Archiv der Kategorie: Frauen

You complete me!

Hallo zusammen!

User Haselnuss meinte in den Kommentaren zum Konsens-Artikel, dass ja kein Druck vom Partner ausgeübt werden müsste, damit Frauen Angst bekommen, die Beziehung könnte enden, wenn sie nicht alles menschenmögliche versuchen, um den Partner zufriedenzustellen.

Mein Argument war, dass das mögliche Ende der Beziehung an sich Druck ausübt. Dazu muss ich nichts ansprechen, nicht damit drohen, es nicht einmal erwähnen. Was ist damit?

Damit hat er in gewisser Weise recht. Frauen stehen heute viel mehr Wege offen, als es früher(tm) der Fall war. Sie sind besser ausgebildet, haben bessere Jobs, können einen weiter gefassten Bekannten-/Freundeskreis pflegen und im weitesten Sinne ein  freies Leben führen.
Leider ist es aber immer noch so, dass all das wenig wert ist, wenn die Frau nicht ihre traditionelle Rolle erfüllt, besonders in konservativeren Kreisen. Und das ist nunmal glücklich in einer Beziehung/Ehe und Mutterschaft. Hollywood beglückt uns regelmäßig mit Filmen, in denen  Frauen mit beachtlichen Karrieren zu bestaunen sind, die aber insgeheim natürlich todunglücklich (und hochneurotisch) sind, bis sie DEN MANN finden (Wedding Planner, Zufällig verheiratet, 27 Dresses etc. pp.)  Kaum mal sieht man eine Frau, die völlig zufrieden mit dem ist, was sie erreicht hat ohne dafür notwendigerweise einen Mann zu benötigen.

Und dann ist da natürlich das soziale Umfeld. Wer behauptet, ab 25 nicht regelmäßig von seiner Mutter/Großmutter/Tante/Schwippschwägerin/Fußpflegerin auf Kinder angesprochen zu werden/worden zu sein, lügt wahrscheinlich. Oder hat Glück 😉 (Ich wurde sogar mal fassungslos gefragt ob ich Kinder nicht möge, weil ich mit 19 keine Pläne hatte mich fortzupflanzen)

Wie halten also fest, dass offenbar ein unheimlicher gesellschaftlicher Druck auf Frauen liegt, die Prioritäten auf die Familiengründung zu konzentrieren, was sich natürlich mit dem bedrohlich winkenden demographischen Wandel ins Unendliche potenziert. Und da ja bekanntermaßen dafür der richtige Mann benötigt wird, muss man natürlich alles tun, um diesen zu finden und zu halten. Ich hatte erst letztens mal wieder eine Diskussion darüber, dass ich einen SUPERTOLLEN Kerl aus NICHTIGSTEN GRÜNDEN hab gehen lassen. Dass es ein prätentiöser Poser mit furchtbarem Humor und Bindungsängsten war, schien da sekundär. Auch wird meine Mutter nicht müde, bei jeglicher Gelegenheit die Vorzüge meines Exfreundes T.  zu preisen (mit dem ich mit 16 für 4 Wochen zusammen war und mit dem ich Schluß gemacht hatte, weil er wollte, dass ich ihm beim „Kuscheln“ Haare aus dem Brustfell zupfe. Ausserdem hatte er einen miesen Humor. Hmm ich erkenne ein Muster…)

Ein Grund mag auch sein, dass man auch als Frau ja gern regelmäßig Sex hat. Und eine gute Frau hat natürlich keine One-Night-Stands oder Affären, man muss ja auch aufpassen, wenn man mit zuvielen Sex hatte, will einen hinterher keiner mehr, weil man ja ne Schlampe ist. Da bleibt also nur ne Beziehung als Möglichkeit. Was manchmal merkwürdige Blüten treibt, wenn ich mir Frauen angucke, die mit genauso vielen Männern Sex hatten wie ich, aber mit allen „zusammen“ waren. Für ne Woche. ^^ Naja, jedem das seine, gell?

Und dann gibt es natürlich bei vielen Frauen, resultierend aus nen schwachen Selbstwertgefühl, die Angst nie wieder einen abzukriegen, wenn man jetzt diesen nicht zufriedenstellt. Was natürlich darin resultiert, dass man nie wieder Sex hat und man als verrückte alte Frau mit 17 Katzen und einem vertrockneten dennoch unbenutzen Uterus endet. Man sieht sowas ja ständig!!! (Hint: Tut man natürlich nicht!)

Äh, wo war ich doch gleich? Ach ja: Also, Frauen leisten aus den genannten oberen Gründen meines Erachtens mehr „Beziehungsarbeit“ (grauenhaftes Wort) als Männer, und sind ängstlicher ein Singledasein zu führen. (Was übrigens im krassen Gegensatz zu der These mancher maskulistischer Kreise steht, dass Frauen willentlich Ehen zerstören) Sie sind halt einfach so furchtbar unvollständig ohne Mann.

Das heisst jetzt natürlich nicht, dass man sich nicht lieben und vermehren soll. Beides sind ganz tolle Sachen! Aber wenn mans nicht tut ist auch nicht so schlimm. Es gibt ja noch so viele andere schöne Sachen auf der Welt 🙂


Chickflicks- The Phantom Menace

Huhu, zusammen!

Wie ich auf Twitter schon erwähnte, trage ich mich mit dem Gedanken, den miesesten fiesesten Frauenfilm (vulgo „Chickflick“) zu finden, ihn mir anzusehen und ihn hier zu verbloggen. Das tue ich, weil ich weiß wie gern ihr mich leiden lest. 😉

So, aufi meine Lieben, was ist der fürchterlichste, blödeste Frauenfilm der Geschichte? Bitte denkt daran: Es MUSS ein Film für die Zielgruppe Frau sein, und er sollte nicht älter als aus den 80ern sein. Ansonsten ist alles erlaubt. Sollte „euer“ Film nicht dabei sein, schreibt einen Kommentar unter diesen Artikel, warum ich ihn in die Abstimmung mit einfügen soll. Viel Spaß!

EDIT: Loki hat im Kommentar noch einige Schätzchen genannt


Ich glaub es grade nicht!

Da schau mal einer an! Offensichtlich ist die *hust* Philosophie von Helen Andelin heutzutage doch präsenter als man glauben möchte.

Bollocks und Bitches haben zumindest in einer dieser ominösen Cent-Frauenzeitschriften (weil wenn Mutti sich mal was gönnt ist sie auch dabei ganz bescheiden. Schon kacke, wenn man kein eigenes Geld hat.) Ehetipps gefunden, die verdächtig nach HA klingen.

Auszug:
„Funktioniert beim Partner so gut wie bei Kindern: loben, loben, loben! Und zwar alles, was Sie an ihm mögen. So fühlt er sich geliebt und hält sich für Supermann. Weil er möchte, dass das weiter so bleibt, wird er sich negative Dinge wie Rauchen oder die scheußlichen Feinripp-Unterhosen mit der Zeit abgewöhnen.“ 


Sound familiar? 


Ich sag mal so, da hat einer mal nen lupenreinen Guttenberg abgezogen, Respekt!


Fascinating Womanhood Chapter 2

Sooo, da sind wir wieder mit einem weiteren Kapitel des unsterblichen Klassikers (muß man nur oft genug sagen, damit es stimmt) Fascinating Womanhood (wie immer FW abgekürzt).

The Ideal Woman from a man´s point of view

In diesem Kapitel werden wir zuerst einmal belehrt, dass weibliche Perfektion von Männern anders wahrgenommen wird als von Frauen. Lesern von Christians Evolutionsblog wird das sicher bekannt vorkommen. Hier ist aber etwas anderes gemeint:

Women are inclined to appreciate poise, talent. intellectual gifts, and cleverness of personality, whereas men admire girlishness, tenderness, sweetness of character, vivacity and the ability to understand men. 
A marked difference is in regard of appearance. Women are inclined toadmire artistic beauty such as the shape of the face, the nose, and artistic clothes. (???)  Men,however, have a different interpretation of what makes a woman beautiful. They place more stress on the sparkle in her eyes, smiles, freshness, radiance (es werden Frauen bevorzugt,die in Atomkraftwerken arbeiten…ok der war schlecht), and her feminine manner.     

Lt. FW besteht die ideale Frau für Männer aus einem engelsgleichen und einem menschlichen Teil. Guckt mich nicht so an, ich hab mir das nicht ausgedacht.

Angelic: …spiritual qualities. This includes her good character, understanding of men, domestic skills and a quality of inner happiness.

….Moment! domestic skills??? Ich glaub doch wohl es hackt! Seit wann machen einen hausfrauliche Fähigkeiten zu einem guten Menschen, geschweige denn einem Engel??  Inner happiness finde ich ja auch fragwürdig, ich hab da grade eine 50er Jahre Hausfrau vor Augen, die von ihren Lieben als Fußabtreter benutzt wird und dennoch debil lächelt. Ich argwöhne auch eine Zusammenarbeit von Helen Andelin mit der Firma, die Frauengold hergestellt hat. Aber lesen wir weiter.

Human: …refers to her appearance, manner, and feminine nature, and includes the charms of femininity, radiance, good health, and childlikeness

Yepp. Childlikeness. Weil Männer vor erwachsenen Frauen Angst haben. Bin ich die Einzige, in der das unangenehme Assoziationen mit „Kinderfreunden“ wachruft?
Und für die, die sich wundern, ja Helen Andelin benutzt die Wörter feminine und femininity (puh) gern, wir werden diese Wörter noch gefühlte 1000mal zu lesen bekommen.

These distinct qualities awaken different feelings in a man. The Angelic awakens a feeling almost like worship and brings him a feeling of peace and happiness. The human side fascinates and enchants him and awakens a tender feeling, a desire to protect and shelter her from harm and danger.
 
Da haben wir´s: Madonna-Whore. Die eine, die er wie eine Göttin verehrt und die andere, die ihn „bezaubert“. Gut, jetzt werden sich einige fragen: „Aber wo kann ich denn eine solche Frau finden und sie mir zum Vorbild machen?“ Fear you not, my fellow unperfect twats. FW gibt sie euch:

Agnes und Dora aus „David Copperfield“ (nicht der Zauberer sondern der Roman von Dickens) Sie zitiert einige Passagen in denen Agnes (Davids beste Freundin/Mutterersatz) mit Adjektiven wie quiet, placid, sweet, bright, happy, tranquil, peaceful beschrieben wird, also der engelsgleiche Part ist. Wohingegen seine Verlobte/Frau Dora mit Worten wie fairy, sylph, diminutive, little (so very much…), bewildering beschrieben wird. Manic Pixie Dreamgirl anyone? Uuuuund Dora ist natürlich eine fürchterliche Hausfrau! Sowas aber auch. Naja, zum Glück stirbt Dora ja bald und er heiratet Agnes  und findet peace and happiness (auch weil er sich von Dora mehr Charakter gewünscht hätte, es wird sogar zitiert, dass er sich sie als Ratgeber gewünscht hätte).

Man KÖNNTE jetzt auf die Idee kommen, dass innere Werte mehr zählen als flirtation und kindlicher Charme und dass Dickens genau das vermitteln wollte.

Aber weit gefehlt. Trotzdem beschrieben wird, dass David in seiner Ehe mit Agnes glücklicher wird, besteht FW darauf, dass er noch glücklicher gewesen wäre, hätte Agnes …Dora´s girlishness, her adorable human and childlike (Kinder sind ja keine Menschen) manner, and her dependency upon men for her protection and guidance gehabt.
Dora hingegen ..if Dora had the sympathetic understanding, the appreciation of his highest ideals and the depth of character of Agnes and provided him with an orderly and peaceful home life.. hätte David sie richtig geliebt. Also so richtig richtig. Der Haushalt ist da natürlich am wichtigsten.

Sie zitiert noch ein paar Heldinnen, die dem einen oder anderen Typ entsprechen, Deruchette aus Hugo´s „Teufelsschiff“, Amelia aus „Vanity Fair und natürlich MUMTAZ, die Frau von Shah Jahan, die für ihren Tod im 14. Kindbett das Taj Mahal bekommen hat. Sie mag sie wirklich 🙂
Aber ich denke das Konzept ist klar, wenn nicht kauft euch das Buch doch selber, der Teil zieht sich nämlich wie Kaugummi und ist schweinelangweilig. 😀

So, am Ende des Kapitels kommt etwas, womit wir ab sofort in jedem Kapitel zu tun haben werden:
Leserbriefe von Frauen, denen FW geholfen hat, yippieh!

Der erste mit dem Titel „Earthshaking Results“ gibt allerdings nicht viel her ausser Gemeinplätzen wie toll doch alles funktioniert hätte. Zudem fehlt ein Teil des Briefes, wie man an der Zitiertechnik erkennen kann. Eine der drei Freundinnen, denen sie es empfohlen habe, wäre aber zu selbstgerecht gewesen. Das ist die einzige verwertbare Information, folks!

Auch die anderen geben nicht viel her, der Mann der Einen trug auf einmal seinen Ehering, den er vorher nicht trug, weil er sich sonst gefangen vorkäme (o.o), Scheidung abgewendet, Happiness, bla bla. Einer ist allerdings ganz interessant, die Frau wurde aufs dreisteste betrogen, Mann trinkt, ist kaum zu Hause,schmeisst sie raus, entzieht ihr die gemeinsame Tochter etc. Sie liest FW und innerhalb weniger Wochen blieb er zu Haus, hörte auf zu trinken und alles ist toll. Ja klar.
Also das hat die sich doch ausgedacht.

Nunja, da sind wir schon wieder mit einem Kapitel durch. Wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert… Das nächste Kapitel ist zum Glück etwas praxisbezogener, die Schwärmereien von H. A. gehen mir langsam ein wenig auf den Keks. Wir werden anfangen an unserem Verständnis für Männer zu arbeiten und starten da mit Chapter 3- Accept him at face value

Dann bis zum nächsten Mal, meine Lieben.


Die Frau das unbekannte Wesen

Hach, wir Frauen. Wat sind wir doch für mysteriöse Geschöpfe.

Selbst der allwissende Siggi Freud konnte uns nicht entschlüsseln, er wird folgendermaßen zitiert:
„Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: ´Was will eine Frau eigentlich?´ „

Das mag daran liegen, dass er sich wahrscheinlich, wie viele Männer, nie wirklich mit Frauen beschäftigt hat. Damit meine ich im wirklichen Leben, als Mitmenschen, als Teil der Peer Group.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie streng die Geschlechtertrennung in Freizeitbereichen immer noch ist. Ich sehe oft, wie sich die Geschlechter auf Partys in homogenen Grüppchen sammeln, Männlein und Weiblein getrennt.

Ich bin jemand, der aufgrund seiner „geschlechterübergreifenden“ Interessen (Kosmetik, Klatsch, Computerspiele und Zombiefilme) eigentlich mit jedem ein Gesprächsthema findet, daher finde ich das immer recht nervig, konsequent ins „Frauenghetto“ abgeschoben zu werden, wenn ich doch in dem Moment viel lieber mit den Jungs Bier trinken und mich über Star Wars Ep I-III ereifern möchte.
Tue ich das, gehöre ich für manche Frauen nicht mehr dazu, selbst wenn ich vorher eine halbe Stunde mit Lust und Leidenschaft Nagellackfarben diskutiert habe. 

 Ein Bekannter von mir bemerkte vor einiger Zeit mal, wie faszinierend er es fände, dass ich mit einigen meiner Ex-Liebschaften noch freundschaftlichen Kontakt pflege, er hätte das ja nie so gehabt.
Als ich sagte, dass mich ja mit den meisten auch gemeinsame Interessen verbinden würde, ich das deshalb ganz natürlich fände, sagte er, nee, er hätte seine Ex zwar sehr geliebt, möge sie auch immer noch, aber er wüsste so nix mit ihr anzufangen.
Autsch.
Ich fragte weiter nach, ob er weibliche Freunde hätte. Klar, in seiner Clique wären einige Frauen. Ja aber bist du mit denen befreundet? Diskutierst du mit ihnen, unternimmst mal was? Nö.
Doppel-Autsch.

Das ist meiner Meinung nach ein Riesenproblem im Geschlechtermiteinander.
Viele Männer haben mit Frauen, abgesehen von Familie und Sexualleben, nicht viel zu tun,d.h. sie wissen nicht, dass es unter Frauen Unterschiede wie Tag und Nacht gibt, wie ich das ja schonmal in einem anderen Beitrag ausgeführt hatte.
 Dass Frauen keine mysteriösen, elfengleichen Wesen sind, hübsch anzuschauen, aber so wenig greifbar wie Feenstaub, sondern ganz normale Menschen.
(Ein Freund hat mir mal gestanden, dass er bis zu seinem 17. Lebensjahr gedacht hat, Frauen hätten keine Verdauung. Ernsthaft!)
 
Seien wir ehrlich, man ist in einer Liebesbeziehung (zumindest am Anfang) NIE so, wie man sonst ist. Man möchte ein begehrenswertes, liebenswertes Wesen sein. Natürlich auch n bissken mysteriös, aber ob das an den Vorlieben dieses bestimmten Mannes oder an den Einflüsterungen diverser Frauenzeitschriften (Mach dich rar, Männer sind Jäger, etc.) liegt, sei mal dahingestellt.
(Die meisten Männer, denen ich was bedeutet habe, wollten immer ganz viel über mich wissen)

Daher, die Frage: „Was will eine Frau eigentlich“ gehört mit zu den dämlichsten, die es gibt.

Lieber Siggi, frag sie doch! 
Aber sei bitte nicht enttäuscht, wenn die Antwort nicht lautet „Ein Penis“.

Ich empfehle mich