Archiv der Kategorie: Mädchenkram

Outlander Season 1: Eine sachliche Besprechung

Ok, Kinder. Ich muß euch etwas gestehen.

Die „Outlander“-Bücher von Diana Gabaldon sind meine liebste Buchreihe. Ja, so uncool bin ich in echt. 🙂 Ich habe das erste Buch (in D „Feuer und Stein“) mit etwa 12 oder 13 gelesen, es lag so bei uns rum und ich hab es fast in einem Zug durchgelesen, mit hochrotem Kopf und tief seufzend, natürlich.

Da ich also sehr starke Gefühle im Bezug auf die Charaktere habe, sah ich der Verfilmung mit seeeehr gemischten Gefühlen entgegen, insbesondere weil ich viele meiner Lieblingsbücher komplett verschandelt gesehen habe („Der Strand“, anyone?). Dennoch musste ich mir das Spektakel natürlich ansehen, allerdings erst, nachdem ich die ersten glühenden Rezensionen gelesen habe.

Meine Wertung? Gemischt. Einiges funktioniert nicht, anderes ist hingegen ganz fantastisch. Also, macht euch bereit für einen langen, ausgesprochen subjektiven, teilweise korinthenkackenden, mit Spoilern vollgepackten Post über Outlander – Die Serie.

Shall we begin?

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Chickflicks- The Phantom Menace

Huhu, zusammen!

Wie ich auf Twitter schon erwähnte, trage ich mich mit dem Gedanken, den miesesten fiesesten Frauenfilm (vulgo „Chickflick“) zu finden, ihn mir anzusehen und ihn hier zu verbloggen. Das tue ich, weil ich weiß wie gern ihr mich leiden lest. 😉

So, aufi meine Lieben, was ist der fürchterlichste, blödeste Frauenfilm der Geschichte? Bitte denkt daran: Es MUSS ein Film für die Zielgruppe Frau sein, und er sollte nicht älter als aus den 80ern sein. Ansonsten ist alles erlaubt. Sollte „euer“ Film nicht dabei sein, schreibt einen Kommentar unter diesen Artikel, warum ich ihn in die Abstimmung mit einfügen soll. Viel Spaß!

EDIT: Loki hat im Kommentar noch einige Schätzchen genannt


Frollein Lasmiranda

Ohje Mädchenmannschaft
Ich mag euch, echt! Ich lese immer wieder gerne eure Blogrolls und ihr habt mich oft auf interessante Themen aufmerksam gemacht.

Aber mal unter uns: Der Artikel über den FC Siewillja war ja mal nix! Ich bin darüber gestolpert, als ich meinen Morgenkaffee getrunken habe und dachte erst nur: Hä? Was ist denn das Problem mit diesem Kauderwelschnamen? Dann hab ich verstanden, dass es eine Anspielung auf einen Telefonjoke von Bart Simpson ist. Meine Reaktion war immer noch Unverständnis.
Dann habe ich den Artikel komplett gelesen (den SPON-Artikel auch) und meine Reaktion wandelte sich zum Facepalm.

Es geht euch (wenn ich es richtig verstanden habe) darum, dass der Joke „Lasmiranda Dennsiewillja“ eine Anspielung auf sexuelle Gewalt ist. Dabei wird völlig augeblendet, dass es eine für jeden ersichtliche popkulturelle Anspielung auf Die Simpsons und natürlich den FC Sevilla ist, und dass man tatsächlich als unbedarfter Normalbürger um 15 Ecken denken müsste um eine Anspielung auf Gewalt gegen Frauen zu finden. Ergo würde ich jetzt mal annehmen, dass sich die Jungs (als Simpsons- und Fußballfans) WIRKLICH nix dabei gedacht haben.

Dennoch schreibt ihr einen langen Artikel darüber, der in seinem passiv-aggressiven beleidigte Leberwurst-Tonfall seinesgleichen sucht und wo diese Studenten auf eine sehr persönliche, unsachliche Schiene angegriffen werden. Und dass alles aufgrunddessen, dass einige Spinner auf Facebook und SPON sich über die Beschwerde aufgeregt haben. Unprofessionell. Wirklich.

Ich kam nicht umhin mich zu fragen: Ist denn schon Sommerloch? Gibts keine wichtigeren Themen die besprochen werden müssten? Das Betreuungsgeld ist gerade beschlossen werden, in den USA wird ein regelrechter Krieg gegen die Rechte der Frauen geführt, die Schlecker-Frauen sind auch immer noch ein Thema, wie Frauen in den Medien dargestellt werden ist eine Katastrophe, etc. Was soll also dieser Artikel?   

Besonders verwunderlich finde ich, dass ihr den mEn VIEL bedenklicheren und problematischen Namen „FC Frauenschweigt“ komplett ausblendet. Warum das denn? Das wäre wirklich etwas worüber man sich aufregen könnte.
Auch die Tatsache, dass die Namen wie „Wacker Durchsaufen“ (Alkoholismus ick hör dir trapsen) nicht erwähnt werden, finde ich merkwürdig.

 Wie ich ja bereits mehrfach angedeutet habe, ist mein Anliegen Feminismus und Frauenrechte von der kleinen elitären Minderheit die das momentan besprechen, in den Mainstream zu packen, ich versuche in meinem Umfeld ein Bewusstsein für Ungerechtigkeiten zu schaffen. Dieser Artikel ist kontraproduktiv, weil es wirklich das Klischee des dünnhäutigen Feminismus bedient, der sich mit Unwichtigkeiten und Nebenschauplätzen beschäftigt wo es ganz andere Baustellen gäbe, die wichtiger für ErnaNormalVerbraucherin wären.

Ich werde euch natürlich trotzdem weiterlesen, weil, eigentlich mag ich euch ja.
Viele Grüße, Maren


Kosmetik, ja oder nein?

Das sollte eigentlich eine Antwort auf den Kommentar von Leszek  werden, wurde aber ein wenig zu umfangreich. 😀

Ich kann zu diesem Thema nur meine persönliche Sichtweise angeben, eben weil das Thema, wie sehe ich aus, was mache ich mit meinem Geld, was mache ich mit meiner Zeit, so persönlich ist.

Ich muss dazu auch sagen, dass ich in letzter Zeit enorm viele Beautyblogs lese.
Für die die es nicht kennen, das sind Blogs über Kosmetikprodukte von weiblichen Nerds 😀
Die bloggenden Mädels haben grösstenteils studiert/studieren noch und haben ein unfassbares Know-How, was Farben, Texturen, Marken, Auftrag und Inhaltsstoffe angeht, welches sie sich meist selbst beigebracht haben und worüber sie sich mit einer Leidenschaft und Begeisterung austauschen, die schon beim Lesen Spaß macht. Diese Blogs haben einen unfassbaren Einfluß gewonnen, der soweit geht, dass Kosmetikkonzerne den Bloggerinnen die neusten Produkte zuschicken.

Sie tun das aber nicht, weil sie irgendeinem fremden Standard entsprechen wollen (es gibt diese Bloggerinnen in allen Farben und Formen ;D), sondern weil es ihnen Spaß macht.
Ich sehe da oft „phantasievolle“ Make-Ups mit denen würden die wenigsten auf die Straße gehen.
Sie schminken sich um ihre Persönlichkeit auszudrücken, es ist ihr Hobby. Ähnlich wie Briefmarkensammeln. Und sie vermitteln dieses „Que sera“-Gefühl sehr schön, alles kann, nix muss.

Ich kann mich mit dieser Einstellung wunderbar identifizieren und fänd es schön, wenn mehr Mädchen so eine Einstellung zu Make-Up bekämen, dass es eine hübsche Spielerei (!) ist, die dein Leben bunter machen kann. Das fände ich sehr gesund im Vergleich zum gefürchteten „Oh mein Gott, ich muss das tun sonst liebt mich niemand!“
Soviel zum Bodyimage.

Dein anderer Kritikpunkt war die Kosmetikindustrie und ihr Bestreben, ihre Produkte zu verkaufen.
Die meisten Bloggerinnen reviewen natürlich auch die benutzten Produkte, was oftmals darauf hinausläuft, dass die angepriesenen scheißteuren Sachen genausogut sind wie günstigere Sachen oder sogar schlechter, was in den Sachen drin ist, oder wer eigentlich die Marke hinter den bunten Werbebildchen ist. 

Dadurch werden mEn einige Mechanismen der Konzerne ausgehebelt, wie zum Beispiel der, dass ein hohes Werbebudget nicht für Qualität stehen muss oder dass das „Bio“-Schildchen des Produkts blanker Hohn ist, weil dieses voll mit Erdöl oder Silikonen ist, oder das Marken boykottiert werden, weil Tierversuche durchgeführt werden oder Ausbeutung dahinter steht. (Und ich muss sagen, trotzdem, dass die Bloggerinnen oft die neuen Produkte bekommen, werden diese immer ehrlich bewertet. Zumindest bei den Blogs die ich lese)
Ich sehe das als die Stimme des Volkes und begrüße diese Entwicklung. Es ist schön, dass da ein Bewusstsein erzeugt wird. Das ist wieder ein Schritt weg vom hirnlosen „Oh mein Gott, Marke XY sagt ich muss das haben! Marke XY ist sooo toll, weil Heidi Klum für sie Werbung macht“ zum verantwortungsvollen Verbraucher hin. 

Natürlich fliesst dann immer noch ein Schweinegeld zu den Konzernen, aber immerhin müssen die Konzerne auch etwas tun für ihr Geld, weil es schwieriger wird, die Kundschaft rattenfängermäßig zu verführen. 


Die Jugend von heute!

Seit einiger Zeit muss ich, da ich mir kein Auto mehr leisten kann, den ÖPNV nutzen.
Das hat, neben den Nachteilen (wie z.B. längere Zeit die man für die Wege braucht und langen Wartezeiten bei Wind und Wetter) tatsächlich auch Vorteile zu bieten.
Man sieht einfach mehr von der Welt und den Menschen als wenn man im Auto unterwegs ist.
Das ist mitunter ganz spannend (wie Frau Nessy bestätigen würde).


Da ich ja nunmal Schülerin eines Weiterbildungskollegs bin, muss ich mir Bus und Bahn ausser mit müde und ausgebrannt aussehenden Pendlern, auch mit vielen Kindern jeglicher Altersstufe teilen.
Besonders interessant sind da natürlich die 12-14 Jährigen (darüber und darunter ist relativ uninteressant, aufgrund der fehlenden extremen Hormonschübe).

Ich war relativ schockiert, als ich das erste Mal seit Ewigkeiten wieder Mädchen mit Babyface und 5 Pfund Schminke gesehen habe, dachte mir „Meine Güte, die armen Dinger, schon unter der Fuchtel des Beautydiktats, sie sind doch noch soooo kleeeeeeein! Also ich in hab dem Alter nicht…“ Und an dieser Stelle brach meine Entrüstung weg.

Natürlich hab ich mir in dem Alter alles ins Gesicht geschmiert, was ich zu packen gekriegt habe!
Wegen dem Beautydiktat? Quatsch! Weil´s Spaß gemacht hat! Weil ich erwachsen(er) aussehen wollte. Ich hatte da den „Vorteil“, dass ich immer größer und kräftiger war als andere Mädchen (und, besonders bitter, Jungen) meines Alters und mit 12 schon meine fertig ausgebildeten Möpse hatte.
Bei Spätentwicklern fällt einem natürlich die Diskrepanz zwischen kindlichem Gesicht und  „erwachsenem“ Makeup besonders auf. Und je älter man wird (seufz) desto kindlicher wirken 12jährige natürlich auf den geneigten Betrachter.

Was mir dann als Zweites aufgefallen war, ist wie UNFASSBAR GUT die Mädels (teilweise) geschminkt waren! Kein Vergleich zu meinem dillentatischen Herumgeschmiere in dem Alter! Keine zu hellen Lippenstifte bei zu dunkler Foundation, keine Puderkrümel, kein weißer oder blauer Lidschatten. Diesen Verdienst schreibe ich der Omnipräsenz verschiedenster Beautyblogs und Youtube-Videos zu, ich hätte für sowas in dem Alter gemordet. (Ein schwarzer Kajalbalken auf der unteren Wasserlinie des Auges bleibt natürlich trotzdem obligatorisch 😉 Good old times…)

Zudem ist die Qualität des niedrigpreisigen Drogeriemakeups viel besser als zu meiner Zeit, für ein paar Kröten kann man sich schon ne ordentliche Grundausstattung bei DM besorgen, das gabs zu meiner Zeit auch nicht (ich hatte meine Erstausstattung von dem exklusiven Geschäft Urban, kennt das noch einer? Natürlich geklaut :D) Hach ja, ich werd alt.

Wie gesagt, mit Beautydiktat oder Zwang hat das aber weniger zu tun. Es macht einfach Spaß (immer noch), zu sehen wie man sich selbst mit Schminke verändern kann, wie man die Schönheiten in seinem Gesicht herausstellen kann, während man weniger schöne Features in den Hintergrund rückt. Man kann seine Zugehörigkeit zu der präferierten Jugendkultur zeigen, ich erinnere mich noch an einen dunkellilanen Lippenstift, den ich während meiner 1wöchigen Gruftiephase trug… Bis ich feststellte, dass es einfach kacke an mir aussieht und ich ein viel zu sonniges Gemüt dafür habe.
Aber bis dahin fand ichs toll! 😀

Schminken ist, wie Kaffeetrinken, ein Ritual der Erwachsenen. Dadurch, dass man sich morgens Zeugs ins Gesicht schmiert und ekliges, bitteres Gesöff zu sich nimmt fühlt man sich erwachsen, reif und erfahren. Und es gibt nichts, was man in dem Alter mehr möchte als genau das zu sein.

Von daher seh ich das etwas gelassener, Schminke hat nicht notwendigerweise etwas mit einem negativen Bodyimage oder Übersexualisierung zu tun. Im Gegenteil, dadurch dass man etwas tut, wodurch man sich schön findet, kann man einige pubertätsbedingte Härten abmildern.
Weil, wenn wir ehrlich sind fanden wir uns fast alle mit 13 irrationalerweise potthäßlich. Muß was mit den Hormonen zu tun haben. Das wächst sich auch wieder raus.

Wichtig ist nur, dem Mädel zu vermitteln, dass es kein MUSS ist. Dass es eine spaßige Sache ist und eine tolle Möglichkeit auszuprobieren, wie hübsch dieses „neue“ Gesicht sein kann, eine Möglichkeit sich mit diesem fremden Menschen der einen da anguckt auseinanderzusetzen.

Aber es steht niemand hinter dir, der dich mit Waffengewalt zwingt, von daher muss man erstmal gar nix. Und ganz wichtig: Tu es nur wenn du selbst da Bock drauf hast.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass es im Allgemeinen etwas völlig Unschuldiges ist, sich als Teenie zu schminken, ein Hobby. Es sind meist die anderen, die da soviel reininterpretieren.
Also hört einfach mal auf und lasst den Mädels diesen Spaß. 😀