Ist Star Wars VII: The Force Awakens das Beste Ding Seit der Erfindung von Honig in der Tube?

Disclaimer:

Dieser Artikel setzt aus verschiedenen Gründen voraus, dass Star Wars Episode VII gesehen wurde

Kurze Antwort:

JA! Aber Hallo! Sowas von!

Lange Antwort:

Dass TFA um Klassen besser sein würde als die Prequels, hätte eigentlich von Anfang an klar sein müssen. Schlechter konnte es ja kaum werden.

Dennoch hatte ich mir erst beim zweiten Teaser sowas wie moderate Vorfreude gestattet. Wie ja bereits im kürzlichen Ranking erwähnt, hatten mir die Prequels etwas Besonderes genommen, von dem ich nicht erwartet hätte, es jemals zurückzubekommen; die Prequels und mich kann man in der Beziehung mit einem Kind vergleichen, das heranwächst und begreift, dass der Lieblingsonkel kein witziger, toller Typ ist, sondern ein Säufer, der zweimal im Jahr zum Vögeln nach Thailand fliegt, seine Kinder schlägt und nebenbei auch noch richtig mieses Trinkgeld im Restaurant gibt.

Was ich sagen will: George Lucas hat mir Vertrauensprobleme beschert.

Im Vorlauf hatte es ja schon einigen Aufruhr gegeben, weil einige Leute aus dem maskulistisch-pickuppig angehauchtem Milieu sich beschwert hatten, dass offenbar sowohl eine Frau als auch ein Schwarzer wesentliche Rollen übernehmen würden. Ich bin überzeugt, dass es gewisse Überschneidungen zwischen diesen Menschen und den von mir liebevoll „Arschlochfanboys“ betitelten Star Wars-Affinen gibt.

Was ist ein Arschlochfanboy? Oh, das ist ein Mensch, in den meisten Fällen männlich, der, zumindest mental, 14 Jahre alt ist, den Lichtschwertkampf zwischen Obi Wan und Darth Vader in Star Wars IV „langweilig“ findet, weil niemand Salti schlägt, Boba Fett cool findet und eine ansehnliche Sammlung von Kopfgeldjägerfiguren besitzt, sowie ein Poster von Sklavenleia. Jemand, der Midichlorianer ok findet, weil ein mythisches Konzept wie die Macht seinen Horizont so oder so übersteigt. Oder so ähnlich.

Dieser Arschlochfanboy nun ist es jahrzehntelang gewohnt gewesen, dass er für das Star Wars Franchise das Zentrum des Universums war. Deswegen gab es eine Armee von Boba Fetts (EINE ARMEE! JESUS CHRISTUS!), deswegen sahen wir den ebenfalls männlichen Anakin als Kind und moppernden Teenager, deswegen sahen die Lichtschwertkämpfe aus wie bei Cirque de Soleil. Deswegen wurden Midichlorianer als wissenschaftlich nachweisbarer Indikator für Machtbegabung eingeführt, mitsamt einer an Shaolinmönche erinnernden Ausbildung plus Jedikindergarten. Emotionen und Zuneigung sind da dann übrigens auch kein Problem mehr, weil Jedis sowieso nicht lieben dürfen. Nichtmal ihre Mütter.

Jedi ist also keine Bestimmung mehr, Jedi ist ein Ausbildungsberuf, für den du bestimmte körperliche Vorraussetzungen mitbringen musst. Jedi sind quasi dasselbe wie Feuerwehrleute!

Bedenkt man diese beiden Prämissen, verwundert es nicht, dass vor dem Filmstart einige dieser Subjekte sich über Rey echauffiert haben, weil sie eine Frau ist, und nach dem Filmstart, weil sie eine Mary Sue sei.

Ja, richtig gelesen. Fans des größten wish-fullfilment Franchises überhaupt, dessen Hauptprotagonist darüber hinaus eine Jungfrauengeburt war, beklagen sich darüber, dass es unrealistisch sei, was Rey alles so kann. Weil ihre Midichlorianeranzahl nicht genannt wird. Weil sie kein Training erfahren hat. Und überhaupt, sie ist ein Määääädchen.

Nun, was kann Rey denn so? Sie ist eine gute Pilotin. Wenn wir der populären Fantheorie folgen, dass Reys Nachname Skywalker lautet, so entstammt sie einer Dynastie von Ausnahmepiloten, wobei in dieser Familie der ausschlaggebende Faktor die Machtbegabung sein dürfte. Ausserdem ist sie eine gute Mechanikerin. Auch hier sehe ich nichts Unglaubliches, sie hat, soweit wir wissen, seit Jahren ihren Lebensunterhalt mit dem Ausschlachten alter Raumschiffe verdient. Es wäre eher unglaubwürdig, wäre sie keine gute Mechanikerin.

Sie ist aber nun auch sehr begabt in den Künsten der Jedi. Sie schafft einen jedi mind trick an dem Sturmtruppler, der niemals nicht Daniel Craig ist. Ja nun. Sturmtruppler sind die niedrigsten Arbeitsdrohnen des Imperiums (unter welchem Namen es auch läuft). Sie sind nicht unbedingt für ihren starken Willen bekannt. Zudem war Rey in einer mehr als bedrohlichen Lage, die sie eigentlich nicht mehr schlimmer machen konnte. Warum dann nicht einfach mal ausprobieren und gucken was passiert?

Aber, aber, sie hat gegen KYLO REN bestanden! Zweimal!

Whoop-di-doo. Nachdem ich den Film mehrfach gesehen habe, drängt sich der Gedanke auf, ich weiß, es ist verrückt, dass Kylo Ren gar nicht mal so ein guter Machtnutzer ist. Er hat Probleme sein Temperament zu zügeln, sein Lichtschwert ist crappy (No, it´s awesome) , er lässt sich sowohl von Snoke benutzen als auch von Hux verunsichern, er ist all sound and fury, signifying nothing.

Und das ist absolut fantastisch! Wiewohl ein guter Bösewicht sich dadurch auszeichnet, dass er einen mit seiner bloßen Präsenz und einer absoluten Allmacht einschüchtert, hat ein Bösewicht wie Kylo Ren, dessen grenzenlose Ambitionen nicht von seinen Gegenspielern, sondern seinem eigenen Unvermögen gestoppt wird, das Zeug zu einem großartigen Bösewicht, weil gefährlicherem Bösewicht. Er muss nicht nur seinem Umfeld sondern auch sich selbst stets beweisen, dass er kompetent genug ist, an der Stelle zu verbleiben, an der er ist. Insbesondere wenn da potentiell jemand geeigneteres ist. Das bedeutet, dass er doppelt so grausam, doppelt so intrigant, doppelt so bösartig erscheinen muß. Und Snoke weiß das sicherlich auch. Ich bin ausgesprochen gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickelt.

Aber kommen wir zurück zu Rey. Ihre Machtnutzung widerspricht nichts in meinem persönlichen Verständnis von der Macht, selbst wenn sich, was unwahrscheinlich ist, herausstellen sollte, dass sie niemals eine Ausbildung erfahren hat. Wie wir wissen, ist die Macht eine Kraft, die alles umgibt, die das Leben erst möglich macht. Luminous beings are we, not that crude matter. Ich habe das immer so verstanden, dass die Macht eigentlich von allen Menschen intuitiv genutzt wird, nur die mit einer besonderen Begabung können sie gezielt nutzen. Vorausgesetzt natürlich, ihr Wille und ihre Konzentration sind stark genug. Es ist ja nicht so, als hätte Luke ein Training erhalten, bevor er den ersten Todesstern mithilfe der Macht zerstört hat. Auch sein Training mit Yoda war eher auf Stärkung des Willens und der Konzentrationsfähigkeit ausgelegt. Do or do not.

Witzigerweise habe ich tatsächlich auch die These gelesen, dass Finn machtbegabt sei. Weil er ja mit einem Lichtschwert kämpfen kann. Naja, das Ding hat einen gut sichtbaren An/Aus Knopf. Jeder kann mit einem Lichtschwert kämpfen, die Frage ist dann halt, wie gut. Und da Finn mit einem aufgeschlitztem Rücken aus dem Kampf rausgeht, können wir mit Sicherheit sagen: Das ist nicht der Jedi, nach dem ihr sucht. Weitergehen.

Das heißt natürlich nicht, dass Finn nicht seine Berechtigung und seinen Platz im Großen Ganzen hätte, weit gefehlt. Ich mag ihn auch sehr. Denkt an Han Solo. Der Mann war so machtsensitiv wie ein Stück Holz, dennoch hat er es zu einer Legende gebracht. Oder, falls ihr zur Dunklen Seite tendiert, denkt an Tarkin! Meinetwegen auch an Boba Fett, ich hätte es aber lieber wenn ihr an Tarkin dächtet. Die beste Todesszene im gesamten Universum! Ist das nichts?

Aber Poe Dameron. Der ist ein Spitzenpilot, sicherlich total machtbegabt. Trotzdem ich es nicht komplett ausschließen würde, fände ich es unwahrscheinlich. Es gab, ähnlich wie bei Finn, mehrere Situationen, wo er das genauer unter Beweis hätte stellen können. Zudem ist er dicke mit den Skywalkern, die können Macht 5km gegen den Wind riechen. Außerdem, auch das ist im Prequelabyss verloren gegangen, Machtbegabung ist etwas sehr seltenes. Machtbegabung, die zu Jeditum führt, noch seltener. Leia ist ja auch keine Jedi, soweit wir wissen, und ihr Midichlorianercount müsste ebenso durch die Decke gehen wie bei Luke. (Kleiner Scherz am Rande. Midichlorianer. So was Albernes.)

Es kann natürlich sein, dass ich mich fürchterlich irre. Für den Fall dürft ihr alle mich herzlich auslachen.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat aber diese Suche nach einem männlichen Jedi etwas leicht Verzweifeltes. Vielleicht muss sich der ein oder andere einfach an den Gedanken gewöhnen, dass eine Frau, ein Määääädchen die Jedi du jour ist. Ich für meinen Teil finde das ganz fantastisch, was auch ein Grund ist, weswegen ich TFA so hoch in meinem Ranking gelistet habe. Mein Leben lang habe ich mich an der Tatsache hochgezogen, dass Leia ja auch irgendwie machtbegabt ist, sie kann das nur nicht so zeigen und bestimmt macht sie da mal was mit. Nun eine richtige, echte Jedi zu haben ist unbeschreiblich.

Nicht, dass ich Han und Luke nicht mochte oder mich mit ihnen nicht identifizieren konnte, weit gefehlt. Mädchen scheinen da ja weniger Probleme zu haben als Jungs, sich mit jemand zu identifizieren, der nicht ihr eigenes Geschlecht hat. Man hatte ja auch oft keine Wahl. Aber Rey ist wie eine kleine Bestätigung der Macher: Wir sehen euch Fangirls, wir wissen dass es euch gibt. Das hier ist besonders für euch. Mein Herz ging mir auf, als ich ihre Xwing-Memorabilia im Film gesehen habe.

Und versteht mich nicht falsch, ich hätte nichts schlimmer gefunden als eine reingequetschte weibliche Hauptfigur, die asskickend und female empowerment-Sprüche raushauend durch den Film stapft. Am besten noch bauchfrei. Aber TFA hat alles richtig gemacht, was Frauen angeht. Dafür bin ich sehr dankbar, es hätte wirklich schlimm werden können.

Ich bin eigentlich für den ganzen Film dankbar. Egal ob die folgenden Filme schlecht werden, es gab zumindest einen Moment, wo ein Star Wars Film, der zu meinen Lebzeiten rausgekommen ist, nahezu perfekt war. Natürlich gäbe es einiges zu nitpicken, aber das Gefühl stimmte. Es war Star Wars auf die Art, wie es die Prequels nicht waren.

Wir haben erfahren, wie es mit den Figuren weiterging, die wir liebten, wir haben neue Figuren kennengelernt, mit denen wir mehr Zeit verbringen wollen, wir haben uns von Han Solo verabschieden können. Ich hätte nie zu hoffen gewagt, dass das noch möglich wäre. Disney hat mir den Glauben an ein gutes Star Wars zurückgegeben.

Aber wenn ich abschließend einen Wunsch äußern dürfte für den nächsten Teil:

Zwischen dem Lucasfilm-Emblem und dem Crawl muss doch irgendwo ein von TIE-Fightern umflogenes Disneyschloß einzuschieben sein! Also bitte!

Good Night and Good Luck.

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29 responses to “Ist Star Wars VII: The Force Awakens das Beste Ding Seit der Erfindung von Honig in der Tube?

  • George

    Ja, ja, ja und ja. Die alten Filme waren meine Zeit. Beim ersten war ich 14 *hüstel*. Das stellte damals alles andere in den Schatten, Mondbasis Alpha, Star Trek, und was es noch gab. Natürlich auch in technischer Hinsicht.

    Die Prequels habe ich allesamt nicht im Kino gesehen, weil mich schon bei Episode I Freunde davor warnten. Fernsehen und Leih-DVD hat dann auch wirklich gereicht. Midichlorianer. Jar Jar Binks!
    Die gesamte Origins Story hat Darth Vader für mich total entzaubert. Ich kann gut mot Bösewichtern leben, die einfach böse sind, ohne deren psychologische Triebfedern zu kennen. Vor allem wenn alles so verkorkst und nicht nachvollziehbar ist wie bei Anakin.

    TFA wollte ich von Anfang an sehen, und als George Lucas meinte der wäre mies und „zu retro“ wusste ich, daß ich ihn einfach im Kino sehen MUSS. Und ich schließe mich deiner Meinung vollumfänglich an, es ist ein toller Film, ganz im Geiste der alten Filme. Han Solos Tod kann man bedauern, muß man aber nicht. Er hatte seine Zeit, und macht Platz für neues. Bedauerlicher finde ich da eher, daß Leia nicht an ihrn Fähigkeiten gearbeitet zu haben scheint. Na, egal. Klar findet man immer etwas zu bemängeln, aber das war großartig und ich bin gespannt wie es weitergeht.

  • Christian - Alles Evolution

    „Dieser Arschlochfanboy nun ist es jahrzehntelang gewohnt gewesen, dass er für das Star Wars Franchise das Zentrum des Universums war. Deswegen gab es eine Armee von Boba Fetts (EINE ARMEE! JESUS CHRISTUS!), deswegen sahen wir den ebenfalls männlichen Anakin als Kind und moppernden Teenager, deswegen sahen die Lichtschwertkämpfe aus wie bei Cirque de Soleil. Deswegen wurden Midichlorianer als wissenschaftlich nachweisbarer Indikator für Machtbegabung eingeführt, mitsamt einer an Shaolinmönche erinnernden Ausbildung plus Jedikindergarten. Emotionen und Zuneigung sind da dann übrigens auch kein Problem mehr, weil Jedis sowieso nicht lieben dürfen. Nichtmal ihre Mütter.“

    Also meinetwegen kannst du ja schlecht über pickupaffine reden, aber denen eine Verbindung zu den Prequels anzudichten..irgendwo muss auch Schluss sein!

    Jedem Pickupaffinen wird bei der Darstellung der „Liebesgeschichte“ dort automatisch schlecht und man wünschte sich inbrünstig, dass George Lukas nicht so ein verdammter Beta ist (und mehr Ahnung von storytelling hätte).
    Wenn er bei einer solchen Liebesgeschichte nur annährend das Schema von Mystery eingehalten hätte, dann hätten wir einen coolen Anakin gehabt, der eher Auftritt wie Han oder eben Po. Nicht diesen Mist von auf einer Wiese sitzen oder an einem Ufer stehen und über Sand reden. Wir hätten gesehen, wie sich eine Liebe entwickelt, nicht dieses „Ach ja, die beiden lieben sich jetzt und Anakin ist ein Ultra-creep, den die Königin aber aus unbekannten Gründen dennoch mag“

    Im übrigen ist Rey durchaus eine teilweise Mary Sue, was aber nicht schlimm sein muss. Ich hoffe, dass sie diesen Umstand erklären, momentan gibt es ja eine Menge guter Fantheorien dazu.
    interessant wenn auch durchaus weit hergeholt, finde ich die, in der sie eine Widergeburt von Anakin ist, sich also quasi durch den Machtkontakt erinnert, und zur bösen Seite wechseln wird.
    Kylo ren hingegen läuft wieder zur guten Seite über. Dann müssen sie nochmal gegeneinander kämpfen. Dann würde es dramaturgisch Sinn machen, dass der Böse so früh verloren hat.
    Momentan halte ich den Handlungsbogen, dass Kylo ren wieder gut wird, für durchaus wahrscheinlich. Das gibt einfach am meisten her. Wenn Snoke Darth plagueis ist, bekanntlich ja jemand, der den Tod besieht hat, dann könnte Kylo sogar die Tötung seines Vaters direkt wieder gut machen. Ob das eine gute Story wäre und nicht eher zuviel bliebe abzuwarten.

    von captain Phasma war ich eher enttäuscht. harte Anführerin die dann einfach so den Schutzschild runterfahren lässt? Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass sie auch noch überläuft und vielleicht sogar was mit Finn zu tun hat, also damit, dass seine Gehirnwäsche nicht funktioniert hat. das würde erklären, warum sie kooperiert.

    (wenn Han wiederbelebt wird könnte sogar sie es sein, die seinen Körper mitbringt, sie steckte ja zuletzt in einem Müllschacht, wenn ich das richtig verstanden habe)

    • marenleinchen

      Es geht um eine Schnittmenge! Korrelation, nicht Kausalität!!!

      *interessant wenn auch durchaus weit hergeholt, finde ich die, in der sie eine Widergeburt von Anakin ist, sich also quasi durch den Machtkontakt erinnert, und zur bösen Seite wechseln wird.*

      Oh bitte nicht, das wäre ja grauenhaft! Nicht nur Jungfrauengeburten, auch Wiedergeburten? Hilfe….

      *Momentan halte ich den Handlungsbogen, dass Kylo ren wieder gut wird, für durchaus wahrscheinlich. Das gibt einfach am meisten her. Wenn Snoke Darth plagueis ist, bekanntlich ja jemand, der den Tod besieht hat, dann könnte Kylo sogar die Tötung seines Vaters direkt wieder gut machen. Ob das eine gute Story wäre und nicht eher zuviel bliebe abzuwarten.*

      Ich persönlich fänd es am besten, wenn die Prequels canontechnisch bei dem Holiday Special abgestellt würden. Also würde Darth Plagueis (alleine der NAME!) nicht existieren.

      *Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass sie auch noch überläuft und vielleicht sogar was mit Finn zu tun hat, also damit, dass seine Gehirnwäsche nicht funktioniert hat. das würde erklären, warum sie kooperiert. *

      Das fänd ich nett. Im allgemeinen bin ich sehr für mehr Captain Phasma.

      *wenn Han wiederbelebt wird könnte sogar sie es sein, die seinen Körper mitbringt, sie steckte ja zuletzt in einem Müllschacht, wenn ich das richtig verstanden habe*

      Wird nicht passieren. Da war so dermaßen Harrison Ford hinter: „Also, ich werde erst mit nem Lichtschwert erstochen, DANN fall ich in eine bodenlose Tiefe und DANN wird der Planet in die Luft gesprengt, damit ich NIE WIEDER auferstehen muss!“ 😀

      • Christian - Alles Evolution

        „Es geht um eine Schnittmenge! Korrelation, nicht Kausalität!!!“

        Glaube ich auch nicht. Die Prequels stehen gegen alles, was Pickup ausmacht.
        Wer die mag, der mag Albernheiten wie Jar-Jar und ist wahrscheinlich sehr jung.

        „Oh bitte nicht, das wäre ja grauenhaft! Nicht nur Jungfrauengeburten, auch Wiedergeburten? Hilfe….“

        Ich hoffe, dass sie etwas erklären. Ich erinnere mich da an die Matrix: Da gab es auch die geilsten Fantheorien, und am Ende war es ziemlicher Müll.

        „Ich persönlich fänd es am besten, wenn die Prequels canontechnisch bei dem Holiday Special abgestellt würden. Also würde Darth Plagueis (alleine der NAME!) nicht existieren.“

        Solange sie nur den Namen und die Idee übernehmen würde es gehen. Hauptsache sie machen keine Rückblenden.

        „Das fänd ich nett. Im allgemeinen bin ich sehr für mehr Captain Phasma.“

        Es wäre auch hier enttäuschend, wenn sie halt einfach so die Schutzschilde runtergelassen hat und das nicht weiter thematisiert wird.

        „Wird nicht passieren. Da war so dermaßen Harrison Ford hinter: “Also, ich werde erst mit nem Lichtschwert erstochen, DANN fall ich in eine bodenlose Tiefe und DANN wird der Planet in die Luft gesprengt, damit ich NIE WIEDER auferstehen muss!” :D“

        In eine bodenlose Tiefe stürzem nach einem Kontakt mir einem Lichtschwert hat in Star wars meine ich eine Überlebenswahrscheinlichkeit von bisher 100% 😉

        Storymässig finde ich einen solchen Verlauf aber auch sehr riskant: Auferstehungen von Charakteren haben immer einen Geschmack.

        Ich bin aber gespannt, wie sie Phasma aus dem Müllschacht bekommen, wenn der Planet explodiert. Und warum sie eine Story hatte, bei der sie dort landete, abgesehen von dem Gag.

      • marenleinchen

        *In eine bodenlose Tiefe stürzem nach einem Kontakt mir einem Lichtschwert hat in Star wars meine ich eine Überlebenswahrscheinlichkeit von bisher 100%*

        Bespin wurde aber nicht in die Luft gesprengt! Und Luke hat auch kein Lichtschwert in die Brust bekommen!
        Han ist tot. Damit müssen wir uns abfinden, so ist das Leben.
        Alles andere wäre irgendwie…. uäh.

        *Ich bin aber gespannt, wie sie Phasma aus dem Müllschacht bekommen, wenn der Planet explodiert. Und warum sie eine Story hatte, bei der sie dort landete, abgesehen von dem Gag.*

        Dem Vorgesetzten eins reinwürgen + Anspielung auf Krieg der Sterne. (Tatsächlich eher schwach)

    • Christian - Alles Evolution

      „Dem Vorgesetzten eins reinwürgen + Anspielung auf Krieg der Sterne. (Tatsächlich eher schwach)“

      Insbesondere weil es gewisse Folgekosten hat: Man muss erzählen, warum sie lebt. Wenn man es nicht hätte erzählen wollen, dann hätte man sie kurz beim allgemeinen Fliehen irgendwo rauskriechen lassen können.

      So vermute ich, dass sie für eine Geschichte positioniert worden ist, die sie von den anderen trennt. Mal sehen welche es ist.

  • Resolute Nuss

    So gerade eben den Film gesehen, aber zuerst stellt sich mir die Frage woher du die ganzen Zusammenhänge ziehst? Insgesamt habe ich den Eindruck du willst alles was dich im in Verbindung mit Star Wars stört egal ob nun Filme oder Reaktionen zu diesen irgendwie einer Gruppe zu schieben. Diese Arschlochfanboys wie du sie nennst scheinen mir deutlich in der Unterzahl zu sein, da fast alle Star Wars Fans die Prequels aus vielen Gründen hassen die du da gerade genannt hast. Zu glauben gerade diese Minderheit hätte Lukas irgendwie beeinflusst, erscheint mir mehr als weit hergeholt. Zu mal die einfachere Antwort viel mehr Sinn ergibt und die ist das Lukas sein Opfer seines eigenen Erfolges ist. Einerseits weil beim erschaffen der Prequels ihn deswegen niemand mehr in Frage gestellt hat und er nun mal nicht ganz das Genie ist als welches er gesehen wurde, es wirkt z.B. manchmal so als ob er sich Szenen ausdenkt und dann dahin „zwingt“. Er wollte eine Verbotene Liebe in der Handlung haben, also dürfen Jedis nicht lieben. Er weiß das Anakin zur dunkeln Seite wandert er aber „verführt“ wird also denkt er sich irgendeinen Mist mit Visionen aus weil er offensichtlich keine Ahnung hatte wie er das machen soll. Auf der anderen Seite hat er sich von dem dem beeinflussen lassen was die meisten Fans toll fanden (nicht nur irgendwelche Arschlochfans). Darth Vader war allgemein Kult also musste er auch in den Prequels besonders wichtig sein, der Auserwählte irgendeiner einer Prophezeiung (die er sich selbst wohl nicht vorstellen konnte weswegen man nur Bruchteile davon hört), Effekte waren super also noch viel mehr (sogar in die Originale mit hinein), genauso die Sache mit den Lichtschwertkämpfen.

    So jetzt zum eigentlichen Film, er wahr wohl besser als die Prequels hatte aber gleichzeitig trotzdem seine Probleme. Die Macht hat es so gewollt erlaubt es einige „Zufälle“ zu erklären, aber die Häufigkeit ging schon ziemlich ins Absurde. Dann wäre die Sache mit dem Widerstand und der Ersten Ordnung, die Situation zwischen den Beiden Fraktionen ist ziemlich widersprüchlich. Mein Eindruck ist man wollte zwar einerseits klar machen, dass die Rebellen gewonnen haben und die Demokratie zurück ist und sie weiterhin als Underdogs haben was nun mal nicht gleichzeitig geht. Übrigends wundert mich, dass du den direkten Schwanzvergleich zwischen den „Todessternen“ nicht erwähnt hast. Ich fand es ja schon im Vorfeld traurig dass den nichts anderes einfällt, aber die Nummer war schon etwas armseelig.

    Zu guter Letzt obwohl ich dir in vielen Punkten was die Prequels angeht zustimme ist für mich tatsächlich verständlich wenn Leute Rey für eine Mary Sue halten. Mal sehen was die Folgefilme daraus machen, aber im Moment sprechen die Punkte dafür. Wenn sie wie erwartet eine Skywalker ist kann man das mit dem Pilot sein noch am ehesten nachvollziehen, aber sie ist defnitiv nicht einfach nur eine „gute“ Mechanikerin. Sie kennt sich mit dem Millennium Falken besser aus als Han Solo für den das Schiff sein Zuhause war und die Art wie sie mit allen umgeht lässt sie fast schon besser darstehen als Scotty aus Star Trek (welcher meine ich lustigerweise von der Original Mary Sue auch übertroffen wurde). Was ihre Machtfähigkeiten angeht ist sie mehr als begabt immerhin bringt sie sich alles selber bei. Bei Luke hat man zumindest das kleine Trainig von Obiwan mit den fliegenden Ball gezeigt. Es war nicht viel, aber zumindest etwas und beim Flug auf den Todesstern kann man auch noch argumentieren das Kenobi ihn dabei immer noch unterstützt hat. Rey dagegen lernt alles scheinbar von sich aus und das was sie mit der Wache gemacht hat war schon kein Gedankentrick mehr sondern komplette Gedankenkontrolle (hätte nur noch gefehlt, dass sie ihn dazu bringt auf einem Bein davon zu hüpfen). Das mit den Möchtegern Vader war da noch das harmloseste, zumindest war dieser verletzt. Wäre er es nicht gewesen, dann hätte ich es aber auch nicht nachvollziehen können egal wie schlecht er ist, er hat seine Fähigkeiten nicht erst seit Gestern und er hat bereits andere Schüler getötet die wahrscheinlich auch nicht gerade angefangen haben.

    Achja das 3er Lichtschwert finde ich immer noch dämlich (dieser Flammeneffekt den es hat stört mich auch etwas), abgesehen von den eben genannten Punkten war der Film alles in allem trotzdem sehr unterhaltsam. Würde ihm spontan 7 von 10 Punkten geheben (könnte sich aber noch ändern nach dem ich es komplett verarbeitet habe).

    • Resolute Nuss

      Nachtrag:
      Mir ist gerade klar geworden Rey hat aus irgendeinen Grund den Großteil der Rolle von R2D2 bekommen. Praktisch mechanisches Hacken von Türen und er hat auch mal den Falken wieder zum laufen gebracht nach das Imperium den Antrieb sabotiert hat. Der neue Droide BB-8 ist abgesehen von seiner Rolle als Kartenträger eigentlich völlig überflüssig für die Handlung. Noch schlimmer ist es mit Captain Phasma welche ja so gehypt wurde. Da kann man nur hoffen, dass die in den Nachfolgefilmen besser genutzt werden.

    • marenleinchen

      *Diese Arschlochfanboys wie du sie nennst scheinen mir deutlich in der Unterzahl zu sein, da fast alle Star Wars Fans die Prequels aus vielen Gründen hassen die du da gerade genannt hast. Zu glauben gerade diese Minderheit hätte Lukas irgendwie beeinflusst, erscheint mir mehr als weit hergeholt. *

      Das meiste ist auf Lucas eigenem Mist gewachsen, aber gerade die Boba Fett Armee SCHREIT nach Fanservice.Ebenso wie die anderen von mir genannten Aspekte. Zudem schließt das Eine ja das Andere nicht aus, Lucas ist kein Filmemacher, er ist Geschäftsmann.

      *Darth Vader war allgemein Kult also musste er auch in den Prequels besonders wichtig sein*

      (Ich hasse es, wenn Dinge als „Kult“ bezeichnet werden. Etwas ist nicht automatisch gut, weil es beliebt ist!)
      Ich liebe den Dunklen Lord. Damit hatte ich kein Problem, es macht auch vom Saga-Aspekt her Sinn. Es geht nunmal um die Skywalkers.

      *also musste er auch in den Prequels besonders wichtig sein, der Auserwählte irgendeiner einer Prophezeiung (die er sich selbst wohl nicht vorstellen konnte weswegen man nur Bruchteile davon hört),*

      Das Chosen One Trope ist einer der uninspiriertesten Plotpoints, den es geben kann. Ich kann nicht erklären, warum jemand wichtig ist, daher zieh ich mir eine uralte Prophezeiung aus dem Hintern.
      Deus ex machina.

      *Mein Eindruck ist man wollte zwar einerseits klar machen, dass die Rebellen gewonnen haben und die Demokratie zurück ist und sie weiterhin als Underdogs haben was nun mal nicht gleichzeitig geht.*

      Seh ich nicht so. Das Imperium war sehr mächtig und weitverzweigt, ich finde es eigentlich interessant, dass zwar die Republik offiziell zurück ist, inoffiziell aber die alten Strukturen als die Erste Ordnung in vielen Systemen sehr einflußreich ist und der Widerstand da als eine Art paramilitärischer Verband mit (inoffiziellen?) Verbindungen zur Republik operiert. Das finde ich durchaus nicht unrealistisch.

      *Ich fand es ja schon im Vorfeld traurig dass den nichts anderes einfällt, aber die Nummer war schon etwas armseelig.*

      Die Idee ist mittelmäßig, im Filmerlebnis hat es mich aber nicht gestört, weil die Ausführung gut war.

      *Bei Luke hat man zumindest das kleine Trainig von Obiwan mit den fliegenden Ball gezeigt. Es war nicht viel, *

      Ganz genau. Es war eigentlich gar nichts. Also wenn Rey eine Mary Sue ist, dann befindet sie sich in bester Star Wars Tradition. Nur nennt niemand Luke einen Gary Stu. Oder Anakin.

      *beim Flug auf den Todesstern kann man auch noch argumentieren das Kenobi ihn dabei immer noch unterstützt hat*

      „Luke! Mach mal was so und so.“ Das ändert natürlich alles! /s

      *Achja das 3er Lichtschwert finde ich immer noch dämlich (dieser Flammeneffekt den es hat stört mich auch etwas),*

      Ich vermute das ist Absicht und soll eine gewisse Minderwertigkeit, bzw. eine Priorisierung von Optik vor Funktion von Seiten Kylo Rens darstellen -> Hauptsache sieht cool aus.

      Generell meckerst du gerne, oder? 😀

      • Resolute Nuss

        Fanservice geht ja auch in die Richtung den Leuten hat es gefallen also mehr davon und Boba Fett mögen halt recht viele nicht nur ein paar von den bösen Fans. Er hat ein cooles Desgin und gerade weil er so wenig vorkam wirkte er wohl auf einige so intressant. Glaube aber kaum viele Leute haben nach einer exakten Hintergrundgeschichte für ihn in den neueren Filmen gehofft. Das sieht für mich immer noch nach Lukas aus der Sachen rausgesucht hat die den Leuten gefallen haben. Er ist zwar ein Geschäftsmann, aber ich glaube es ist nicht seine oberste Priorität auch wenn er darin vielleicht deutlich mehr Talent hat.

        Stimmt, nicht alles was beliebt ist auch gut, aber ich denke man kann kaum abstreiten, dass Darth Vader ziemlich sicher die bekannteste und beliebteste Figur aus Star Wars ist. Selbst Leute die kaum etwas über Star Wars wissen ist er bekannt und wenn das ihn nicht zu einer Kultfigur macht, dann weiß ich nicht was. Das ein Skywalker eine Hauptfigur wird ist klar, ich meine aber das deswegen Lukas wohl geglaubt hat es würde nicht reichen wenn er vorher „nur“ ein Jedi war. Ich hasse den Auserwählten und Phropezeiungs Bullshit vielleicht sogar noch viel mehr als du. Nicht weil unkreativ ist sondern, weil es auch so sehr nach Faulheit stinkt es ist „Die Macht wollte es so.“².

        Wenn „Der Widerstand“ so unabhänig von der Republik ist stellt sich mir aber die Frage wo ist die normale Armee? Glaube wirklich die Macher wollten einfach nur eine Underdogfraktion haben, weil sie sich eben sehr stark an der Originaltrilogie orientiert haben und es dort auch so war.

        Das Training war definitiv mehr als nichts, also zumindest etwas. Dementsprechend unendlich mal das was Rey bekommen hat. 😉

        Luke hatte einen Moment wo er die Macht mit Einfluss von jemanden benutzt hat der zu dem Zeitpunkt bereits teil von ihr war. Rey hatte einige Momente und alles ohne jede Hilfe von außen. Abgesehen davon war er halt nur ein guter Pilot nicht Scotty aus Star Trek. Anakin geht dagegen schon deutlich eher in die Richtung, aber es gibt so viel was nervig an ihm ist da geht dieser Aspekt wohl stark unter. Und selbst er wurde nicht gezeigt wie er innerhalb von gefühlt 2 Tagen oder so ohne Hilfe Gedankenkontrolle einsetzt, Dinge mit der Macht bewegt und sich erfolgreich einem ausgebildeten Machtanwender stellt (zugegeben hätte der kleine Junge aus dem 1. Film das gemacht wäre er eine noch viele schlimmere Mary Sue gewesen als Rey ;)).

        Wenn dies absichtlich war um oder es als etwas verbuggt darzustellen OK. Habe befürchte es soll der neue Look der roten Lichtschwerter werden um noch „teuflischer“ zu wirken. Bei dem Blauen ist es mir nicht aufgefallen, aber ich war mir im nachhinein nicht sicher ob es da auch so war.

        Manchmal, in dem Fall habe ich fast nur positves gehört und deswegen war eben der Drang zu meckern besonders stark. Gibt auch Fällte wo es umgekehrt ist. Beim letzten Terminator zum Beispiel obwohl der schlechter war als der neueste Star Wars Film.

      • marenleinchen

        Nuss,
        es macht ECHT keinen Spaß mit dir zu diskutieren. Ich nenne dir Argumente für meine Sichtweise und du wischst sie einfach weg, im festen Bewusstsein der Richtigkeit deiner persönlichen Meinung (man könnte auch Selbstgerechtigkeit sagen).

        Offensichtlich interessierst du dich nicht wirklich für den Film, wenn du nichtmal die Theorien um Kylo Rens Lichtschwert oder Reys Abstammung kennst (geschweige denn Kylo Rens Namen!), kommst hier aber rein wie ein Elefant im Porzellanladen und versprühst deine Negativität.
        Was soll das denn bitte?

        Es ist, wenn man ehrlich sein soll, ein dummer kleiner Film in einem dummen, nichtsnutzigem Franchise. Nichtsdestotrotz hängen ich und viele andere mit dem Herzen daran und freuen uns, dass es wieder Spaß macht, zu fabulieren und sich Theorien auszudenken.

        Und du bist grade das meckernde Arschloch, das jedem die Party versaut, tut mir leid.

      • Leszek

        @ Maren

        „Seh ich nicht so. Das Imperium war sehr mächtig und weitverzweigt, ich finde es eigentlich interessant, dass zwar die Republik offiziell zurück ist, inoffiziell aber die alten Strukturen als die Erste Ordnung in vielen Systemen sehr einflußreich ist und der Widerstand da als eine Art paramilitärischer Verband mit (inoffiziellen?) Verbindungen zur Republik operiert. Das finde ich durchaus nicht unrealistisch.“

        Nach meinen bisherigen Recherchen ist der Hintergrund der Geschichte folgender:

        Nach der für die Rebellenallianz siegreichen Schlacht von Endor, der Zerstörung des zweiten Todessterns und dem Tod des Imperators in „Star Wars 6 – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ schlossen sich immer mehr Welten der Rebellenallianz an und das Imperium wurde in einer darauf folgenden längerfristigen Phase von Kampfhandlungen militärisch so weit geschwächt, dass es die Kontrolle über die Galaxis weitgehend verlor und in Friedensverhandlungen einwilligte. Es wurden Abrüstungsmaßnahmen auf beiden Seiten vereinbart, die Rebellenallianz übernahm die Regierung über den bekannten Teil der Galaxis und gründete die „Neue Republik“ als neues demokratisches interplanetarisches politisches System. Die Reste des Imperiums zogen sich in die wenig erforschten Randgebiete der Galaxis außerhalb der Neuen Republik zurück.

        Dort begannen die Überreste des Imperiums, jetzt unter dem Namen „Erste Ordnung“, sich auf verschiedenen Planeten anzusiedeln sowie andere bewohnte Planeten in diesem nicht der Republik zugehörigen Teil der Galaxis zu beherrschen. Auf Klonkrieger als Sturmtruppen wurde nun zunehmend verzichtet, da diese sich als weniger leistungsfähig erwiesen hatten als andere Menschen, stattdessen wurden Kinder von anderen Welten von klein auf im Sinne der faschistischen Ideologie der „Ersten Ordnung“ sozialisiert. Ihnen wurde vermittelt, dass das Imperium eine gerechte galaktische Regierung gewesen sei, die zum ersten Mal Stabilität, Sicherheit und Ordnung in der Galaxis hergestellt habe und die von den bösen Rebelllen zerstört worden sei, um die Galaxis ins Chaos zu stürzen. Außerdem begann die „Erste Ordnung“ möglichst unbeobachtet durch die Republik wieder militärisch aufzurüsten.

        Einige Aktivitäten der „Ersten Ordnung“ wurden dennoch von ehemaligen Mitgliedern der Rebellenallianz in Erfahrung gebracht und bei einigen alten Kadern der Rebellenallianz entstand nach und nach der Eindruck eines erhöhten Risikos, dass die Reste des Imperiums wieder erstarken und zu einer Gefahr für die Neue Republik werden könnten. Außerdem sah man mit Widerwillen, wie die Reste des Imperiums nun außerhalb der Neuen Republik ihre Herrschaftspraxis an nicht zur Republik gehörenden Planeten-Bevölkerungen fortsetzte.

        Da die Regierung der Neuen Republik keinen neuen Krieg riskieren wollte und die Warnungen außerdem für übertrieben hielt, gründeten einige ehemalige Anführer der Rebellenallianz die Organisation „Der Widerstand“ als offiziell nicht der Neuen Republik angehörende und von dieser unabhängig agierende Widerstandsorganisation gegen die „Erste Ordnung“.
        „Der Widerstand“ wird nicht von der Regierung der Neuen Republik finanziert, hat aber einen kleinen Kreis einflussreicher Einzelpersonen als Geldgeber auf verschiedenen Welten.

        So ungefähr. Im Mai erscheint das Buch zum Film, da kann man es dann wohl genauer erfahren.

    • George

      Vielleicht war es das beste was Lucas passieren konnte, daß er früher gewissen Einschränkungen unterworfen war. Man stelle sich vor was aus Episode VI hätte werden können, wenn er die heutige Technik zur Verfügung gehabt hätte… da waren die paar Ewoks das kleinere Übel, und die sind schlimm genug. Haben dann ja auch zwei eigene Filme bekommen.

      Was geschieht wenn ein Regisseur everybody’s darling wird und ihm ganz Hollywood Zucker in den Arsch bläst, kann man ja auch an M. Night Shyamalan gut sehen. Ein minimalistischer Überraschungshit, dann nur noch aufgeblasene inhaltsleere Spektakel.

  • Resolute Nuss

    Tut mir leid, falls ich den Eindruck erweckt habe ich hätte deine Argumente nicht genügend beachtet.

    Wenn dich Negativität so sehr stört, wieso besteht ein großer Teil deiner Kritik dann daraus alle Leute welche dir nicht gefallen miteinander zu verbinden?

    Ich habe den Film erst Gestern gesehen und habe mich bis dahin von allen ferngehalten was damit zu tun hat. Namen sind allgemein nicht meine Stärke. So dachte ich ob du es glaubst oder nicht den gesamten Film über Poe hieße Paul (englisch gelesen).

  • Vinzenz

    „Mädchen scheinen da ja weniger Probleme zu haben als Jungs, sich mit jemand zu identifizieren, der nicht ihr eigenes Geschlecht hat.“
    Dass du es wie bei jedem anderen Thema nicht vermeiden kannst, Hiebe gegen das andere Geschlecht auszuteilen bzw. deines darüberzustellen, überrascht mich nicht, aber so widersprüchlich? Ist es nicht der ewige feministische Tenor, dass wir mehr weibliche Vorbilder brauchen, was auch immer gerne wieder als Grund für positive Diskriminierung und Reglementierung von Kunst angeführt wird? Du selbst gibst zu, dass du unbedingt einen weiblichen Jedi haben willst, denn egal wie cool die männlichen sind, es reicht halt einfach nicht. Und deswegen muss es jetzt auch unbedingt eine Jedi werden, egal wie. Aber Jungs sind bestimmt viel schlimmer, deswegen bist du dir auch ganz sicher, dass ein Film wie Alien niemals nicht Kultstatus bei männlichen Zuschauern erreichen kann, weil diese sexistischen Arschlochfans sich doch gar nicht mit einer weiblichen Protagonistin identifizieren können…

    Natürlich stellt Rey in gewisser Weise eine Mary Sue dar, wenn sie Han Solo erklärt wie man den Millenium Falcon repariert. Allerdings ist das kein dominierender Aspekt des Filmes und damit auch nicht das, was mich persönlich gestört hat. Und nein, es ist auch nicht die Tatsache, dass die Stormtrooper ihre Rekrutierungsrichtlinien überarbeitet haben und jetzt neben Schwarzen auch Frauen aufnehmen, und das sogar in Führungspositionen (mit glänzendem Body Armor?!).

    Nein, ich hätte mir gewünscht, dass Disney etwas weniger in den Werbe- und Merchandisingetat und dafür mehr in das Autorenteam investiert hätte. Denn ich wurde während des Films den Eindruck nicht los, dass ihnen einfach nichts eingefallen ist, wie sie die Geschichte nach dem vernichtenden Sieg davor weiter erzählen sollten. Und deswegen haben sie einfach den Protagonisten der vorherigen Teile verbannt und seine Wiederentdeckung als Hauptziel des Filmes auserkoren. Das erinnert mich irgendwie an die zweiten Teile von Matrix und Deus Ex. Und als Füllmaterial zerstören wir mittendrin nochmal einen Todesstern. Bei der Vorstellung des Plans während der Besprechungsszene in der Kommandozentrale der Rebellen haben sich die Macher des Films doch selbst nicht ernst genommen.
    Ja, Jar Jar Bings, Midichlorianer und ein furchtbar nerviger Anakin, mit diesen Kritikpunkten zu den Prequels hast du vollkommen recht. Aber immerhin hatten sie eine Story, die sich in Episode 3 schön zusammengefügt hat wie ich finde.

    • marenleinchen

      *Du selbst gibst zu, dass du unbedingt einen weiblichen Jedi haben willst, denn egal wie cool die männlichen sind, es reicht halt einfach nicht. Und deswegen muss es jetzt auch unbedingt eine Jedi werden, egal wie.*

      Naja, ich habe immerhin nicht zu einem Boykott eines Filmes aufgerufen, bloß weil er einen männlichen Protagonisten hat…
      Und ja. Ja wollte ich. Warum, habe ich mMn erschöpfend dargestellt.

      Zudem: Wenn der Schuh dir nicht passt, zieh ihn dir doch einfach nicht an, verdammte Hacke!

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