist doch eindeutig:

        „Aber bitte seid dann konsequent und macht Karriere und zeugt keine Kinder, für die ihr eh keine Zeit habt oder haben wollt. “

        Eine klare Forderung.

        Halbwegs nachvollziehbar wäre das noch, wenn er es für beide Geschlechter so formuliert hätte. Hat er aber nicht.

        Übrigens, der von mir verlinkte Artikel beschreibt auch, wie Frauen in ihre Rollen „geprimt“ werden. Ich finde den großartig. Ein Artikel aus männerrechtlicher Sicht, der gleichzeitig nicht leugnet, dass Frauen ebenso negativ beeinflusst und auf ihre Rollen förmlich festgetackert werden. Absolut nicht widersprüchlich, sondern konsistent in der Argumentation. Ganz im Gegensatz zum Artikel von Herrn Pütz, um den es hier geht.

  • MB

    Die MHC-Gene waren bis vor kurzem umstritten, weil der Nachweis von Pheromonen beim Menschen noch nicht gelungen war, hab gerade gesehen, dass es da seit Mitte diesen Jahres Fortschritte gegeben hat. Bin gespannt, ob die Theorie mit der Pille sich bestätigt…

    Zur heutigen Zeit, ja sie eröffnet viele Möglichkeiten.
    Nur leider hat die Freiheit auch ihren Preis, jedenfalls wenn es um Liebe geht: bei der Generation meiner Eltern war der erste Partner meistens der fürs Leben, heute brauchen wir 12 Versuche. mit jeder Trennung wird es ein bisschen schwieriger, sich emotional wieder so tief einzulassen. Immer weniger Paare werden gemeinsam alt, obwohl sich fast alle danach sehnen, der Trend geht zum Lebensabschnittsgefährten, nach 11 Jahren ist statistisch Schluss, jede 2 Ehe wird geschieden. Autor Sven Hillenkamp hat bereits „Das Ende der Liebe“ ausgerufen (Gefühle im Zeitalter unendlicher Freiheit). Auch für Kinder hat das weitreichende Konsequenzen. Ich bekomme das hautnah mit, wie schwierig es für ein kleines Kind ist, 2 zu Hause zu haben und zwischen Tür und Angel zu leben (mein eigenes Kind ist nicht gemeint), selbst wenn die Ex-Partner noch halbwegs normal miteinander reden, was längst nicht der Standard sein dürfte. Auch den Trend zur frühen Fremdbetreuung – ganztags, sehe ich wie gesagt sehr kritisch. Gerade weil wir heute mehr die Wahl hätten als früher (von wirtschaftlichen Zwängen mal abgesehen, die gibt’s heute natürlich auch noch) wäre es schon schön, wenn wir noch mehr daraus machen würden. Was Du Verschwörungstheorie nennst, nennen Feministinnen „alter Schule“ Gleichberechtigung. Ich mache da durchaus einen Unterschied, da es auch viele „emanzipierte“ Frauen gibt, die im Sinne der work-life-balance ganz bewusst andere Entscheidungen treffen, als sich mit dem Spagat zwischen Kind und Karriere zu zerreissen. Ich hoffe, dass der allgemeine Trend sich eher in diese Richtung bewegt. In Deutschland sind solche Stimmen von Frauen bislang aber öffentlich nur sehr vereinzelnd zu hören, die anderen mit ihrem zwanghaften Drang zu Gleichmacherei bestimmen hierzulande die Debatte. Die Quote kommt für den Vorstand kommt. Quotenvorgaben und Gleichstellungsbeauftragte gibt es fast schon überall. Mag in Österreich anders sein, kann ich nicht wirklich beurteilen. Vielleicht sind die Frauen bei Euch auch noch etwas anders drauf…? Hört man(n) des öfteren mal von anderen Europäern und auch Europäerinnen, dass die deutschen Frauen im Vergleich besonders krass drauf sein sollen…

  • Margret

    Übrigens Maren, noch kurz, ich finde deine Überschrift zu dem Text absolut passend. Denn bei genauerem Hinsehen steht dort im Gesamtkontext ein geradezu alt-patriarchales Welt- und Frauenbild, das ich nicht allzu selten recht deutlich in den Aussagen von Maskulisten beobachte:

    Da ist einerseits die Ehefrau, die Reine, die Bewundernswerte, die die Kinder versorgt, das Haus betreut, die absolut treu ist. Die Mutter der ehelichen Kinder. Sie darf an dem Leben des Ehemanns teilhaben, sie lebt im Idealfall sogar fast im Paradies, wie die im Artikel beschriebene Frau des Bekannten. Sie muss nicht für ihren Lebensunterhalt aufkommen, sie sollte das sogar gar nicht. Natürlich nur, solange sie ihre Rolle erfüllt.

    Und auf der anderen Seite gibt es dann diese Frauen, mit denen die Lust ausgelebt wird. Sie werden unterschwellig oder gar offen verachtet, Trotzdem braucht man sie und vergnügt sich gerne mit ihnen. Für ihre Kinder sind diese Frauen alleine verantwortlich. Im Gegensatz zur Ehefrau werden sie natürlich nicht „versorgt“, sie erfüllen ja auch nicht die Rolle der Heiligen.

    Das teilen sie übrigens (soweit geht Herr Pütz nicht, aber es ist die, oft geforderte, Konsequenz) letzten Endes mit der „gefallen Ehefrau“, denn diese kann fallen, wenn sie ihre Rolle nicht erfüllt, wenn sie untreu ist oder die Trennung möchte. Sie wird dann sozusagen „aus dem Paradies“ vertrieben. Es ist unglaublich, wenn sie jetzt, als „gefallene Heilige“ noch fordert, sie wolle weiter versorgt werden. Ab nun ist sie, wie die „Hure“ aus dem Stand heraus für sich selbst verantwortlich. Die Kinder aus der „heiligen“ Beziehung soll sie als „Gefallene“ natürlich nicht mitnehmen.

    • Vinzenz

      „Da ist einerseits die Ehefrau, die Reine, die Bewundernswerte, die die Kinder versorgt, das Haus betreut, die absolut treu ist. […] Sie muss nicht für ihren Lebensunterhalt aufkommen […]. Natürlich nur, solange sie ihre Rolle erfüllt.“
      Wenn man eine Arbeitsaufteilung hat bezüglich finanzieller Versorgung und Haushalt, so gilt diese Abmachung natürlich nur solange, wie beide Partner sie erfüllen. Das ist doch völlig nachvollziehbar. Wie du auf die Idee kommst, dass ein Partner seinen Teil weiter zu leisten habe, wenn der andere das nicht mehr tut, ist mir schleierhaft.

      Der Rest deines Beitrags ist reine Erfindung. Weder hat Pütz etwas von „reinen“ oder „heiligen“ Ehefrauen im „Paradies“ geschrieben, noch hat er andere Frauen als „Huren“ bezeichnet oder anderweilig abgewertet. Hast du ansonsten wirklich nichts zu dem Artikel vorzubringen?

      • Shark

        Wenn du die unterschwellige Manipulation, die Suggestion in Pützens Artikel nicht siehst, dann bist du blind.
        Definitiv impliziert er an mehreren Stellen, dass die armen, vom Weg abgekommenen „Karrierefrauen“ eigentlich gegen die eigene Natur arbeiten und tut, als wüsste er besser, was sie wirklich wollen, als sie selbst.

      • Vinzenz

        @Shark, ich schätze mal, das sollte unter einen anderen Beitrag? Aber egal.
        Von was für einer „unterschwellige[n] Manipulation“ redest du bitte? Er sagt doch recht direkt, dass seiner Meinung nach Männer und Frauen unterschiedliche Talente haben. Auch seine These, dass Frauen mit Haushalt und Kindererziehung glücklicher werden als mit Erwerbsarbeit, stellt er offen dar. Also nochmal. Erkläre mir, was daran manipulativ sein soll?

      • Shark

        Nein, das sollte genau unter deinen Beitrag. Natürlich hat Pütz nicht direkt etwas von Heiligen gesagt, aber was er von Hausfrauen und Müttern, die ihren starken, sich bis zur Selbstaufgabe heroisch aufopfernden Männern, den Rücken freihalten, hält, im Gegensatz zu den armen, von Feministinnen verblendeten „Karrierefrauen“, wird in jeder Silbe deutlich.

        Und er manipuliert nicht? Als was würdest du dieses „die aaaarmen Kinderlein“ und „das ist doch soooo eine wichtige Aufgabe“, allgemein dieses väterlich-tätschelnde direkte Anreden der Frauen denn sonst bezeichnen?

      • Margret

        „Wenn man eine Arbeitsaufteilung hat bezüglich finanzieller Versorgung und Haushalt, so gilt diese Abmachung natürlich nur solange, wie beide Partner sie erfüllen. Das ist doch völlig nachvollziehbar. Wie du auf die Idee kommst, dass ein Partner seinen Teil weiter zu leisten habe, wenn der andere das nicht mehr tut, ist mir schleierhaft.“

        Lieber Vinzenz, erkläre Du doch bitte einmal, warum die Arbeitsaufteilung im Falle von gemeinsamen Kindern, die man in der Ehe ideal fand (sie versorgt die Kinder, er verdient das Geld) plötzlich obsolet sein soll, wenn die Ehe nicht mehr besteht. Die Kinder existieren dann immer noch genauso.

        Mal ganz abgesehen davon, dass dein Argument nur dann halbwegs Bestand hätte, wenn es sich bei der Ehe um ein bezahltes Arbeitsverhältnis handeln würde.

        Zu den anderen Punkten hat Shark schon das meiste gesagt. In den meisten Sätzen zur Hausfrau und Mutter hebt er diese auf ein Podest (obwohl er anfangs irritierenderweise die Ernährerrolle beklagt) und wertet gleichzeitig die berufstätige Mutter ab (diese gibt die Kinder ja schreiend in der Kita ab und soll am besten gar keine bekommen).

        Ich habe auch „Der perfekte Eroberer gelesen“ und legt man diese beiden Texte nebeneinander, ergibt sich die Dichtomie doch recht deutlich.

        Hier die idealisierte Hausfrau und Mutter, dort die ganzen durchkategorisierten „Babes“ für schnellen Sex.

        Interessant fände ich nur noch, ob er das Modell „offene Beziehung“ dann wenigstens auch für die Frau gelten lässt, also diese auch andere Sexpartner haben darf. Konnte ich bisher nichts dazu finden.

        „Auch seine These, dass Frauen mit Haushalt und Kindererziehung glücklicher werden als mit Erwerbsarbeit“

        Du erlaubst, dass ich einmal kurz lache. Kinderbetreuung finden die meisten Mütter toll (gut, mit Ausnahme der Nerv-Momente, an denen man sie am liebsten zur Adoption freigeben würde ;-),

        Aber Haushalt? Wovon träumt ihr nachts? Noch nie, wirklich nie, habe ich eine Mutter sagen hören „Oh Wahnsinn, jetzt habe ich gerade 6 Körbe Wäsche gemacht, ich bin total glücklich.“ Es ist vielmehr was in die Richtung „6 Körbe Wäsche, Himmel, ich würd sie am liebsten aus dem Fenster schmeißen …“ Oder wahlweise: „Heut muss ich noch die Wohnung putzen. Kann nicht jemand endlich mal den perfekten Haushaltsroboter erfinden? Das wär doch mal eine wirkliche Innovation.“ Ich frage mich, ob Herr Pütz ernsthaft meint, Frauen stünden auf Putzen … Warum wohl haben seine Bekannten die Putzfrau? Weil Frauen auf Putzen stehen und weil es ihnen „liegt“?

      • Margret

        Übrigens „Fast jeder Mann teilt bereitwillig sein angehäuftes Vermögen freigiebig mit einer Frau. Er hat kein Problem damit, sie zu versorgen oder ihr teure Geschenke zu machen“.

        Er gibt ihr gnädigerweise etwas von SEINEM Vermögen ab.

        Wenn das kein patriarchales Weltbild ist, was dann?

      • Vinzenz

        @Shark und Margret: Das Problem ist, dass ihr ein Feindbild im Kopf habt, wenn ihr den Text lest, sodass natürlich jede Silbe dahingehend interpretiert wird. Und wenn das immernoch nicht passen sollte, wird die Wahrheit halt noch etwas ausgeschmückt und zurechtgebogen, damit ihr am Ende sagen könnt, der Herr Pütz ist ein manipulativer Patriarch, im Grunde also eine Reinkarnation des Bösen. Und daher kann er per definitionem keine vernünftigen Argumente haben. qed.
        Wie blödsinnig ist das denn bitte? Es gibt so einiges, wo man ihm inhaltlich widersprechen könnte. Die Frage, ob Kinder besser zuhause- oder fremdbetreut werden, ist ja keineswegs so klar beantwortet, wie Herr Pütz das zu glauben meint. Und ja, Shark, dieser Teil war zugegebenermaßen ein wenig manipulativ.

        @Margret: „Lieber Vinzenz, erkläre Du doch bitte einmal, warum die Arbeitsaufteilung im Falle von gemeinsamen Kindern, die man in der Ehe ideal fand (sie versorgt die Kinder, er verdient das Geld) plötzlich obsolet sein soll, wenn die Ehe nicht mehr besteht. Die Kinder existieren dann immer noch genauso.“
        Eine Arbeitsaufteilung innerhalb einer Ehe hat nur so lange Bestand, wie die Ehe existiert. Genauso wie der Putzplan in einer WG.
        Kinder sind etwas anderes, dafür gibt es ja Unterhalt für den haupterziehenden Teil (völlig unabhängig von einer Ehe). Aber wenn der haushaltende Partner auszieht, muss der arbeitende seinen eigenen Haushalt selbst machen. Wieso sollte der vorher haushaltende also eine Gegenleistung für etwas bekommen, was er nicht mehr tut?

        „Aber Haushalt? Wovon träumt ihr nachts?“
        Du hast offenbar eine völlig verblendete Vorstellung. Glaubst du, dass Berufstätige jeden morgen aufstehen und sich auf ihre Arbeit freuen wie Bolle? Glaubst du ernsthaft, wir machen das alles nur zum Spaß, und das Gehalt ist quasi so eine Art Bonus? So gut wie jeder Beruf hat auch Aufgaben, die man nicht mag.
        Haushalt und Beruf haben eben beide ihre Vor- und Nachteile, nichts passt immer perfekt.
        Ich würde an deiner Stelle dringend mal meinen Realitätssinn überprüfen!

      • Shark

        Feindbild? Dazu müsste ich mehr Angst vor Pütz und seinesgleichen haben. Die habe ich allerdings nicht, denn für die breite Masse ist er ziemlich unbedeutend. Er unterhält genau die Menschen, die seine Einstellung ohnehin schon teilen.
        Weiter unten hat Margret übrigens die Passagen herausgenommen, in denen du sehr schön nachlesen kannst, dass wir keine verschobene Wahrnehmung haben und eben nicht Dinge in seine Worte hineininterpretieren, die er gar nicht sagt. Natürlich kannst du es weiterhin behaupten, wenn du willst, das sei dir unbenommen.

        „Eine Arbeitsaufteilung innerhalb einer Ehe hat nur so lange Bestand, wie die Ehe existiert. Genauso wie der Putzplan in einer WG.“

        Fein. Aber dass es nicht so locker flockig funktioniert, nach Jahren Pause ins Berufsleben einzusteigen, müsste dir klar sein. Die Arbeitgeber reißen sich nicht um ältere Frauen, die 5 und mehr Jahre außerhalb des Arbeitsmarktes existierten. Wenn sie einen Job bekommen, dann meistens einen relativ schlecht bezahlten. Dazu kommt noch, dass sein kann, dass die Eltern sich trennen, bevor die Kinder aus dem Gröbsten draußen sind, und immer noch Betreuungspflicht besteht, für die Mutter also sowieso nur eine Halbtagsstelle infrage kommt. Den Standard, den das Kind zuvor hatte, als die Eltern noch zusammenlebten, wird es vergessen können. Ganz zu schweigen von der Frau, die nur das gemacht hat, was Mann und Frau „am zufriedensten macht“ (nochmal: siehe unten – Pützens Worte!), und nun dafür bezahlen muss, indem sie jetzt doch noch einen „Sklaven“job machen muss, der noch dazu wenig Geld abwirft.

      • Margret

        Die ersten 3 Jahre, um genau zu sein.

        „Aber wenn der haushaltende Partner auszieht, muss der arbeitende seinen eigenen Haushalt selbst machen. Wieso sollte der vorher haushaltende also eine Gegenleistung für etwas bekommen, was er nicht mehr tut?“

        Weil „Haushalt“ nicht die Hauptaufgabe ist, sondern Kinderbetreuung. Und da ist es recht merkwürdig, wenn man bisher fand, dass das absolut Beste für ein Kind die Betreuung daheim ist und hinterher findet man das auf einmal vernachlässigbar.

        Und weil der Deal nicht war Haushalt gegen Geld, sondern schlicht „Lebensgemeinschaft“. Weißt Du, was mein Onkel seiner weißrussischen Haushälterin zahlt? 2000 € monatlich. Zusätzlich zu freiem Wohnen und Haushaltsgeld! Wenn der Ehemann seiner Frau das zahlen würde, könnte er deine Argumentation geltend machen. Ansonsten ist es aber so, dass die Ehefrau (manchmal auch der Mann) die berühmten ehebedingten Nachteile hat und natürlich nach der Ehe weiterversorgt werden muss. Ich verstehe echt nicht, wie man darauf kommen kann, dass man eine Ehe wie ein Arbeitsverhältnis kündigen könne. Die Entscheidungen in einer Ehe haben Kosequenzen. Nachehelicher Unterhalt ist die Konsequenz einer Hausfrauen-/ Versorgerehe (außer, man stellt die Ehefrau offiziell an und zahlt sie entsprechend).

        Die Kombination aus „Ich finde es super, wenn meine Frau daheim ist, das ist weiblich, ich mag das, die Kinder sollen optimal betreut werden und Kindererziehung ist so eine wichtige Aufgabe, ich will gerne Versorger sein“ (in der Ehe) und „die faule Trulla soll gefälligst selbst arbeiten gehen und die Kinder in die Ganztagsbetreuung geben, ich komm nicht für die auf“ (nach der Ehe), wirkt allenfalls leicht lächerlich.

        „Glaubst du, dass Berufstätige jeden morgen aufstehen und sich auf ihre Arbeit freuen wie Bolle?“

        Das glaube ich nicht bzw. weiß ich bestens, dass es nicht so ist. Du hast die Kritik nicht verstanden. Herr Pütz tut so, als würde Hausarbeit (Putzen und Kochen) Frauen „liegen“, Männern aber nicht. Da lache ich doch mal kurz.

        „Ich würde an deiner Stelle dringend mal meinen Realitätssinn überprüfen!“

        Es ist natürlich immer das beste Argument, persönlich zu werden.

      • Margret

        „Das Problem ist, dass ihr ein Feindbild im Kopf habt, wenn ihr den Text lest, sodass natürlich jede Silbe dahingehend interpretiert wird. “

        Das Problem ist, dass Du offenbar nicht liest, was da wirklich steht: Eine einzige, als joviale Ansprache getarnte Aneinanderreihung von Unverschämtheiten.

        Aber weißt Du was?

        Liebe Pick-Up-Artist-Anhänger,

        ich finde es toll von euch, dass ihr euch so in die weibliche Psyche hineinversetzen wollt. Wirklich. Ganz toll. Wenn mir nachgesagt werden kann, ich schreibe was gegen Pick Up Artists, dann natürlich nur gegen einen bestimmten Typus. Ich bin eure Freundin. Echt. Und eine gute Freundin zeichnet sich doch auch dadurch aus, dass sie aus Freundschaft Kritik üben kann. Bedenkt bitte, wenn euch jetzt im Folgenden einige Dinge verärgern, die ich schreibe, dass es mir nur um euer Wohl geht. Immer. Um das Wohl von uns allen. Unserer Gesellschaft. Der ganzen Welt.

        Es gab mal eine Zeit, da haben Partner sich im Freundeskreis kennengelernt. Im Sportverein oder in der katholischen Jugendbewegung. Oder im Beruf. Oder wurden von der Familie zusammengebracht. Die hatte ein gewisses Mitspracherecht, der neue Partner sollte ja passen. Manchmal hat man sich auch zufällig im Zug kennengelernt und konnte sich leiden.

        In eurer Weltanschauung war das eine Zeit, in der wir alles falsch gemacht haben. Man wusste noch nichts von Targets und Hot Babes und dergleichen, man fand sich einfach irgendwie sympathisch.

        Dann kam Pick Up.
        Das sind diese Männer, die euch in Seminaren beibringen wollen, wie Frauen so funktionieren und auf welche Tasten man drücken muss, um das HB endlich ins Bett zu kriegen. Sie versprachen euch, endlich den Mythos Frau zu entschlüsseln, diese schwierige kleine Sache, die man die Psyche der Frau nennt. Sie versprachen euch, dass ihr damit endlich die heißesten Frauen ins Bett bekommt und auch wieder heraus und natürlich möglichst viele davon.

        Ich werde jetzt mal ein paar deutliche Worte sprechen, für die ihr mich gerne hassen könnt, weil ich mir vorstellen kann, dass sie wehtun.

        Sie haben euch verarscht.

        Pick Up erklärt euch gar nicht, wie Frauen wirklich denken und fühlen. Das haben die euch nur eingeredet.
        Darum könnt ihr uns auch leider bis heute keine sinnvollen Tipps geben, wie wir unser Leben zu führen haben, auch wenn es einige von euch z. B. in offenen Briefen versuchen. Darum lasst es lieber. Hört auf mich. Ich meine es gut mit euch.

        Die Pick Up Artists, Aufreißer, Verführer oder wie sich auch nennen mögen, haben euch eingeredet, dass ein Leben als sog. „Alpha“ mit möglichst vielen Eroberungen das einzig Lebenswerte ist und Beziehungen möglichst „offen“ zu sein haben, um weiter erobern zu können. Und darum sitzt ihr nun Abend für Abend in Bars rum, labert Frauen mit komischen Sprüchen an, die sie euch beigebracht haben und die leider so gut wie nie funktionieren. Und danach sitzt ihr frustriert und traurig daheim am Computer und macht aus einem neutral freundlichen Gesicht ein „Die hab ich gelayt, war ein HB 8“. oder aus einem „Hau ab“, „typisches Bitchshield, aber die war total heiß auf mich“.

        Wie gesagt, ich bin eure Freundin, ich meins euch mit jedem Wort nur gut. Kumpels, das wisst ihr doch, oder?

        Darum gleich noch die nächste schockierende Ankündigung: Die wollen euer Geld. Nee, die machen das nicht aus reiner Nächstenliebe, euch in die Bars schicken mit diesen doofen Sprüchen und einem Haufen Pseudopsychologie wie Frauen angeblich ticken. Die machen das, weil ihr (wenigstens ein bisschen) Geld habt und das wollen sie selbst gerne haben. Die sind nicht so nett wie ich und meinen es nur gut mit euch und klären euch auf, wie diese Welt läuft. Die sind unzufrieden und enttäuscht vom Leben und jetzt sollt ihr den gleichen destruktiven Weg gehen wie sie und ihnen dafür noch Geld zahlen. Aber wenn ihr abends in der Bar sitzt, vor dem dritten Glas Bier und keine der anwesenden Damen fand eure Sprüche cool, ja, dann merkt ihr langsam, langsam dass Pick Up euch nicht das Paradies geöffnet hat, sondern euch zu denselben traurigen Gestalten gemacht hat, die ihr nie werden wolltet. Solchen, die abends an Bars rumsitzen und höchstens der Barmann hört ihnen noch zu. Und es macht euch schon jetzt nicht glücklich, aber noch glaubt ihr an die Alpha-Männchen-Theorie und die vielen Eroberungen, die nie kommen. Und das, obwohl ihr lieber eine Familie hättet, ganz tief in eurem Inneren. Ich weiß das.

        Und ihr wünscht euch, ihr hättet lieber doch mit der Christin aus der Personalabteilung oder der Mandy, der Freundin von eurer Schwester, was angefangen und hättet nicht drauf vertraut, dass es wirkt, fremde Frauen mit „Ich habe keine Ahnung wer Dein Ex Freund gewesen ist, aber er hat Dir mit Sicherheit nicht oft genug den Arsch versohlt!“ anzusprechen.

        Wenn ihr wirklich glaubt, dass Pick Up eurer Wohl im Sinn hat, dann seid ihr ziemlich naiv. Denn sie haben euch verarscht, sie wollen an euer Erspartes.

        Ich sag euch was: Tragt das Geld lieber heim, als in solche Seminare. Legt es auf die Bank. Spendet es. Gebt es eurer alten Mutter …

        Denn: Es geht nicht um euer Wohl. Es geht wie so vieles in unserem System einfach nur um Geld. Es geht darum, dass ihr arbeitet, damit ihr Geld verdient, damit ihr noch mehr Pick Up-Seminare buchen könnt. damit die noch mehr verdienen. Die wollen nicht, dass ihr glücklich seid, dann würdet ihr ja keine weiteren Seminare mehr buchen oder Bücher kaufen.

        Ihr mögt das für eine Verschwörungstheorie halten, aber guckt euch doch mal genau um. Sogar der Herr Weber aus der Buchhaltung hat eine Freundin, nämlich die Frau Meyer von der internen Revision. Nur ihr nicht, weil ihr drauf wartet, dass das HB 9 3 Stühle weiter endlich kapiert, dass ihr der Alpha seid. Und jetzt habt ihr nicht mal mehr das Geld, um eurer Schwester ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen für die Party, auf der auch die Mandy sein wird. Weil das letzte Seminar 1000 € gekostet hat.

        Das ist schade, denn da hättet ihr echte Chancen und sie würde gut zu euch passen.

        Mir geht nicht in den Kopf, warum das eher nicht sehr erfolgreiche Aufreißen fremder Frauen in Bars und auf der Straße besser sein soll, als eine feste Freundin aus dem Freundeskreis. Was ist eigentlich los? Wir vergleichen hier ein nettes Mädel, das wir mögen, mit Fremden, die wir nicht kennen und stecken sie in irgendeine Kategorie, in die sie nicht passt.
        Wir reden abfällig von ihr als unserer „Oneitis“ und vergessen dabei, dass sie eine reale Person ist, die wir mögen. Wir verunglimpfen eine Freundin, weil sie uns das so beigebracht haben. Wie kann das sein? Was stimmt nicht?

        Ich bin fest davon überzeugt, dass die klassische feste Beziehung mit klassischem Kennenlernen am besten funktioniert und alle am zufriedensten macht.

        ich finde es großartig, dass ihr versucht, uns zu verstehen. Und noch großartiger finde ich, dass es euch freisteht, solche Seminare zu buchen und ein Leben lang Aufreißer zu sein. Jeder Mann sollte das Recht haben, mit den selbsternannten Alphatierchen zu konkurrieren und ein Leben lang Sprüche zu klopfen. Aber bitte seid dann kosequent und hängt wirklich nur in den Bars rum und vielleicht noch im Park, und zeugt keine Kinder, um die ihr euch dann doch nicht kümmern wollt und könnt, weil ihr ja tagsüber arbeiten und abends aufreißen müsst. Das geht immer zu Lasten der Schwächsten – unserer Kinder.

        Ich habe das Gefühl, dass viele von euch einfach diesem Lebensmodell folgen, weil das halt ein Pick Up Artist so macht. Man hat es ja so gelernt. Und genau da liegt der Irrtum.

        Beziehung, meine lieben Herren, heißt nicht das tun, was euch die Pick Up Gurus so vorschreiben, sondern das, was eurem Herzen und eurer Seele am meisten entspricht.

        Und wenn das „ganz normal kennenlernen“ heißt, dann seid ihr nicht konservativ oder doof. Sondern in unserer Gesellschaft klarer, moderner und progressiver als viele eurer Geschlechtsgenossen.

        In diesem Sinne

        mit den besten Grüßen

        Eure

        Margret,

        die natürlich immer nur das Beste für euch im Sinn hat.

        Bis bald, Kumpels!

      • onyx

        @ Alle
        ausdrucken, einrahmen, aufhängen, lernen

        @ Margret
        Darf ich offiziell verkünden, dass ich ab jetzt nicht nur Maren und Robin, sondern auch dich zum knutschen finde? 😀

    • Margret

      @ onyx Das Kompliment geb ich gerne zurück :-D.

  • Björn

    Es ist ganz, ganz schwer sich selbst Argumente abzuringen, wenn die Kommentare in diesem Blog der Autorin ziemlich klar erkennen lassen, dass eine WIRKLICH kritische Auseinandersetzung mit Pütz‘ Text gar nicht angestrebt wurde, sondern – und ich finde das sollte die Autorin einfach ‚mal ehrlich sein – einfach alles KATEGORISCH abgelehnt und einseitig ausgelegt wird. Man kann sich da herausreden wie man will und geshickte Rabulistik in den nachstehenden Kommentaren betreiben, aber die völlig unterschiedliche Ausdrucksweise, die sehr schön gegenübergestellt ist, lässt bei der Autorin (Olle) erkennen aus welchem Duktus sie geschrieben hat. Man kann sich natürlich hier mit Gleichgesinnten, verbitterten Frauen zusammen tummeln und sich gegenseitig hochpeitschen… gerne – die Frage ist: WAS bringt’s wirklich und die zweite Frage ist: wen außerhalb der eigenen Community, will man mit dieser ‚ollen‘ Art zu schreiben von sich eigentlich überzeugen?

    Die Olle hält es ja nicht ‚mal im ANSATZ für möglich, dass IRGENDETWAS dran sein könnte an dem was Pütz sagt. Und sorry, aber Leute, die so sind, sind eben genauso selbst peinlich engstirnig, starr und stur wie die, die sie grad ablehnen und kritisieren!

    • Shark

      Nun, was ist in deinen Augen denn eine WIRKLICH kritische (mit Betonung auf kritische, bittesehr) Auseinandersetzung mit Pützens Texten?
      Erzähl mal. Ich bin wirklich neugierig.

  • Björn

    Pütz sagt NIRGENDWO, dass es SO oder SO sein sollte, dass Frauen ‚BESSER‘ wären, die am Herd stehen. DAS STEHT DA NICHT!
    Er fragt aber WAS AN SICH daran schlimm ist, WENN es ‚mal so ist, bzw wenn sich eine Frau dazu ENTDSCHEIDET.
    Und deswegen ist es schlicht FALSCH, ihm ein alt-patriatisches Weltbild zu unterstellen, da er dieses ja gar nicht vertritt! Er regt eine Überlegung, eine Diskussion an. Er stellt Thesen und Fragen auf. Das ist doch was VÖLLIG anderes. Und die Fragen, was der Feminismus den Frauen und vorallem den Frauen UND Männern WIKRLICH gebracht hat – die Frage kann man doch ‚mal stellen OHNE gleich für das bloße STELLEN DER FRAGE in die Geschlechter-Nazi-Ecke gestellt zu werden. Man kann doch ‚mal Bilanz ziehen – ganz sachlich: Was sind die Ergebnisse? Was wollten die Frauen? Was haben sie bekommen? Wie geht es den Frauen damit jetzt? Und vorallem: gibt es mehr Verständnis, mehr Liebe zwischen Mann und Frau?

    • Shark

      Das tut er eben NICHT nur. Würde er sich darauf beschränken, Fragen zu stellen und anzumerken, dass Hausfrauen auch das Recht haben, bei ihren Kindern zu bleiben, wenn sie sich selbst so entscheiden, dann würde sich niemand darüber aufregen, darauf kannst du Gift nehmen.
      Aber er redet Frauen, die die Kinder in der Kita abzuschieben, Schuldgefühle ein, impliziert immer und immer wieder, wie viel (mehr) Männer für die Gesellschaft tun, wie sehr sie sich aufopfern (und spart dabei nicht mit Theatralik und Übertreibung), und versucht Frauen (oder eher Männer, würde ich sagen, da Frauen seinen Artikel wesentlich seltener überhaupt lesen werden) äußerst unsubtil in eine gewisse Richtung zu schubsen. Eine Richtung, die dir offensichtlich gefällt, die dir nur so aus der Seele spricht, denn ansonsten würdest du erkennen, wie gönner- und oberlehrerhaft er dabei herüberkommt.

      • Shark

        Entschuldigung, ich war zu schnell mit dem Abschicken. Das „Abschieben“ ohne „zu“ und mit Anführungszeichen.

    • marenleinchen

      @Björn
      1. Easy mit Captain Caps.

      2. Natürlich vertritt er dieses Weltbild. Das vertritt er auch sehr offen. Wie kommst du darauf dass er es nicht tut?

      3. „Man kann doch ‘mal Bilanz ziehen – ganz sachlich“
      Kann man, aber diese sachliche Bilanz steht noch aus.

    • Margret

      Er trinkt Wein und erzählt anderen Menschen, dass Wasser aber doch viel gesünder sei. Und schreibt einen Text, der auch noch voll innerer Widersprüche ist. Entschuldige, da kann ich nicht völlig ernst bleiben. Auch wenn ich gleichzeitig durchaus sachliche und begründetet Kritik übe.

      @ Maren. Sorry, dass ich dir soviel Mod-Arbeit gemacht habe und die ganzen PU-Jünger auf deine Seite gelockt habe. Ich hab deinen Artikel nicht direkt verlinkt, fürchte aber, sie kamen über meinen Beitrag im Evo-Blog drauf.

    • Margret

      „Pütz sagt NIRGENDWO, dass es SO oder SO sein sollte, dass Frauen ‘BESSER’ wären, die am Herd stehen. DAS STEHT DA NICHT!“

      Haha.

      „Es gab mal eine Zeit, in der Männer und Frauen ihre festen Rollen hatten. Der Mann ging arbeiten und die Frau sorgte sich um das Wohl der Familie.“ (By the way, die einzige Zeit in der das tatsächlich so war, waren die 50er und frühen 60er)

      „Wir reden abfällig vom „Heimchen am Herd“ und verunglimpfen damit die wichtigste, verantwortungsvollste Aufgabe, die es überhaupt für uns Menschen gibt.
      Männer arbeiteten und starben nur um einen Zweck zu erfüllen – diese Berufung zu ermöglichen und zu beschützen.“

      „Aber bitte seid dann konsequent und macht Karriere und zeugt keine Kinder, für die ihr eh keine Zeit habt oder haben wollt.“

      „Selbst für mich als Mann erschließt sich nicht, warum irgendeine fiktive Position in einem Unternehmen zu erreichen wertvoller sein soll als eine glückliche Familie.“

      „Und nun sollt ihr den gleichen destruktiven Weg gehen wie wir und ihr merkt auch langsam, dass der Feminismus euch nicht das Paradies geöffnet hat, sondern zu den gleichen Sklaven erziehen will, die wir schon lange sind. “

      „Ich bin fest davon überzeugt ,dass das klassische Familienmodell für beide Geschlechter am besten funktioniert und beide am zufriedensten macht. Deswegen hat es meiner Meinung nach auch über Jahrhunderte funktioniert und tut es in den meisten Plätzen dieser Erde immer noch.“

      Schon klar. Er findet berufstätige Frauen absolut gleichwertig.

      • Shark

        „(By the way, die einzige Zeit in der das tatsächlich so war, waren die 50er und frühen 60er)“

        Aber Margret, ziehst du gar nicht in Erwägung, dass die Geschichtsbücher schon längst von den bösen Feministen umgeschrieben wurden, sodass es nur so wirkt, als wären die 50er die einzigen Jahre gewesen, in denen dieses so bewährte Familienmodell durchgeführt wurde? Wie in 1984? 😀

        Naja, ich glaube das ja auch nicht wirklich. Bis man mir das beweist, glaube ich einfach mal weiterhin, dass Pütz ein romantischer Naivling ist, bzw. jemand, der vorgibt, das zu sein, um auch bei konservativen und/oder monogamen Männern anzukommen, die mit seiner gepredigten „Polyamorie“ weniger anfangen können.

      • Margret

        @ shark Stimmt. Wir leben ja in einer Femokratur. Ich vergaß. Aber Österreich ist ja noch nicht ganz so schlimm verseucht ;-).

  • Margret

    Ganz besonders schön ja auch das hier:

    „Auch heute noch scheint es den meisten Männern nichts auszumachen, diese Rolle zu übernehmen, obwohl sie dauernd von verschiedensten Medien beschimpft werden und die meisten Frauen nicht mal einen Bruchteil ihres Deals erfüllen.“

    Im klartext: Frauen sind faul, Männer sind fleißig. Zumindest „die meisten“.

    „Männer, die sich geschworen haben, alleine zu bleiben aus Frustration über den heutigen Status quo und die Weigerung der Frauen, ihren Part der Vereinbarung zu erfüllen.“

    und dann

    „In Liebe und Anerkennung eurer Leistungen“

    Wir leisten nix. Oder zumindest wenig. Aber er erkennt unsere Leistungen an. Ganz großes Kino.

    • onyx

      „Wir leisten nix. Oder zumindest wenig. Aber er erkennt unsere Leistungen an. Ganz großes Kino.“

      Er erkennt also nix an. Vermutlich eine unbeabsichtigte Ehrlichkeit…

  • Offener Brief an PU-Jünger | Gedankensalat...

    […] Margret schrieb einen grandiosen Beitrag auf Marens Blog, den ich nicht in den Kommentaren vergessen sehen, sondern ihn gesondert als Blogpost hervorheben […]

  • Stephi

    Ich finde es amüsant, dass es hier Leute gibt, die so tun, als würden hier die anwesenden Frauen Pütz‘ Brief an das weibliche Geschlecht falsch interpretieren und ihm somit unrecht tun.

    „Aber Pütz meinte das gar nicht so… und eigentlich möchte er ja nur erklären… und außerdem erwartet er nicht von den Frauen, dass sie….“

    Oh doch, das tut er! Allein schon diese zwei Sätze:

    „Jede Frau sollte das Recht haben, Karriere zu machen und mit den Männern, die 14-Stunden-Tage haben, zu konkurrieren, wenn sie es will. Aber bitte seid dann konsequent und macht Karriere und zeugt keine Kinder, für die ihr eh keine Zeit habt oder haben wollt.“

    zeigt deutlich, dass, wenn es nach Pütz geht, Frauen sich nur für eine Sache entscheiden sollte: Führungsposition oder Mutterrolle.

    Der Mann darf mehrere Ämter verteten: Er darf Karrieretyp, Familienmensch und männliche Hure sein. Was die Rolle der Frau betrifft sehe hingegen hingegen ich sowas wie ein Madonna-Whore-Complex beim Herrn Püzu, nur mit Unterschied, das die Madonna auch gefickt wird.

    • Margret

      „sowas wie ein Madonna-Whore-Complex beim Herrn Pütz“

      Definitiv.

      „nur mit Unterschied, das die Madonna auch gefickt wird.“

      Das ist ja nun nicht so ganz klar …

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